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Smartphones barrierefrei nutzen



Braille-Schrift und Hunde unterstützen Sehbehinderte und Blinde schon seit langer Zeit.
Braille-Schrift und Hunde unterstützen Sehbehinderte und Blinde schon seit langer Zeit.

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat vor fast drei Jahrzehnten einen Aktionstag ins Leben gerufen, der immer am 6. Juni stattfindet und auf die Anliegen jener hinweisen soll, die sehr schlecht oder gar nicht sehen können.

Wie viele Menschen in Deutschland mit einer Sehbehinderung leben, ist nicht bekannt, weil blinde und sehbehinderte Menschen hier nicht gezählt werden. Laut einer Hochrechnung, die auf Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) basiert, sind es mehr als eine Million. Dennoch wissen die wenigsten etwas über das Leben von Menschen mit Sehbehinderung und welche Dinge ihren Alltag erschweren oder erleichtern.

Es gibt unterschiedliche Grade der Sehbehinderung, für deren Einschätzung das Sehvermögen des besser funktionierenden Auges (mit Sehhilfe) herangezogen wird: die Sehbehinderung, die hochgradige Sehbehinderung, die Blindheit und die Amaurose. Nur bei letzterer wird überhaupt kein Licht wahrgenommen und es können keine optischen Reize verarbeitet werden.

Damit möglichst viele der sehbehinderten Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ohne Hilfe anderer zurechtkommen können, ist es wichtig, nicht nur Technologien wie Blindenleitsysteme im Straßenverkehr zu verbessern und auszubauen. Auch die Nutzung von Mobiltelefonen und Tablet-PCs muss erleichtert werden. Sie stellt für viele Menschen mit Sehbehinderung nach wie vor eine Hürde dar.

Das liegt zum einen an der fehlenden Barrierefreiheit von Hardware, Software und vieler Webseiten, zum anderen an Berührungsängsten. Laut DBSV denken viele, dass sie zu alt sind, um mit einem Smartphone und dem Touchscreen zurechtzukommen.

Barrierefreiheit im mobilen Netz

Am diesjährigen Aktionstag finden deshalb in ganz Deutschland Veranstaltungen statt, auf denen sich sehbehinderte und blinde Menschen über die Nutzung von Smartphones informieren können. Vor Ort wird wichtiges Basiswissen vermittelt, es werden besonders hilfreiche Apps vorgestellt und erklärt, wie man sie benutzt.

Außerdem sollen an diesem Tag Entwickler und Anbieter von Software für die Bedürfnisse Blinder und Sehbehinderter sensibilisiert werden. "Smartphones und Tablets haben ein riesiges Potenzial, das nicht ausgeschöpft wird. Viele Barrieren sind einfach unnötig und entstehen aus Unwissen und Gedankenlosigkeit", so Renate Reymann, Präsidentin des DBSV. 

Berechtigte Forderungen nach Barrierefreiheit

Ein Mann hält sich ein Smartphone ans Ohr.Der Verband stellt deshalb ausführliche Forderungen zu Apps und Betriebssystemen. Zusammengefasst bedeutet dies, dass die Standards der barrierefreien Programmierung zu beachten sind. Zum Beispiel, indem Buttons und Bilder beschriftet werden, und dass Schrifgröße, Kontraste sowie Farbeinstellungen veränderbar sind.

Darüber hinaus muss das sogenannte Zwei-Sinne-Prinzip konsequent angewendet werden. Dies bedeutet, dass alle Informationen so bereitgestellt werden, dass sie über zwei verschiedene Sinne aufgenommen werden können. Das ist möglich, wenn Ton auch visuell dargestellt wird und Text zusätzlich im Audioformat verfügbar ist.

Dafür muss gar nicht jeder Text eingelesen und als Datei bereitgestellt werden. Es genügt bereits, dass ein Bildschirmlesegerät den Text richtig wiedergeben kann. Hierfür ist es zum Beispiel wichtig, dass er gut strukturiert ist und beim Programmieren festgelegte Regeln eingehalten werden.

In Berlin findet heute noch bis um 14 Uhr im ABSV-Vereinshaus in der Auerbachstraße 7 eine Informationsveranstaltung statt. 

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