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Täuschung: Die neuen Informationen zu Lebensmitteln



Nach wie vor steht auf Lebensmitteln nicht wirklich drauf, was drin ist.
Nach wie vor steht auf Lebensmitteln nicht wirklich drauf, was drin ist.

Heute treten die meisten Regeln der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) in Kraft. Sie sollen Verbraucher und Verbraucherinnen schützen, sind aber stattdessen ein Erfolg für die Lebensmittelindustrie.

Es hat mehrere Jahre gedauert bis zum Beschlusss der Lebensmittelinformationsverordnung durch das Europäische Parlament im Sommer 2011. Es gilt mit dem heutigen 13. Dezember und lässt viele Kennzeichnungslücken, denn die Hersteller von Lebensmitteln haben strengere Gesetze verhindert. Dies hat zur Folge, dass Verbraucher und Verbraucherinnen nach wie vor getäuscht werden können.

Sieg der Lebensmittellobby

Der Gesetzentwurf der Europäischen Kommission sah für die Zutatenliste der Lebensmittel und alle anderen Pflichtangaben eine Schrift von mindestens 3 Millimetern Größe vor, so dass diese Informationen für Verbraucher ohne zu große Mühen lesbar sind. Die Lebensmittelindustrie konnte jedoch durchsetzen, dass die Schrift höchstens 1,2 Millimeter groß sein muss. 

Lebensmittelhersteller müssen nun zwar Angaben zu Fett-, Zucker- und Salzgehalt machen – es genügt jedoch, wenn diese sich auf der Packungsrückseite befinden, wo sie so von Verbrauchern nur schlecht gelesen werden können. Auf der Vorderseite der Packung reicht es aus, die Angaben auf winzige Portionsgrößen und Prozentwerte umzurechnen, die keinerlei Orientierung bieten. Eine Ampelregelung, wie sie zum Beispiel von Krankenkassen, Ärzten und Verbänden gefordert wird, wurde zwar diskutiert, war dem EU-Parlament aber letztendlich dann doch nicht wichtig.

15 Punkte für den Verbraucherschutz

Die Ampelregelung ist nicht die einzige Forderung, die hinsichtlich der Lebensmittelkennzeichnung schon seit Jahren unerfüllt bleibt. Aus diesem Grund ruft die Verbraucherorganisation Foodwatch weiterhin zur Beteiligung an einer E-Mail-Aktion auf. Darin wird die Bundesregierung zur Umsetzung eines 15-Punkte-Plans gebeten, der Verbraucher tatsächlich aufklärt und vor irreführenden Lebensmittelbeschriftungen schützt:

  1. Vorrang von Information vor Werbung
  2. Lesbare Mindestschriftgröße
  3. Realistische Produktabbildungen
  4. Verbindliche Mengenangaben für beworbene Zutaten
  5. Umfassende Herkunftskennzeichnung
  6. Klare Nähwertangaben
  7. Verständliche Aromen- und Zusatzstoff-Deklaration
  8. Transparenz über die Verwendung tierischer Zutaten und die Form der Tierhaltung
  9. Lückenlose Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere
  10. Transparenz über Herstellungsweise
  11. Kennzeichnung von herstellungsbedingten Alkoholgehalten
  12. Mindest-Füllmengen für Verpackungen
  13. Marketingverbot für unausgewogene Kinderprodukte
  14. Verbot von Gesundheitsversprechen
  15. Klage- und Informationsrechte für Verbraucherverbände ausweiten

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