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Urlaubsmitbringsel Fußpilz?



Urlaubsmitbringsel Fußpilz?
Gar nicht lustig: Fußpilz

Fußpilz gehört nicht nur zu den häufigsten Hautpilzerkrankungen, sondern auch zu den zahlreichsten Infektionskrankheiten in Deutschland. Der unangenehme Begleiter hat besonders zur warmen Jahreszeit in Freibädern und Hotelzimmern Hochsaison. Richtiger Schutz und eine gründliche Behandlung sind der sicherste Weg, um den Pilz zu umgehen.

Schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung leidet an einer Fußpilzinfektion, davon mehr Männer als Frauen. 70 Prozent aller Deutschen sind mindestens einmal davon betroffen. Bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Sportler, Schwimmer, Bergleute und Chemiearbeiter leiden häufiger darunter. Nicht selten kann diese Erkrankung chronisch werden.

Fußpilz kann den ganzen Fuß betreffen

In 80 Prozent der Fälle tritt der Pilz zwischen den Zehen auf (interdigitale Form). Je nach Ausprägung können aber auch die Fußsohlen, Fußkanten oder der Fußrücken betroffen sein (Squamös-hyperkeratorische Form). In selteneren Fällen kann auch das Fußgewölbe in Mitleidenschaft gezogen werden (Versikulös-dyshidrotische Form). Bei der interdigitalen Form – auch Tinea pedis interdigitalis genannt – quillt die Haut zwischen den Zehen zunächst feucht auf und juckt bzw. brennt sehr stark. Wie auch bei den anderen Formen der Erkrankung kann es weiterhin zu schuppiger Haut, Bläschenbildung und schmerzhaften Hautrissen kommen, die ein noch tieferes Eindringen des Erregers ermöglicht. Charakteristisch ist auch der unangenehme Geruch.

Normalerweise kann unser Immunsystem mit den auslösenden Erregern, den Fadenpilzen, locker fertig werden. Doch wenn der Mensch ein geschwächtes Immunsystem hat, die Schutzbarrieren der Haut nicht richtig funktionieren oder die „Wartung und Pflege“ der Füße aufgrund verschiedener Bedingungen nicht eingehalten werden, kann es schneller als gedacht zu einer Infektion kommen.

Risikogruppen für Fußpilz

Eine Pilzinfektion der Füße wird meist durch Dermatophyten (Fadenpilze) verursacht, aber auch bestimmte Candida-Arten (Hefepilze) oder Schimmelpilze können Auslöser der Infektion sein. Ältere Menschen oder Patienten mit einem geschwächten Immunsystem wie Patienten in Chemotherapie oder Menschen mit Durchblutungsstörungen beziehungsweise einer familiären Disposition sind besonders gefährdet. Bei Diabetikern kann ein hartnäckiger Fußpilz Vorbote der später gestellten Diagnose „Zuckerkrankheit“ sein. Auch Fußfehlstellungen, zum Beispiel Hammerzehen, Senk-, Spreiz- und Plattfüße, können Druck- und Wundstellen an den Füßen begünstigen. In diesem Fall gelangen die Erreger durch kleinste Risse in die Haut und vermehren sich dort.

Fußpilzfreie Ferien

Viel häufiger wird der oberflächliche Fußpilz (Mykose) durch eine direkte oder indirekte Schmier- bzw. Kontaktinfektion übertragen. Entweder durch den direkten Hautkontakt mit infizierter Haut, wie es oft bei bestimmten Sportarten wie Kampfsport vorkommt. Der häufigere Infektionsweg ist indirekt durch den Hautkontakt mit kontaminierten Gegenständen. Infizierte Hautschüppchen werden insbesondere beim Barfußlaufen verteilt und können so übergeben werden. Da sich Pilze im nass-feuchten Klima besonders gut vermehren, sind Schwimmhallen, Freibäder, Gemeinschaftsduschen, Umkleidekabinen und Saunaanlagen besondere Brandherde. Aber auch in Textilien von Hotelzimmern, Ferienanlagen oder Campingplätzen können sich die Erreger tummeln. Oberste Regel in all diesen Einrichtungen lautet daher: keinesfalls barfuß gehen – auch nicht auf dem Teppich.

Fußpilz Vorbeugen ohne Aufwand

Gesunde Füße ohne FußpilzIn öffentlichen Einrichtungen stets mit Badelatschen, Flip-Flops oder Badeschuhen unterwegs zu sein, sollte zur Selbstverständlichkeit werden. Insbesondere wenn man zu den oben genannten Risikogruppen zählt.

Das Benutzen von fremden Nagelscheren, Badelatschen und Handtüchern ist ein No-Go.

Egal ob im Urlaub oder im heimischen Badezimmer: Ein gründliches Abtrocknen der Füße, besonders in den Zeh-Zwischenräumen, ist ein wichtiger Grundbaustein der Fußhygiene.

 

Die Wahl der Schuhe und der Socken ist ebenso von großer Bedeutung. Zu enge oder luftundurchlässige Schuhe, die die Durchblutung und Belüftung behindern, können Fußpilz begünstigen.

Insbesondere Menschen mit Schweißfüßen sollten auf Kunststoffschuhe und Synthetiksocken verzichten und auf Echtlederschuhe und Baumwollsocken setzen. Socken täglich wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen. Auch das Schuhwerk sollte mindestens alle zwei Tage ausgetauscht werden, damit die aufgenommene Feuchtigkeit trocknen kann.

Für die tägliche Reinigung der Füße besser nicht zu scharfe Seifen oder Sprays verwenden – insbesondere, wenn die Haut sehr dünn, trocken und rissig ist. Stattdessen eine rückfettende Waschlotion verwenden und im Anschluss mit viel Feuchtigkeit pflegen.

Für die Durchblutung sorgen Wechselbäder bzw. -duschen. Entspannende Fußbäder können eine Wohltat sein. Jedoch nicht zu lang, da sonst die Haut aufquillt und anfälliger für das Eindringen der Erreger ist.

Im Zentrum der Darm

Meist ist ein geschwächtes Immunsystem Ursache einer immer wiederkehrenden Infektion. Daher sollten unbedingt die Abwehrkräfte gestärkt werden. Der Darm spielt dabei eine wichtige Rolle. Somit ist eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise von besonderer Gewichtung.

Eine Übersäuerung des Körpers kann durch den Verzicht auf Fleisch, Milchprodukte, Back- und Teigwaren aus Weißmehl, Zucker, Kaffee, Alkohol und Nikotin verhindert werden. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente in Obst, Gemüse und Vollkornprodukten sowie ausreichend Wasser und Tee stärken die Darmgesundheit.

Fußpilz. Und nun?

Ein Pilz muss in jedem Fall behandelt werden, da er sich sonst immer weiter ausbreitet. Womöglich kann auch eine bakterielle Infektion, etwa eine Wundrose, entstehen.

Die klassische Schulmedizin behandelt Fußpilzinfektionen mit sogenannten Antimykotika in Form von Salben, Cremes, Sprays, Puder oder Tabletten zum Einnehmen. Diese Mittel sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Bei der ersten Infektion oder einer besonders hartnäckigen Erkrankung sollte jedoch zunächst ein Arzt zu Rate gezogen werden. Die Einnahmezeit der Medikamente von 3-4 Wochen muss unbedingt eingehalten werden, auch wenn die Symptome scheinbar abgeklungen sind. In den tieferen Hautschichten sind die Erreger noch enthalten und führen zu einem erneuten Aufflammen der Infektion. Nicht zuletzt kann die Infektion chronisch werden.

Hygiene ist während und nach der Pilzinfektion oberstes Gebot. Socken und Handtücher bei hohen Temperaturen über 60 Grad waschen. Schuhe müssen desinfiziert und mit speziellen Mitteln behandelt werden.

Hilfe aus der Natur gegen Fußpilz

Zahlreiche Mittel aus der Naturheilkunde lassen sich gut bei einer Fußpilzinfektion einsetzen. Ob diese jedoch allein wirksam sind, muss jeder Patient für sich selbst entscheiden und ausprobieren. In jedem Fall können diese Verfahren zur zusätzlichen Unterstützung angewandt werden bzw. bei den geringsten Anzeichen zur Vorbeugung herangezogen werden. Eine gute Alternative zu chemischen Wirkstoffen sind sie allemal.

 

  • Ätherische Öle aus Lavendel, Myrrhe, Minze und Teebaum wirken desinfizierend, antifungal und antiseptisch. Um eine Austrocknung der empfindlichen Haut zu vermeiden, können ein paar Tropfen mit einem hochwertigen Träger-Öl aus Sesam, Olive, Jojoba oder Mandel vermischt und die Füße damit massiert werden. Kokosöl wirkt nicht nur antifungal, sondern legt sich auch wie ein schützender Film auf die Haut und macht sie weich und geschmeidig.

  • Waschungen mit Apfelessig lindern den Juckreiz und die schmerzhafte Entzündung. Das Gleiche gilt für schwarzen Tee, Johanniskraut-Öl und Honig.

  • Ein Geheimtipp ist Grapefruitkernextrakt, da es besonders mild ist bei gleichzeitiger hoher Wirksamkeit.

  • Backpulver oder Speisenatron helfen gegen die Feuchtigkeit insbesondere zwischen den Zehen und stärken den Schutzmantel der Haut. Auch in Socken und Schuhen kann so die Feuchtigkeit absorbiert werden.

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