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Pille danach rezeptfrei



Grund zur Freude: Der Europäische Arzneimittelausschuss hat Rezeptfreiheit für die Pille danach entschieden.
Grund zur Freude: Der Europäische Arzneimittelausschuss hat Rezeptfreiheit für die Pille danach entschieden.

Deutschland gehört zu den wenigen europäischen Ländern, in denen die Pille danach nur auf Rezept erhältlich ist. Der Europäische Arzneimittelausschuss hat nun eine Entscheidung getroffen, die das ändern kann.

Um die Pille danach zu erhalten, muss zuerst ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. In deren Ermessen liegt das Ausstellen eines Rezeptes. Oft sind daran überflüssige, eigentlich nicht zulässige Untersuchungen, intime Befragungen und deplatzierte moralische Bewertungen gebunden. Selbst die WHO hat sich längst für eine Freigabe der Pille danach ausgesprochen. Bundesgesundheitsminister Gröhe und der gesundheitspolitischen Sprecher Jens Spahn haben sich jedoch bisher vehement dagegen eingesetzt. Spahn befürchtete gar, Frauen könnten die Pille danach bei einer rezeptfreien Abgabe zu sich nehmen "wie Smarties" anstatt im Vorfeld zu verhüten. Das brachte ihm in einigen Kreisen viel Spott ein und der Hashtag #wiesmarties kursiert seither im Netz.

#wiesmarties

Gesundheitsminister Gröhe lenkt ein

Der Europäische Arzneimittelausschuss hat nun entschieden, dass das Medikament mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat nicht mehr rezeptpflichtig ist. Es handelt sich hierbei um eines der zurzeit verfügbaren Präparate, die als Pille danach beizeichnet werden. Tabletten mit dem anderen verfügbaren Wirkstoff Levonorgestrel sind laut EU-Richtlinie ohnehin gar nicht rezeptpflichtig. In Deutschland wurde bisher dennoch daran festgehalten - unter anderem weil Betroffene bei der Freigabe nur eines Wirkstoffs nicht die Möglichkeit der Wahl hätten. Laut Studien sind nicht alle Produkte für alle Frauen gleichermaßen geeignet. 

Dieses Argument fällt nun weg und Gesundheitsminister Gröhe weicht offenbar von seinem bisherigen Kurs ab. Die Empfehlungen des Arzneimittelausschusses möchte er prüfen und sieht die Beratung in Apotheken - statt wie bisher bei Ärzten - nun doch als einen richtigen Weg.

Wer übernimmt die Kosten für die Pille danach?

Es bleibt also noch abzuwarten, wie die Bundesregierung letztendlich entscheiden wird. Die Chancen stehen aber gut, dass Frauen demnächst in diesem Fall selbstständig über ihren Körper entscheiden können.

Geklärt werden muss dann die Frage, wer bei sozial schwach gestellten Frauen und Mädchen die Kosten trägt. Durch die Rezeptflicht wurden diese bisher von der Krankenkasse übernommen. Es muss gewährleistet sein, dass alle die Möglichkeit auf die Pille danach haben, damit Verhütung kein Privileg von finanziell besser gestellten Menschen wird.

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