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Schutz vor gefälschten Medikamenten



Was drin ist, sieht man den Kapseln nicht an.
Was drin ist, sieht man den Kapseln nicht an.

Nachgemachte Arzneimittel schaden nicht nur der Pharmaindustrie, sie bringen das Leben vieler Menschen in Gefahr.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet jene Medikamente als Fälschungen, die in betrügerischer Absicht falsch gekennzeichnet wurden. Hierbei kann es sich um vollständige Produktfälschungen mit anderen Wirkstoffen oder falsch dosierten Wirkstoffen handeln, oder um Originale, die mit manipulierten Aufschriften oder Verpackungen angeboten werden.

Seit etwa einem halben Jahr gibt es einen internationalen Verbund, der sich die Bekämpfung von nachgemachten Arzneimitteln auf die Fahnen geschrieben hat und entsprechende Aufklärungsarbeit leistet. Fight the Fakes (engl.: Bekämpft die falschen Imitate) ist das Motto der Vereinigung, an der viele Pharmakonzerne und -bündnisse beteiligt sind.

Obwohl es offensichtlich ist, dass hier unter anderem wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen, darf jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass die meisten gefälschten Medikamente die Gesundheit jener, die sie nehmen, stark gefährden. Die Wirkstoffe der Original-Arzneimittel werden durch günstigere Substanzen wie zum Beispiel Schwermetalle, Gifte, Baustoffe, Drogen oder harmlose Stoffe wie Milchzucker oder Salz ersetzt.

Unterschiedliche Fälle gefälschter Medikamente

Auf der Webseite des Bündnisses wird von einem Patienten berichtet, der in Singapur nach der Einnahme von auf der Straße gekauftem Potenzmittel mit zu niedrigem Blutzucker ins Krankenhaus gebracht werden musste. Nicht alle haben so viel Glück: viele dieser Fälle enden tödlich.

Victoria lebt in Ghana und bekam ein Malaria-Mittel verschrieben, das sie sich in der Apotheke besorgte. Dort erhielt sie ein gefälschtes Produkt und ihr Zustand verschlechterte sich dadurch. Ein paar Monate später erhielt sie auf die gleiche Weise ein gefälschtes Schmerzmittel, das ebenfalls starke Nebenwirkungen nach sich zog. 

PotenzmittelZu glauben, diese Probleme machten vor den Grenzen Europas Halt, ist leichtsinnig. Wenn Sie Medikamente wie beispielsweise Potenzmittel, Antidepressiva oder Appetitzügler, die eigentlich verschreibungspflichtig sind, ohne Rezept im Internet bestellen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Sie ein gefälschtes Arzneimittel erhalten. 

Im besten Fall ist es einfach wirkungslos, im schlimmsten Fall vergiften Sie sich damit und tragen schwere gesundheitliche Schäden davon.

Die Kontrollen hinsichtlich der Medikamentherkunft sind bei uns zwar schärfer - schützen aber nicht hunderprozentig vor gefälschten Produkten. So berichtete das ARD-Magazin plusminus bereits im Dezember des letzten Jahres von einem gefälschten Medikament für Hepatitiserkrankte, das es bis in deutsche Apotheken geschafft hat.

Viele Medikamente werden mittlerweile aus diversen Ländern der EU importiert, weil sie dort billiger hergestellt werden können. Verträge mit Krankenkassen sorgen dafür, dass ihre Patienten die günstigeren Varianten erhalten, um Kosten zu sparen. Bis die Medikamente in die deutschen Apotheken gelangen, waren sie bereits bei mehreren Großhändlern, wo sie schon mal umverpackt und mit neuen Aufschriften versehen werden. Lücken im Ablauf, die es Fälschern ermöglichen, ihre Produkte einzuschleusen.

Diese gefälschten Medikamente sind dann selbst von Apothekern und Apothekerinnen nicht von den Originalen zu unterscheiden. Zum Glück handelt es sich hierbei jedoch um Einzelfälle und bis 2017 soll ein Sicherheitssystem eingeführt werden, mit dem Medikamente europaweit auf Echtheit geprüft werden können bevor sie in die Apotheken gelangen. Es wird in Deutschland bereits getestet.

Ihr Beitrag zum Schutz vor Fälschungen bei Medikamenten

Die WHO nimmt an, dass etwa die Hälfte aller Medikamnte, die bei illegalen Internetversendern gekauft werden, gefälscht sind. Bestellen Sie Medikamente im Internet deshalb nur bei Apotheken, die beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) registriert sind.

Sprechen Sie mit ihrem Apotheker, wenn Ihnen das Aussehen eines Medikaments seltsam vorkommt, sich Tippfehler auf der Verpackung befinden oder der Beipackzettel unvollständig zu sein scheint.

Achten Sie vor Auslandsreisen auf eine vollständige, ausreichend gefüllte Reise-Apotheke. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie regelmäßig bestimmte Medikamente zu sich nehmen müssen.

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