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Stuhlinkontinenz schafft Isolation – Behandlungen sind erfolgversprechend



Stuhlinkontinenz ist kein Grund sich zu schämen.
Stuhlinkontinenz ist kein Grund sich zu schämen.

Betroffene von Stuhlinkontinenz verheimlichen ihr Leiden meist. Dabei gibt es sehr wirksame Therapien, die auf lange Sicht wirken.

Circa fünf Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Stuhlinkontinenz. Das sind Menschen jeden Alters, doch meist sind es eher Senioren. Laut einer Statistik aus den USA betrifft die Stuhlinkontinenz über 15 Prozent der über 70-Jährigen.

Meist schämen sich die Erkrankten und trauen sich nicht, mit Ihrem Arzt über das Problem zu sprechen. In der Folge ziehen sie sich immer mehr zurück und vereinsamen. „Stuhlinkontinenz darf kein Tabuthema sein“, betont Professor Dr.med. Peter Layer, Beirat der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS).

Stuhlinkontinenz als Folgekrankheit

Das Unvermögen seinen Stuhl halten zu können, kann verschiedene Ursachen haben. Laut Layer handelt es sich meist um eine Schwächung der Beckenbodenmuskulatur aber auch Verletzungen durch Geburten und Operationen haben Auswirkungen auf den Schließmuskel.

Bei Diabetespatienten oder Menschen, die einen Schlaganfall erlitten haben, kann die Nervenwahrnehmung am Darmausgang gestört sein. So bemerkten die Patienten den Stuhldrang kaum oder gar nicht.

Behandlungen durch den Gastroenterologen

Leider wird Stuhlinkontinenz von Ärzten oftmals als Durchfall indiziert und somit fehlbehandelt. Eine Überweisung zum Magen-Darm-Spezialisten ist unerlässlich.

Dieser untersucht mit Hilfe einer Endoskopie oder Ultraschalls den Schließmuskel und stellt fest, ob eine chronische Darmerkrankung vorliegt.

Auf lange Sicht lassen sich der Beckenboden und Schließmuskel mit gymnastischen Übungen trainieren. Beim sogenannten Biofeedback führt der Arzt eine Sonde durch den After. So wird die Spannung in der Beckenbodenmuskulatur gemessen und die Patienten nehmen ihre Muskulatur bewusster wahr. „Fast 80 Prozent der Behandelten lernen den Schließmuskel wieder zu kontrollieren“, erklärt Layer.

Bei einem Dammriss oder ähnlichem kommen chirurgische Verfahren zum Einsatz. Ein defekter Schließmuskel kann so repariert werden. Bei der sakralen Nervenstimulation werden Elektroden am Darmausgang angebracht, die den Schließmuskel stimulieren. Mittels einer Fernbedienung können Betroffene die Elektroden im Falle von Stuhldrang selbst steuern.

Ernährungsumstellung bei Stuhlinkontinenz

Eine Änderung des Ernährungsverhaltens kann schon sehr viel bewirken. Ballaststoffe in Vollkornbrot und Gemüse helfen Volumen und Beschaffenheit des Stuhls so zu verändern, dass dieser weniger schnell austritt. Ergänzende Medikamente verringern zusätzlich die Darmaktivität.

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