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Verborgene Gefahr: Auf Windpocken folgt Gürtelrose



Etwa 95 Prozent aller Menschen tragen das Gürtelrosen-Virus in sich.
Etwa 95 Prozent aller Menschen tragen das Gürtelrosen-Virus in sich.

Eine Gürtelrose können nur Menschen bekommen, die bereits Windpocken hatten. Betroffen sind vor allem Ältere und immunschwache Personen. Eine rechtzeitige Behandlung durch den Arzt ist dringend geboten.

Gürtelrosen werden durch das Herpesvirus Varizella-Zoster ausgelöst. Das ist das gleiche Virus, das für Windpocken verantwortlich ist. Jene durchleben bereits 94 Prozent der Bevölkerung vor dem elften Lebensjahr. Nach der Erkrankung mit Windpocken verbleibt das Virus in den Nervenbahnen (Ganglienzellen) und wird dort von unserem Immunsystem am Ausbrechen gehindert.

Reaktivierung der Windpocken-Viren durch Immunschwäche

Unter bestimmten Bedingungen können die inaktiven Varizella-Viren wieder aktiv werden und eine Gürtelrose auslösen: dies geschieht in erster Linie, wenn das Immunsystem geschwächt ist. Das kann verschiedene Gründe haben: Ein hohes Lebensalter, körperliche und psychische Überlastung (Stress), AIDS, Krebserkrankungen, Chemotherapie, bestimmte Medikamente (Immunsuppressiva), Infekte (z. B. Grippe) oder UV-Überbelastung wie Sonnenbrand.

Gürtelrose: Entzündung der Nervenbahnen

Eine Gürtelrose wird zunächst schwer als solche erkannt, da sie mit allgemeinen Krankheitszeichen wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Fieber beginnt (3 bis 5 Tage). Die typischen brennenden, juckenden oder stechenden Schmerzen folgen rasch:

Besonders ältere Menschen sollten sich gegen Gürtelrose impfen lassenDabei kann die Gürtelrose verschiedene Körperbereiche betreffen – jeder Fünfte ist am Kopf betroffen. Jedoch tritt sie bei über 50 Prozent aller Betroffenen am Rumpf auf. Das liegt daran, weil die Viren verborgen in den Nervenbahnen des Rückenmarks sitzen. Bei Ausbruch der Erkrankung wandern sie entlang der Nervenbahnen und lösen eine schmerzhafte Entzündung aus. Die betroffenen Hautareale sind am Rumpf gürtelförmig ausgeprägt und durch einen roten Ausschlag sichtbar. Daher der Name „Gürtelrose“.

Der schmerzhafte Ausschlag besteht aus stark juckenden roten Flecken und Bläschen, die eine infektiöse Flüssigkeit enthalten. Nach 3 bis 5 Tagen brechen die Bläschen auf, verkrusten und fallen nach 2 bis 3 Wochen ab.

Während der akuten Phase sind Bettruhe oder mindestens Schonhaltung geboten. Kälte ist zu vermeiden, ebenso wie parfümhaltige Cremes oder Seifen.

Bei Gürtelrose sofort zum Arzt

Je früher eine Gürtelrose behandelt wird, desto besser der Heilungsverlauf. Das ist wichtig, um Folgeschäden wie die postzosterische Neuralgie zu vermeiden. Dieses erneute Auftreten von Nervenschmerzen kommt bei 70 Prozent der älteren Patienten vor. Eine wirksame Therapie ist notwendig um eine chronische Schmerzentwicklung zu verhindern.

Auch Superinfektionen, Gesichtslähmungen, Blindheit oder Hirnentzündungen sind mögliche Folgeerkrankungen einer Gürtelrose. Besonders Zosterinfektionen am Kopf sind gefährdet.

Die Akutbehandlung beim Arzt erfolgt durch Virushemmer und Schmerzmittel. Ergänzende alternative Behandlungsmethoden wie Akupunktur, Elektrotherapie, Homöopathie sowie verschiedene Heilkräuter (z. B. Johanniskraut, Kamille etc.) lindern die Symptome einer Gürtelrose.

Fakten zur Gürtelrose

  • Gefährdet sind besonders ältere Frauen. 25 Prozent aller Menschen, die einmal die Windpocken hatten, erkranken an einer Gürtelrose. Das prozentuale Risiko an der Virusinfektion zu erkranken, entspricht dem Lebensalter

  • Nur wer bereits die Windpocken hatte, kann eine Gürtelrose bekommen

  • Es gibt keine genaue Inkubationszeit für die Gürtelrose. Auch die Dauer der Erkrankung ist individuell. Leider können Patienten mehrmals erkranken und sind solange ansteckend, bis die verkrusteten Bläschen abgefallen sind

  • Auch eine Gürtelrose ohne Ausschlag ist möglich: Zoster sine herpete (Gürtelrose ohne Herpes)

  • Die Ansteckung mit Windpocken erfolgt über eine Tröpfcheninfektion. Bei der Gürtelrose geht dies nur über den Kontakt mit der Bläschenflüssigkeit (Schmierinfektion)

  • Seit 2009 gibt es in Deutschland einen Impfstoff gegen die Gürtelrose. Er schützt jeweils für 48 Monate vor einer Infektion. Eine Grippeimpfung sollte erst nach 2 bis 3 Wochen nach einer erfolgreich therapierten Gürtelrose erfolgen, da das Immunsystem noch zu geschwächt ist und es sofort zum Ausbruch der Grippe kommen würde

  • Betroffene sollten unbedingt den Kontakt zu werdenden Müttern meiden. Falls diese im ersten Drittel der Schwangerschaft an Windpocken erkranken, kann dies zum Varizellen-Syndrom beim Kind führen. Das Neugeborene leidet dann unter Fehlbildungen der Gliedmaßen, des Gehirns, der Augen und der Haut

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