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Selten und schmerzhaft: Morbus Ormond



Abgeschlagenheit und dumpfe Schmerzen im Rücken können ein Zeichen für Morbus Ormond sein.
Abgeschlagenheit und dumpfe Schmerzen im Rücken können ein Zeichen für Morbus Ormond sein.

Rückenschmerzen weisen in Ausnahmefällen auf Morbus Ormond hin. Die wenigsten haben vor ihrer Diagnose schon einmal von der Krankheit gehört. Die Bundesärztekammer hat nun eine neue Informationsbroschüre herausgebracht.

Etwa eine von 200.000 Personen in Deutschland, vor allem im Alter zwischen 40 und 70, ist von der seltenen Erkrankung Morbus Ormond betroffen. Darunter befinden sich häufiger Männer als Frauen. Bei den Patienten und Patientinnen vermehrt sich entzündetes Bindegewebe im hinteren Bauchraum.

Folgen von Morbus Ormond

Das vermehrte Bindegewebe kann auf unterschiedliche Weise im Körper für Enge sorgen: Sind Gefäße betroffen, ist es möglich, dass wegen Wassereinlagerungen die Beine anschwellen. Bei den Organen drückt das Gewebe fast immer auf die Harnleiter. Dies zieht weitere Erkrankungen nach sich, denn so kann der Urin nicht mehr richtig fließen. Es entsteht ein schmerzhafter Rückstau, der zu Harnwegsinfekten und Nierenschäden führen kann. Oft drückt das Bindegewebe auch auf Nerven und versacht auf diese Weise Schmerzen. 

Anzeichen für Morbus Ormond

Nicht alle Ärzte und Ärztinnen sind über die Krankheit gut informiert. So wird Morbus Ormond wird nicht immer sofort diagnostiziert, obwohl die Patienten und Patientinnen meist erst dann Beschwerden haben, wenn die Krankheit bereits forgeschritten ist.

Dazu gehören unter anderem Schmerzen im Rücken, in den Seiten und im unteren Teil des Bauches. Man spricht auch von "gürtelartigen" Schmerzen. Bei Männern kann der Hodensack weh tun und gar geschwollen sein.

Viele Patienten und Patientinnen fühlen sich drüber hinaus unwohl, sind müde, verlieren an Gewicht und haben Fieber. Manchen ist auch übel und sie müssen sich erbrechen.

Ursachen von Morbus Ormond

Oft ist nicht nachvollziehbar, wieso Menschen an Morbus Ormond erkrankt sind. Meist wird von einem autoimmunologischen Prozess ausgegangen oder es werden andere Ursachen wie zum Beispiel Morbus Crohn, eine Arteriosklerose der Aorta oder ein Aortenaneurysma, Harnwegsinfektionen, bösartige Tumore, Bestrahlung oder vasoaktive Medikamente vermutet. Allerdings kann nur bei weniger als einem Viertel der Erkrankungen an Morbus Ormond ein Auslöser bestimmt werden.

Behandlung von Morbus Ormond

Die Behandlung von Morbus Ormond ist individuell verschieden.Kortison kann der Entzündung sowie dem Bindegewebswachstum entgegenwirken. Es gibt auch Patienten und Patientinnen, bei denen sogenannte Immunsuppresiva geholfen haben. Oder die Komibination aus beidem hilft.

Je nach Stadium und Auswirkung der Krankheit muss auch eine Operation in Betracht gezogen werden. Dauer und Art der Behandlung sind individuell und abhängig von Grad und Wiederkehr der Erkrankung.

Die Helios-Klink in Wuppertal hat sich auf  Morbus Ormond spezialisert. Neben der Behandlung von Patienten und Patientinnen widmet sich die Abteilung der Forschung, um mehr über Entstehung und Therapie von Morbus Ormond herauszufinden. 

Ausführlichere Informationen finden Betroffene in dem neuen Informationsblatt zu Morbus Ormond, das die Bundesärztekammer kürzlich herausgebracht hat. Dort erfahren sie auch, was sie selbst tun können, wenn sie an Morbus Ormond erkrankt sind.

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