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So überstehen Sie Silvester ohne Verletzungen



Allein in Berlin verletzen sich in der Silvesternacht rund 500 Menschen.
Allein in Berlin verletzen sich in der Silvesternacht rund 500 Menschen.

An Silvester haben die Notaufnahmen viel zu tun. Durch Blindgänger und unvorsichtigen Gebrauch kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen. Das sind die wichtigsten Schutz- und Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Zum Jahreswechsel wird es in vielen Ländern wieder laut und bunt am Nachthimmel. Ursprünglich war das Feuerwerk dazu gedacht, böse Geister zu vertreiben. Heute ist es eher ein Ritual, um der Freude über das kommende Jahr Ausdruck zu verleihen. Das Silvesterfeuerwerk ist jedoch nicht nur ein kostspieliger Brauch, auch unserer Gesundheit kann die Knallerei teuer zu stehen kommen.


Gefährlicher Knall-Spaß an Silvester

Die Hauptrisikogruppe der Silvester-Unfälle sind Kinder im Alter zwischen 8 und 15 Jahren. Dabei dürfen diese eigentlich maximal Feuerwerk der Kategorie 1 kaufen und benutzen (ab 12 Jahren). Dazu gehören Knallerbsen, Wunderkerzen und Tischfeuerwerk. Diese sind das ganze Jahr erhältlich.

Das eigentliche Problem und damit Ursache zahlreicher Verletzungen sind Feuerwerke der Kategorie 2, wie Raketen, Böller, Batterien und dergleichen. Diese Dinge dürfen nur an Volljährige verkauft werden und auch nur an Silvester und bis Neujahr um 7 Uhr abgefeuert werden.

Bei den typischen Silvester-Unfällen handelt es sich mit 70 Prozent meist um Verletzungen der Augen. Aber auch Verbrennungen und Hörschäden sind ein häufiges Problem. Ursache sind meist Blindgänger, Feuerwerk, das zu lange in der Hand gehalten wird und insbesondere ein zu geringer Sicherheitsabstand.


Fremdkörper im Auge nicht entfernen

Fremdkörper im Auge? Sofort 112 wählen!Geraten Fremdkörper in die Augen, sollte der Notarzt unter 112 gerufen werden, jedoch der Fremdkörper keinesfalls eigenmächtig entfernt werden.
Auch knallende Sektkorken können durch zu schweren Verletzungen führen.

Eine sterile Wundauflage über dem verletzten Auge, sowie das komplette Verbinden beider Augen, stellt das betroffene Auge möglichst ruhig und lindert den Schmerz.

Verbrennungen und Wunden durch Böller und Co.

Kommt es zu kleinen Verbrennungen, genügt es, wenn die betroffen Stelle für 10 bis 20 Minuten mit lauwarmen Wasser gekühlt wird. Bei größeren Wunden oder Brüchen, etwa wenn ein Böller zu früh in der Hand explodiert, muss der Notarzt hinzugezogen werden. Blutende Wunden nicht kühlen.

Besonders wenn ein Finger durch die Explosion abgerissen wurde, ist ein Aufbewahren in keimfreiem Stoff notwendig.

Die Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungswagens mit Decken oder Jacken vor einer drohenden Unterkühlung schützen.

Bleibende Hörschäden durch Silvesterfeuerwerk

Ein Knalltrauma ist an Silvester nicht ausgeschlossen.Silvesterböller können eine gefährliche Lautstärke von bis zu 175 Dezibel erreichen. Bei einer geringen Entfernung von weniger als zwei Metern zum Feuerwerk, kann es zu einem sogenannten Knalltrauma kommen.

Mögliche Langzeitfolgen davon sind Tinnitus, Hörverlust oder Trommelfellriss. Da es sich jedoch um einen sehr kurzen Moment des Knalls handelt, wird die Verletzung nicht sofort bemerkt.

Tipps gegen Silvesterunfälle

  • Achten Sie darauf, nur legales Feuerwerk zu kaufen. Erkennbar ist dies an dem Zulassungskennzeichen der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) oder einem CE-Zeichen mit Registriernummer.

  • Der auf der Verpackung angegebene Sicherheitsabstand muss zwingend eingehalten werden. Das sind meist mindestens zwei Meter. Ungeöffnete Sektflaschen nicht auf Menschen richten und den herausschnellenden Korken beim Öffnen mit einem Tuch absichern.

  • Raketen sollten nie unter Bäumen oder Überdachungen gestartet werden. Lediglich eine leere Flasche genügt nicht zum sicheren Starten, da sie umfallen könnte: eine stabile Abschussrampe verhindert das ungewollte Schießen in Menschenrichtung.

  • Blindgänger niemals erneut zünden, sondern mit Wasser gefahrlos machen.

  • Das empfindliche Gehör sollte zu Silvester mit Ohrenstöpseln geschützt werden.

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