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Rückenschmerzen: Paracetamol hilft nicht mehr als ein Placebo



Manchmal ist es egal, ob ein Wirkstoff drin ist.
Manchmal ist es egal, ob ein Wirkstoff drin ist.

Paracetamol wird häufig bei Rückenschmerzen empfohlen. Eine Studie belegt nun, dass das Medikament in diesem Fall so effektiv ist wie Traubenzucker.

Australische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Heilungsdauer von Rückenschmerzen bei der Gabe von Paracetamol erforscht. Hierfür wurde die Genesung von rund 1500 Patienten und Patientinnen untersucht, die sich unterschiedliche Therapien unterzogen.

Die Paracetamol-Studie

Im Laufe von eineinhalb Jahren wurden Männer und Frauen mit akuten Rückenschmerzen willkürlich drei unterschiedliche Behandlungsgruppen zugewiesen. Die erste nahm drei Mal am Tag eine Paracetamol-Tablette und erreichte so die tägliche Dosis von 3990 mg. Die zweite Gruppe sollte Paracetamol nehmen wann immer es nötig war, durfte aber die Tagesdosis von 4000 mg nicht überschreiten. Die letzte Gruppe erhielt stattdessen Placebos.

Patienten und Patientinnen der ersten Gruppe benötigten durchschnittlich 17 Tage, um wieder zu genesen. Ebenso verhielt es sich bei jenen der zweiten Gruppe, die ebenfalls mit Paracetamol behandelt wurden. Die Menschen aus der Placebogruppe waren sogar schon einen Tag früher wieder gesund.

Konsequenzen für Menschen mit Rückenschmerzen, die bisher Paracetamol nahmen

Die Studie legt nahe, dass sich weder eine gewöhnliche Dosierung von Paracetamol, noch die Dosierung bei Bedarf auf die Genesungszeit von Menschen mit Rückenschmerzen auswirkt. Sie stellt in diesem Fall ganz klar die allgemeine Befürwortung der Gabe von Paracetamol in Frage.

Auch Schmertabletten haben ungewünschte Nebenwirkungen. Sie erhöhen zum Beispiel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erankungen und sollten deshalb so selten als möglich eingenommen werden. Wenn das Paracetamol wie im untersuchten Fall noch nicht einmal wirkt, sollte dringend davon abgesehen werden.

Es ist bereits bekannt, dass auch bei chronischen Schmerzen, die über einen langen Zeitraum mit Schmerzmitteln behandelt werden, durch die Medikamentengabe keine Besserung mehr eintritt. In Zukunft sollten bei der Schmerztherapie sphysiotherapeutische und psychologische Behandlungen stärker im Vordergrund stehen sowie Patienten und Patientinnen zu Alternativbehandlungen ermutigt werden.

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