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Die süße Zuckerkrankheit Diabetes birgt Lebensgefahr



Übergewicht ist ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2 (Illustration: Bomboland)
Übergewicht ist ein Risikofaktor für Diabetes Typ 2 (Illustration: Bomboland)

Keine Krankheit hat einen schöneren Namen: Diabetes Mellitus. Wörtlich übersetzt bedeutet die altgriechisch-lateinische Zusammensetzung „honigsüßer Durchfluss“. Doch was heißt es tatsächlich, an Diabetes erkrankt zu sein?

Wo Honig fließt, ist doch das Paradies, könnte man meinen. Aber weit gefehlt. Diabetes oder „Zucker“ ist eine Stoffwechselerkrankung, die sich immer weiter ausbreitet und zudem auch noch eine Reihe schwerer Folgeerkrankungen auslöst.

Diabetes – der Unterschied zwischen Typ-1 und Typ-2

An Diabetes Typ-1 sind in Deutschland etwa 300.000 Menschen erkrankt, die aufgrund genetischer Faktoren und / oder Umwelteinflüssen kein eigenes Insulin produzieren können. Die Ursachen sind zurzeit noch wenig bekannt – und werden weiter erforscht. Betroffene müssen regelmäßig ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren – und ihn mit Insulin regulieren.


Weitaus verbreiteter ist Diabetes Typ-2 mit einer Häufigkeit von 4,6 Millionen Fällen allein in Deutschland. Erkrankte können entweder nicht genügend Insulin produzieren oder leiden unter einer „Insulinresistenz“: Der Körper reagiert nicht mehr oder nicht ausreichend auf Insulin. Die Ursachen sind neben einer genetischen Veranlagung ungesunde Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel. Die Priorität in der Therapie liegt vor allem in der Veränderung des Lebensstils. Bei Bedarf wird die Erkrankung mit oralen Antidiabetika und zusätzlich mit Insulin behandelt.

Eine schlechte Nachricht: Menschen mit „Altersdiabetes“ werden immer jünger

Da Diabetes Typ-2 bei der Hälfte der Patienten erst im späteren Erwachsenenalter auftritt, nannte man sie früher häufig „Altersdiabetes“. Da inzwischen nicht nur viele jüngere Menschen, sondern auch 200 Kinder jährlich erkranken, entspricht diese Bezeichnung nicht mehr dem Stand der Wissenschaft. Zurückgeführt wird dies insbesondere auf die zunehmende Verbreitung von Übergewicht, Fettleibigkeit und Bewegungsmangel, gerade auch bei Kindern und Jugendlichen.


Die gute Nachricht: Sie können etwas tun!

Um sich auch vor den schweren Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenschäden, Impotenz, Parodontitis, Augenschäden oder dem „diabetischen Fußsyndrom“ zu schützen, ist eine weitreichende Veränderung des Lebensstils unumgänglich. Gerade die häufig auftretende Insulinresistenz lässt sich durch regelmäßige Bewegung und eine angemessene Ernährung herabsetzen, so dass zumindest in dem frühen Stadium der Erkrankung keine Medikamente benötigt werden.

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung weist darauf hin, dass sich die Entstehung eines Typ-2-Diabetes durch eine gesunde Lebensweise hinauszögern oder sogar ganz verhindern lässt und gibt folgende Empfehlungen:

  • Es besteht ein Zusammenhang zwischen Bauchfett und dem Risiko, an Diabetes zu erkranken. Achten Sie aus diesem Grund auf Ihr Körpergewicht und den Umfang Ihrer Taille.
  • Regelmäßige Bewegung ist wichtig! Sie können beispielsweise spazieren gehen oder mit dem Fahrrad fahren.
  • Lebensmittel mit Vollkornanteil sind zu bevorzugen – dies betrifft zum Beispiel Reis, Pasta, Müsli oder Brot.
  • Essen Sie lieber Geflügel oder Fisch und verzichten auf Fleisch von Rind, Schwein, Kalb oder Lamm.
  • Hören Sie auf zu rauchen – oder fangen Sie erst gar nicht damit an!

Vorsicht vor Lebensmitteln für Diabetiker

Seit Oktober 2012 dürfen neu produzierte Lebensmittel nicht mehr mit der Kennzeichnung „Für Diabetiker geeignet“ beworben werden. Hintergrund ist die irreführende Botschaft, dass diese Lebensmittel für Diabetiker unproblematisch sind, ohne Anrechnung verzehrt werden können und gesundheitliche Vorteile bieten. Zum Teil ist sogar das Gegenteil der Fall: Von dem übermäßigen Genuss von Fruchtzucker, der in den so genannten diätetischen Lebensmitteln zum Teil verstärkt enthalten ist, sollten sogar übergewichtige Menschen ohne Diabetes eher Abstand nehmen. Vorsicht ist insbesondere auch bei Getränken mit Zuckeraustauschstoffen wie Fructose geboten.

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