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Plastische Chirurgie: Faltenbekämpfung ist so natürlich wie noch nie!



Seit einigen Jahren hat sich das Auffüllen der Falten mit sogenannten Fillern etabliert.
Seit einigen Jahren hat sich das Auffüllen der Falten mit sogenannten Fillern etabliert.

Schönheitseingriffe werden immer sanfter. Dr. Henning Becker, Facharzt für ästhetische Chirurgie mit eigener Praxis auf dem Berliner Ku'damm, im Interview über aktuelle Entwicklungen und Risiken der modernen Behandlungen.

TB GUIDE: Wohin geht der Trend in der Schönheitschirurgie in puncto Faltenbekämpfung?

Dr. Henning Becker: Ganz klar, der Trend geht seit einigen Jahren immer mehr hin zu schonenden Verfahren. Das klassische Facelifting tritt immer mehr zurück. Die Patienten bevorzugen stattdessen minimalinvasive Behandlungen von Einzelfalten oder nichtinvasive Verbesserungen des Gesamthautbildes mit Maßnahmen, die weitestgehend natürlich und nicht permanent sind.

Was sind minimalinvasive Schönheitseingriffe und welche Möglichkeiten gibt es zur Gesichtsstraffung?

Dr. Henning Becker: Seit einigen Jahren hat sich das Auffüllen der Falten mit sogenannten Fillern etabliert. Das meint eine Unterspritzung der Falten mit Hyaluronsäure oder mit Radiesse. Das sind natürliche beziehungsweise körpereigene Substanzen. Auch das relativ neue Fadenlifting ermöglicht eine Gesichtsstraffung mit Fäden aus natürlichen Materialien wie Poly-Milchsäure, die sich mit der Zeit auflösen. Die Tendenz geht immer mehr dahin, dass die Filler vom Körper selbst abgebaut werden und daher selten problematisch sind.

Gibt es auch nichtinvasive Methoden zur Faltenbehandlung?

Dr. Henning Becker: Ein Beispiel für nichtinvasive Verfahren ist das Hydrapeel: Ein Peelingverfahren der Gesichtshaut mit Vakuum- und Spülbehandlungen, bei dem die Haut tiefengereinigt und geglättet wird. Diese völlig schmerzfreie Variante kommt ohne Eingriff aus und ist trotzdem sehr wirksam zur Hautverjüngung.

Gut verträgliche Materialien bei neuen Schönheitseingriffen

Was ist die schonendste Variante?

Dr. Henning Becker: Schonend sind die neuen minimalinvasiven Verfahren schon alleine deswegen, weil die verwendeten Materialien für den menschlichen Körper gut verträglich sind und es nur sehr selten zu Komplikationen beziehungsweise Abstoßungsreaktionen kommt.

Welches Verfahren ist für wen am besten geeignet?

Dr. Henning Becker: Natürlich muss ein Schönheitschirurg das Verfahren immer auf den jeweiligen Fall beziehen. Wenn Patienten beispielsweise ein unreines oder grobporiges Hautbild mit leichten oberflächlichen Falten haben, dann können sie Verfahren wie das Hydrapeel anwenden. Das ist aber nicht geeignet für tiefe Altersfalten oder statische Falten wie Nasolabialfalten. Diese können unterspritzt werden mit Fillern – aber nur bis zu einem gewissen Schweregrad. Wenn die Ansprüche natürlich entsprechend groß sind, dann bleibt als Maximalvariante noch immer das Facelifting.

Wie lange dauert der Eingriff und ist der Patient danach arbeitsfähig?

Dr. Henning Becker: Bei den minimalinvasiven Behandlungen gibt es in der Regel keine Ausfallzeit auf der Arbeit. Diese können theoretisch in der Mittagspause vorgenommen werden. Eine Unterspritzung dauert zum Beispiel 10 bis 30 Minuten. Eine Botoxbehandlung kann sogar in zwei Minuten abgeschlossen sein. Kleine Blutergüsse sind unter Umständen möglich, diese sind jedoch eher selten und können leicht mit Concealer abgedeckt werden.

Schönheitseingriffe: Eine seriöse Beratung ist wichtig

Gibt es bestimmte Mindestanforderungen oder kann jede Person alles machen lassen?

Dr. Henning Becker: Entscheidend ist in der plastischen Chirurgie, dass immer auf die Motivation der Patienten und die realistische Erreichbarkeit ihrer Vorstellungen geachtet wird. Die Beratung muss immer seriös bleiben. Wenn der extrem hohe Anspruch mit den gängigen Mitteln und Möglichkeiten nicht zu erreichen ist, dann raten wir davon ab, weil die Patienten am Ende nicht zufrieden sein werden.

Gibt es irgendwelche Risiken?

Dr. Henning Becker: Alle Behandlungen bergen gewisse Risiken. Das schlimmste, was zum Beispiel bei einem Filler passieren kann, ist eine Infektion bis hin zu Abszessen, die sich bilden können. Das ist auch abhängig von der Menge, die gespritzt wird. Im Infektionsfall kann ein Enzym gespritzt werden, das den Filler auflöst. Bei Botox geht das nicht. Da sollte der Patient umso mehr auf Qualität bei der Arztwahl setzen, da es falsch angewendet zu Lähmungen der Gesichtsmuskulatur führen kann, die mitunter 3 Monate anhalten.

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