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Schlaganfall: Das Stroke-Einsatz-Mobil verbessert die Behandlung



Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.
Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute.

Seit über drei Jahren ist in Berlin ein speziell ausgestatteter Krankenwagen unterwegs, der für Menschen mit Schlaganfall vorgesehen ist. So erhalten diese bereits auf dem Weg ins Krankenhaus die bestmögliche Versorgung. Die Methode ist effzient.

Zeit ist bei einem Schlaganfall besonders wichtig. Deshalb gibt es in Berlin im Rahmen einer Studie einen außergewöhnlichen Krankenwagen: das Stroke-Einsatz-Mobil (STEMO), in dem ein Computertomograph und ein Labor bereitstehen. Das Rettungspersonal im STEMO ist besonders geschult und zusätzlich fährt immer ein Neurologe mit. Es ist ein rollendes Krankenhaus und während des Einsatzes permanent mit der Stroke Unit der Klinik verbunden. So geht keine Zeit verloren und den Betroffenen kann nach einer Schlaganfalldiagnose sofort das Medikament Lyse verabreicht werden, welches das Blutgerinnsel im Gehirn wieder auflöst. Je früher mit der Lyse-Behandlung begonnen werden kann, desto weniger Schäden trägt das Gehirn davon, denn bei einem Schlaganfall werden in der Minute etwa zwei Millionen Gehirnzellen zerstört.

Die Schlaganfall-Studie zum Sroke-Einsatz-Mobil

21 Monate lang wurden Daten von mehr als 6.000 Menschen mit Schlaganfällen ausgewertet, wobei hier Wochen mit und ohne den zusätzlichen Einsatz des Stroke-Einsatz-Mobils verglichen wurden. Das Ergebnis stimmt hoffnungsvoll: Wird das STEMO eingesetzt, verkürzt sich die Zeit vom Notruf bis zur Therapie um wertvolle 25 Minuten. Ohne das Mobil können lediglich 21 Prozent der Erkrankten mit Lyse therapiert werden - mit dem STEMO steigt die Zahl auf 33 Prozent. Die Studie bestätigt außerdem, dass die Diagnostik und die Therapie im Stroke-Einsatz-Mobil genau so sicher sind wie im Krankenhaus.

Leiter der Studie  ist Prof. Dr. Heinrich Audebert von der Klinik für Neurologie der Charité. Er erklärt, dass diese frühzeitige Versorgung noch einen weiteren Vorteil hat: Die Golden Hour (Engl. für Goldene Stunde), die erste wichtige Stunde nach dem Schlaganfall, kann Dank des STEMO für neue Therapiemöglichkeiten genutzt werden.

Die Zukunft des STEMO und der Schlaganfall-Patienten

Das Projekt STEMO wurde über den Zukunftsfond Berlin mit EU-Kofinanzierung gefördert und ist eine Kooperation des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) der Charité, der Berliner Feuerwehr und von zwei Firmen aus Brandenburg. In Kürze läuft die Finanzierung jedoch aus.

Prof. Audebert hofft auf eine Übernahme der Versorgung durch die Krankenkassen. Schließlich zeigen die Ergebnisse der Studie, dass das Sroke-Einsatz-Mobil Menschen mit Schlaganfall wertvolle Minuten schenkt und ihnen effektiv geholfen werden kann. Eine Therapieoption, die den Menschen in Berlin unbedingt erhalten bleiben sollte.

Woran Sie einen Schlaganfall erkennen und wie Sie sich dann am besten verhalten, können Sie in unserem Interview mit Dr. med. Paul Sparenberg, Oberarzt am Unfallkrankenhaus Berlin, nachlesen.

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