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Schönheitsoperationen beim Mann auf dem Vormarsch



Immer mehr Schönheitsoperationen bei Männern
Immer mehr Schönheitsoperationen bei Männern

Zwischen 50.000 bis 100.000 Eingriffe im Dienste der Schönheit werden jährlich in Deutschland durchgeführt. Korrekturen beim Mann sind dabei schon längst keine Seltenheit mehr. Mittlerweile ist bereits jeder fünfte Patient einer Beautyklinik männlich. Insbesondere die Haartransplantation ist stark auf dem Vormarsch.

Im Jahr 1990 lag der Anteil an Schönheitsoperationen beim Mann bei nur 4,8 Prozent. Mittlerweile hat sich diese Zahl vervierfacht. Insbesondere im Alter zwischen 40 und 50 Jahren legen sich die Herren bereitwillig unters Messer. Während in den USA der Trend von Botox-Partys eher rückläufig ist, ist die Tendenz in Deutschland weiterhin steigend. Insbesondere berufliche Erfolgsgründe bewegen Deutschlands Männer zu immer mehr Eingriffen. Viele Patienten sind in der Modebranche, beim Film oder für Hochglanzmagazine tätig, verraten Schönheitschirurgen. Aber auch die attraktive Wirkung auf (potentielle) Partner oder Partnerinnen zählt zu den Ausschlaggebern.

Problemzonen-Tuning

In der Damenwelt gehört nach wie vor die Bruststraffung oder Vergrößerung des Busens zu den typischen Eingriffen. Zu den häufigsten Schönheitskorrekturen beim Mann zählt die Fettabsaugung, gefolgt von der Schlupflid- beziehungsweise Tränensack-Korrektur und der Nasen-Operation.

Frauen setzen sich meist schon früh mit ihrem Körper auseinander. So zum Beispiel mit dem Thema Cellulite. Das individuelle Empfinden der idealen Maße wird dabei stark durch die äußeren Einflüsse der Umwelt beeinflusst oder gar bestimmt. Das fängt mit Ernährung, Sport sowie Kosmetik an und endet nicht selten unter dem Skalpell. Bei Männern ist das mittlerweile ähnlich. Dennoch findet bei ihnen dieser Punkt häufig erst Beachtung, wenn die Veränderungen des Körpers bereits sichtbar sind, also etwa im Alter von circa 50 Jahren. Das Alter überrascht den Mann tatsächlich oft wie ein Überfallkommando und wird genauso von ihm wieder abgewehrt.

Gelerntes Handwerk

Ästhetisch-plastische Eingriffe bedeuten wie jede andere Operation immer auch ein Risiko. Missglückte Korrekturen können weitaus schlimmer sein als der Ursprungszustand oder sogar tödlich enden. Infektionen, Blutvergiftungen oder Schocks sind keine Seltenheit. Generell geht jede fünfte Operation mit Komplikationen einher. Am wichtigsten ist die Erfahrenheit es Arztes, um Fehler zu vermeiden. Leider gibt es aber keine gesetzliche Regelung dafür, wer Schönheitsoperationen durchführen darf und wer nicht.

Schlechter Frisör: Testosteron

Stark auf dem Vormarsch der männlichen Schönheitsoperationen ist die Haartransplantation. Während 40 % aller Frauen erst in der Menopause mit Haarausfall zu kämpfen haben, sind manche Männer bereits im Jugendalter von 18 Jahren davon betroffen. 80 Prozent leiden unter der sogenannten androgenetischen Alopezia: einem erblich bedingten, voranschreitenden Haarausfall im Stirn- und Mittelkopfbereich, verursacht durch ein Zuviel des männlichen Sexualhormons Testosteron.  

Zwar versprechen zahlreiche Wundermittel Besserung, doch die Haartransplantation ist neben wenigen kostspieligen Hormonpräparaten die einzig wirksame Methode und findet immer mehr Akzeptanz. Fußballtrainer Jürgen Klopp hat mit seinem Outing vor ein paar Jahren einen regelrechten Boom ausgelöst.

Die Kosten für eine solche Haartransplantation liegen je nach Aufwand zwischen 2.000 und 10.000 Euro. Die Krankenkassen beteiligen sich daran allerdings nicht. Jedoch bieten auch viele Kliniken und Praxen eine 0%-Finanzierung an.

Viel Aufwand, wenig Risiko

Bei der Transplantation von Eigenhaar gibt es bisher zwei Methoden, die beide sehr erfolgversprechend sind, jedoch keine Garantie geben können. Es kann immer passieren, dass die neuen Haarwurzeln abgestoßen werden und der Eingriff vergeblich war. Auch der Verlauf des Haaransatzes kann misslingen. In seltenen Fällen ist eine Kopfhautentzündung möglich.

Bei der herkömmlichen FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation) werden Haare vom Hinterkopf unterhalb der Ohrmuschel entnommen. Haarwurzeln an dieser Stelle sind unempfindlich gegenüber Testosteron und fallen nicht aus. Dafür wird ein haariger Hautstreifen verwendet, der in sogenannte Grafts zerlegt wird. Diese Grafts enthalten bis zu fünf Haare. Für leichte Geheimratsecken benötigt der Arzt beispielsweise 700-900 Grafts, während es bei einer Fast-Glatze mit leichtem Haarkranz bis zu 6.000 Grafts sein können. Weitere Beispiele finden Sie hier.

An die gewünschten Stellen werden nun Löcher in die Haut gestanzt, in die die entnommenen Haarfollikel eingepflanzt werden. Ein Follikel ist jenes Material, welches die Haarwurzel umschließt und für die Verankerung in der Haut sorgt. Die Prozedur wird ambulant unter lokaler Betäubung durchgeführt und dauert 4 bis 8 Stunden. Der Eingriff führt zunächst zu einer starken Schwellung von Gesicht und Kopf. Bereits nach 5 bis 14 Tagen ist der Patient jedoch wieder arbeitsfähig. Nach 2 bis 3 Monaten sind die neuen Haare schließlich nachgewachsen.

Noch schonender: FUE

Nachteil der FUT-Methode ist die Narbenbildung am Hinterkopf, die insbesondere bei Kurzhaarträgern zu sehen ist. Die neue FUE-Methode (follicular unit extraction) bedarf keiner Entfernung eines ganzen Hautstreifens. Das bedeutet weniger Schmerzen und keine sichtbaren Narben. Mittels eines speziellen Extraktionsgerätes werden die Haarfollikeleinheiten einzeln entnommen und transplantiert. Die neue Methode macht es sogar möglich, andere Körperhaare wie zum Beispiel Brusthaar zu verpflanzen. Jedoch ist es wichtig, dass die Wachstumsrichtung der verpflanzten Haare sich nicht von der Wachstumsstruktur noch bestehender Haare unterscheidet.

Damit das Ergebnis auf Dauer anhält, wird das ursprünglich als Bluthochdruckmittel eingesetzte Minoxidil verwendet. Die Lösung wird auf die Kopfhaut aufgetragen. Nachteil: Das Medikament muss quasi lebenslänglich verwendet werden. Leider ist das nicht nur zeitaufwändig, sondern auch teuer.

Egal für welchen Eingriff sich Mann und Frau entscheiden: eine ausführliche Aufklärung und Beratung durch kompetente Schönheitschirurgen und Dermatologen sind das A und O. Einen besonders guten Ruf hat übrigens die Bodenseeklinik in Lindau.

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