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Teufelskreis: Tanorexie, Endorphine und Hautkrebs



Die genauen Zahlen der von Tanorexie Betroffenen sind unklar.
Die genauen Zahlen der von Tanorexie Betroffenen sind unklar.

Tanorexie beschreibt die Sucht nach Bräune. Auch die Ausschüttung von Endorphinen spielt bei der Abhängigkeit vermutlich eine große Rolle.

Seit einigen Jahren spielt der Begriff Tanorexie (Bräunungssucht) in deutschen Fachkreisen eine Rolle. Die Zusammensetzung aus dem englischen Verb to tan (bräunen) und Anorexie (Magersucht) meint das exzessive Verlangen, sich in der Sonne oder im Solarium zu bräunen. Letzteres ist der häufigere Fall. Ähnlich wie bei magersüchtigen Menschen leiden Tanorektiker an einem gestörten Selbstbild und sehen sich trotz bereits bestehender Tiefenbräune als blass im Spiegel. Betroffene gehen wöchentlich oder sogar täglich ins Solarium.

Überdosis UV-Strahlung: Hautalterung und Hautkrebs

Gerade jetzt im Winter kann ein übertriebener Solariengebrauch nicht nur den Geldbeutel strapazieren: Es drohen vorzeitige Hautalterung und Pigmentstörungen. Es besteht zudem ein erwiesener Zusammenhang zwischen UV-Strahlung und einer Erkrankung an Schwarzem Hautkrebs (Malignes Melanom).

In Deutschland erkranken jährlich rund 130.000 Menschen an Hautkrebs. Daher starteten 2013 die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) eine permanente Aufklärungsaktion über Hautkrebs durch Ultraviolette Strahlen. Je häufiger das Solarium aufgesucht wird, desto höher das Risiko. Aus Pigmentflecken kann durch UV-Licht Hautkrebs werden, daher sollten diese stets ein bis zweimal im Jahr von einem Hautarzt untersucht werden.

Mindestens ein Mal im Jahr ist die Krebsvorsorge Pflicht.Besonders gefährdet sind hellhäutige Menschen mit vielen Leberflecken.

Gerade junge Menschen sind Risikopatienten für Hautkrebs im Erwachsenenalter.

Da es sich bei Tanorexie-Betroffenen meist um Jugendliche handelt, ist der Besuch von Solarien für unter 18-Jährige seit einiger Zeit verboten.

 

Tanorexie: Sucht nach Anerkennung und Glückshormonen

Bei der Tanorexie handelt es sich, wie auch bei der Magersucht, um eine psychische Störung. Die meist jungen Menschen sind häufig sozial isoliert und unsicher. Ein attraktiver Teint ist für sie der Schlüssel zu Anerkennung.

Doch nicht nur die gestörte Wahrnehmung des äußeren Hautbildes ist der Grund für Tanorexie. Es wird vermutet, dass auch Glückshormone eine große Rolle spielen:

Durch das UV-Licht wird Vitamin D gebildet, welches für die Bildung der Endorphinen zuständig ist. Im Winter bekommen wir weniger Licht und leiden eher unter Müdigkeit und Stimmungsschwankungen. Tanorexie bedeute demnach auch eine Sucht nach Endorphinen.

Wie alle Suchtkranken, leiden auch Tanoretiker unter klassischen Entzugserscheinungen wie Nervosität, Schlafstörungen, Depressionen oder Zittern, wenn sie einen Gang ins Sonnenstudio auslassen.

Therapie der Bräunungssucht

Eine Suchtberatung allein reicht in den meisten Fällen nicht aus, um Tanorexie zu behandeln. Eine Psychotherapie, wie zum Beispiel eine Verhaltenstherapie, kann helfen, das schiefe Selbstbild ins Gleichgewicht zu bringen. Durch den Entzug kann es zu starken körperlichen Nebenwirkungen mit Depressionen kommen. Antidepressiva sind in schweren Fällen sinnvoll. Womöglich genügt auch ein sanfter Entzug mit Vitamin-D-Präparaten.

Gerade während der dunklen Monate leiden wir alle unter dem Lichtmangel und der unzureichenden Vitamin-D-Versorgung. Viele Menschen haben über die Sommermonate genügend Vitamin D speichern können. Falls nicht, ist eine zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten der Haut zuliebe dem Solarium vorzuziehen. Dennoch sollte zunächst vom Hausarzt untersucht werden, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt.

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