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Richtig vorbeugen und rechtzeitig erkennen: So schützen Sie sich vor Hautkrebs



Risikogruppe: Sonnenanbeter und Personen, die lange im Freien arbeiten
Risikogruppe: Sonnenanbeter und Personen, die lange im Freien arbeiten

Wenn das Thermometer wieder steigt, halten sich viele gern im Freien auf. Doch beim Sonnetanken ist ein gesundes Maß gefragt.

Was gerade junge Sonnenanbeter oft nicht wahrhaben wollen: Exzessives Bräunen kann im schlimmsten Fall zu Hautkrebs führen. Besonders gefährlich ist dabei der schwarze Hautkrebs, der auch als Melanom bezeichnet wird. Im Gegensatz zu hellen Hautkrebsarten neigt dieser eher zur Metastasenbildung. Entfernt wird Hautkrebs normalerweise mit nur einem Eingriff. Anders verhält es sich, wenn er bereits gestreut hat und Lymphknoten sowie andere Organe betroffen sind. In diesen Fällen können Bestrahlungen und Medikamente notwendig sein. Um der gefährlichen Erkrankung vorzubeugen oder diese rechtzeitig zu erkennen, muss man die Risikofaktoren kennen, sich regelmäßig von einem Spezialisten untersuchen lassen und seine Haut selbst inspizieren.


Entstehung von Hautkrebs: Das sind die Risikofaktoren

Zu den Hauptrisikofaktoren für Hautkrebs zählen neben der erblichen Veranlagung vor allem die mehrfach starke sowie die im Leben insgesamt aufgenommene UV-Strahlung mit wiederkehrenden Sonnenbränden. Gerade diese sind eine „dermatologische Katastrophe“, betont Andreas Arnold, Leiter des Hauttumorzentrums der Universitätsklinik Greifswald. Dabei kann der Wunsch nach der perfekten Bräune besonders den helleren Hauttypen zum Verhängnis werden, weiß der Mediziner. Doch nicht nur passionierte Sonnenanbeter sind gefährdet: Auch Menschen, die viel und lange unter freiem Himmel arbeiten, sind hoher UV-Belastung ausgesetzt und gehören damit zur Risikogruppe.


Schutz vor Hautkrebs: auf den Umgang mit der Sonne kommt es an

Seine Haut schützt man am besten, indem man Verbrennungen vermeidet. Dazu gehört nicht nur, der Mittagssonne auszuweichen, sondern einen grundsätzlich dosierten und dem individuellen Hauttyp angepassten Umgang mit der Sonne oder den Solarien zu pflegen. Besonders achten sollte man auf den UV-Index, der die Intensität der Strahlung auf einer Skala von 1 bis 11+ angibt. Die Prognose für diesen lässt sich beim Bundesamt für Strahlenschutz abrufen. Grundsätzlich wichtig ist die Verwendung von Sonnenschutzmitteln. Dabei zeigt die Umfrage von Statista zur Häufigkeit der Benutzung von Sonnencreme, dass auch im Jahr 2015 insgesamt 18,83 Millionen deutschsprachige Personen ab 14 Jahren komplett auf den Sonnenschutz verzichtet haben. Obwohl die Zahl im Verhältnis zu 2010 (23,27 Millionen) deutlich abgenommen hat, ist sie immer noch alarmierend.

Schließlich sollte man für versteckte Gefahren sensibilisiert sein. So darf man beim Aufenthalt in geschlossenen Räumen oder im Auto nicht vergessen, dass die Intensität der UV-Strahlen durch das Fensterglas sogar verstärkt werden kann. Ähnlich verhält es sich beim Schwimmen im Pool oder Meer, da die Strahlen im Wasser gebündelt werden. Tückisch ist hier aber vor allem der Abkühlungseffekt, der Verbrennungen an der Haut erst spät bemerken lässt.


Frühzeitig erkennen: Hautscreening beim Spezialisten

Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen, denn der Erfolg der Behandlung ist maßgeblich von dem Krankheitsstadium abhängig, sagt Ralph von Kiedrowski, Vorstandsmitglied im Bundesverband Deutscher Dermatologen (BVDD). Aus diesem Grund ist es sinnvoll, regelmäßig das Screening zur Früherkennung beim Dermatologen durchführen zu lassen. Ab einem Alter von 35 Jahren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre die Kosten dafür. Zusätzlicher Vorteil einer rechtzeitigen Diagnose: Auch die Behandlung ist in einem früheren Stadium weniger belastend.

Vorsorge Hautkrebs: Was man selbst tun kann

Auch wenn Untersuchungen beim Arzt sinnvoll sind, rät der BVDD zu regelmäßiger Selbstkontrolle, da die Hautkrebsvorstufen so noch schneller erkannt werden können. Während sich weißer Hautkrebs als eine schuppende, verfärbte oder unebene Hautstelle äußern kann, gibt sich der schwarze Hautkrebs meist als ein dunkler, unregelmäßig geformter Fleck zu erkennen, dessen Farbe, Größe und Form sich verändern können. Untersuchen sollte man grundsätzlich den ganzen Körper, ohne dass Finger, Fußsohlen oder Ohren ausgelassen werden. Möglich ist dabei zum Beispiel auch, dassKnötchen unter der Haut, sogenannte Lipome, ertastet werden.

Den Selbst-Check richtig durchzuführen, hilft dabei die ABCDE-Regel, die folgendermaßen von der Deutschen Krebshilfe erklärt wird:

A bedeutet Asymmetrie – eine ungleichmäßige Form gehört zu den Warnzeichen.

B steht für Begrenzung – verwaschene, unebene und raue Fleckränder können Hautkrebs signalisieren.

C wie color – ein Muttermal, das die Farben wie rosa, grau oder schwarz aufweist, sollte vom Arzt untersucht werden.

D steht für Durchmesser – ein Muttermal über 5 Millimeter Durchmesser könnte ein Anzeichen für Hautkrebs sein

E repräsentiert Entwicklung – Veränderungen des Muttermals in den vergangenen drei Monaten sind ebenfalls unbedingt zu untersuchen.

(kq, dpa/tmn)

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