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Schutz vor Hitzeschlag und Sonnenstich



In den Mittagsstunden ist die Gefahr durch die Sonne besonders groß.
In den Mittagsstunden ist die Gefahr durch die Sonne besonders groß.

Sommer, Sonne und Hitze können auch Schattenseiten haben: Es drohen Hitzeschlag und Sonnenstich. Wer sich an ein paar einfache Regeln hält und auf erste Anzeichen schnell reagiert, kann sich auf einen unbeschwerten Urlaub mit der ganzen Familie freuen.

Hochsommerliche Temperaturen sind für die meisten Menschen eine Wohltat: Für stundenlanges Entspannen auf der Sonnenliege oder Luftmatratze verreisen die Deutschen auch gern in den Süden Europas nach Spanien, Italien oder in die Türkei, wo das Thermometer deutlich höhere Werte anzeigen kann. Gerade jetzt, wo die Sommerferien unmittelbar vor der Tür stehen, dürfen sich die Kleinsten auf langes Spielen am Strand freuen. Doch Vorsicht: bei ihnenist das Risiko, einen Sonnenstich zu erleiden, noch höher als bei Erwachsenen.

Während ein Hitzeschlag oft durch eine bereits bestehende Erkrankung bedingt ist und sich nicht immer unmittelbar auf direkte Sonneneinstrahlung zurückführen lässt, entsteht ein Sonnenstich tatsächlich so, wie es seine Benennung andeutet. Die Symptome sind jedoch bei beiden Erkrankungen annähernd gleich.

Gefahr durch Überhitzung

Der menschliche Körper verfügt über zahlreiche Wärmeregulationsmechanismen, um eine Überhitzung zu verhindern. Die Abgabe der Wärme über die Haut und das Transpirieren sind die wichtigsten Vorgänge. Der Schweiß kühlt die Körpertemperatur runter. Zu einem Hitzschlag und damit einem Ansteigen der Körpertemperatur auf über 41 Grad Celsius kommt es, wenn die Regulationssysteme gestört sind. Das kann der Fall sein bei Patienten, die an Durchblutungsstörungen leiden wie zum Beispiel Diabetiker. Aber auch Übergewichtige und Personen mit verminderter Schweißproduktion bedingt durch Hautkrankheiten (z. B. Fischschuppenkrankheit) sowie Säuglinge sind besondere Risikogruppen.

Gesunde Menschen sind dann gefährdet, wenn sie untrainiert Sport bei großer Hitze mit gleichzeitig hoher Luftfeuchte betreiben. Die Schweißproduktion kann dabei auf mehr als das Doppelte angehoben werden. Gleiches gilt für harte körperliche Arbeit, so zum Beispiel auf einer Baustelle oder bei ungewohnten klimatischen Bedingungen wie sie oft im Urlaub vorherrschen. Die Einnahme bestimmter Medikamente sowie ein erhöhtes Lebensalter kann ebenso das Risiko eines Wärmestaus erhöhen.

Die innere Hitze wird nicht reguliert und der Körper mit Temperaturen von bis zu 43 Grad Celsius stark überlastet. Ein Hitzeschlag äußert sich durch heiße, trockene und gerötete Haut. Zusätzlich kommen Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und beschleunigte Atmung sowie Herzrasen hinzu. Auch Bewusstlosigkeit, Krampfanfälle und Halluzinationen sind möglich, bis hin zum Kreislaufschock. Da durch die hohe Körpertemperatur das Eiweiß in den Zellen gerinnt, kann die Schädigung der Blutgefäße zu schwerem Organversagen führen und damit zum Tod.

Hitzeschutz

Sport und andere anstrengende Tätigkeiten sollten bei hohen Temperaturen möglichst gemieden werden, beziehungsweise auf die etwas gemäßigteren Morgen- oder Abendstunden verschoben werden. Die Wahl der Bekleidung sollte luftig und atmungsaktiv ausfallen: Kühlendes Leinen und Baumwolle sind zu bevorzugen, da durch andere Kleidung die Körperwärme nur schwer entweichen kann. Nach Möglichkeit stets mit kaltem Wasser abkühlen und mindestens 2 bis 3 Liter Wasser trinken. Auf Alkohol sollte verzichtet werden. Heißer Tee ist insofern ideal, dass er die Schweißproduktion des Körpers anregt.

Schatten statt Sonnenstich

Zu einem Sonnenstich kommt es, wenn Sonnenstrahlen direkt auf den ungeschützten Kopf und Nacken einwirken. In der Folge werden die Hirnhäute gereizt, die Blutgefäße erweitern sich und das Hirn schwillt gefährlich an. In schweren Fällen kann es zu einer Meningitis (Entzündung der Hirnhäute) kommen. Besonders gefährdet sind Personen ohne Haare sowie Säuglinge und Kinder. Generell kann es jedoch jeden treffen, der sich zu lange ungeschützt in der prallen Sonne aufhält.

Ein Sonnenstich hat ähnliche Symptome wie der Hitzeschlag mit dem Unterschied, dass nur der Kopf rot und heiß ist, während die restliche Haut des Körpers eher kühl ist und die Körpertemperatur im normalen Bereich bleibt. Anders als beim Hitzschlag, machen sich die Symptome eines Sonnenstichs zum Teil erst Stunden nach dem „Sonnenbad“ bemerkbar.

Vermeiden kann man den Sonnenstich durch Tragen eines entsprechenden Kopfschutzes. Dieser hat zudem den Vorteil, dass er als Blendschutz dient. Des Weiteren gelten auch hier dieselben Empfehlungen wie beim Hitzschlag.

Erste Hilfe bei Hitzschlag und Co.

Die Ersthelfermaßnahmen unterscheiden sich bei Hitzeschlag und Sonnenstich nur insofern, dass der Hitzschlag weitaus gefährlicher ist und das Hinzuziehen eines Notarztes unverzichtbar macht. Bei Verdacht auf eine der beiden Hitzeerkrankungen, sollte die Person sofort aus der schädigenden Situation gebracht werden (Schatten, kühler Ort).  Bei Vorliegen eines Hitzschlages den Patienten in die stabile Seitenlage bringen. Im Extremfall muss eine Herzdruckmassage sowie Mund-zu-Mund Beatmung angewandt werden. Die Körpertemperatur sollte aktiv gesenkt werden mittels kalter Umschläge und Kompressen oder Wasser. Beim Sonnenstich die betroffene Person mit leicht erhöhtem Oberkörper lagern, den Kopf- und Nackenbereich mit kalten Umschlägen kühlen. Bei starken Kopfschmerzen können Schmerzmittel Abhilfe schaffen. Der Körper sollte sich zudem bei ausgiebiger Bettruhe erholen können.

Babys sensible Fontanelle vor der Sonne schützen

Gut Geschützt vor Sonnenstich und Co.Für Säuglinge und Kleinkinder stellen Hitzschlag und Sonnenstich eine besondere Bedrohung dar. Babys verfügen noch nicht über eine ausreichende Schweißproduktion und können somit schneller überhitzen. Umso wichtiger ist es, dass genüghend getrunken wird. Zudem ist bei Ihnen die Schädeldecke noch nicht zusammengewachsen, beziehungsweise bei Kindern dünner als bei Erwachsenen. Dadurch sind die Hirnhäute noch weniger geschützt.

Bei Erwachsenen eher selten, aber bei Kindern kann Fieber im Zusammenhang mit Sonne ein deutlicher Hinweis auf einen Sonnenstich sein. Daher sollten Säuglinge nie über längere Zeit direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sein. Das gilt auch für längere Autofahrten oder Spaziergänge mit dem Kinderwagen. Beim Spielen und Baden am Strand ist eine Kopfbedeckung ein „Muss“.

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