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Volksdroge Nr. 1: Die fiesesten Zuckerfallen



Die Droge Zucker versteckt sich vor allem in stark verarbeiteten Lebensmitteln.
Die Droge Zucker versteckt sich vor allem in stark verarbeiteten Lebensmitteln.

Die WHO schlägt bereits seit langem Alarm! Freier Zucker ist extrem gesundheitsschädlich. Doch wie viel Süßstoff enthalten unsere täglichen Lebensmittel überhaupt?

Bereits im März 2015 veröffentlichte die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) ihre neue Richtlinie zum Zuckerkonsum. Anstatt 50 Gramm Zucker pro Tag empfiehlt sie nur noch 25 Gramm. Das sind ca. 5 Teelöffel des weißen Dickmachers. Damit sagt die Organisation den globalen Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes und Herzinfarkt den Kampf an.

Jeder greift zur Droge Zucker

Das Tückische daran: Viele Menschen gehen nicht sensibel mit ihrem Zuckerkonsum um. Dies ist angesichts der zunehmenden Masse an Fertigprodukten und stark verarbeiteten Lebensmitteln jedoch unerlässlich. Freier Zucker versteckt sich nämlich oft genau dort, wo man ihn am wenigsten erwartet. Zudem tun viele Unternehmen ihr Bestes, um den meist horrend hohen Zuckeranteil in ihren Speisen geschickt zu kaschieren.

Egal ob in Junk-Drinks wie Cola und Orangenlimonade, in süßen Brotaufstrichen oder im Lieblings-Ketchup: Die Droge Zucker ist einfach omnipräsent. So stecken in einer kleinen Dose Energy-Drink bereits 22 Gramm Zucker. Laut WHO ist damit das Tagesmaß bereits voll.

Zuckerkonsum steigt rapide an

Der weiße Süßstoff hat sich in den letzten Jahrzehnten heimlich zur Volksdroge Nummer 1 entwickelt. Jeder Deutsche konsumiert im Schnitt 32 Kg Zucker pro Jahr. Das entspricht einer Tagesration von 88 Gramm, was über 300% mehr sind als die WHO veranschlagt. Noch vor wenigen Jahrzehnten soll die deutsche Bevölkerung durchschnittlich gerade mal 3 kg verzehrt haben (weniger als 10 Gramm täglich).

Versteckter Zucker in Lebensmitteln

Wer hätte gedacht, dass man mit jedem EL Ketchup auch einen TL der Droge Zucker isst? Schon nach 6 EL der Tomatenpampe ist laut WHO die Gesundheitsgrenze erreicht. Den meisten Zucker nehmen wir also völlig ahnungslos zu uns, da die Konzerne den Diabetes-Auslöser in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln verstecken. Der Grund: Zucker macht süchtig! Viele Experten setzen ihn deshalb auf eine Stufe mit Alkohol und Nikotin.

Ein anderes abschreckendes Beispiel: Kellogg's „Smacks“ bestehen zu 43% aus freiem Zucker. Die beliebten „Choco Krispies“ sind mit 35% auch sehr gut dabei. Da nützt es wenig, dass der Hersteller auf der Packung ausdrücklich mit „vielen Vitaminen, Calcium und Eisen wirbt.


Volksdroge Nr. 1: Zucker in Fruchtsäften

Wie viele Gläser Orangensaft können Sie am Tag trinken? Und wie viele Orangen können Sie auf einmal essen? Der Unterschied wird bei diesem Beispiel sehr deutlich. Denn: Bereits 100 ml frisch gepresster Orangensaft enthält ca. 9 Gramm der Droge Zucker. Bei einem Glas von 300 ml macht das satte 27 Gramm! Eine ganze Orange ohne Schale wiegt ca. 150 g, was einem Fruchtzuckergehalt von ca. 14 Gramm entspricht.

Deshalb ist frisches Obst von der WHO-Richtlinie ausgenommen. Für die meisten Menschen stellt es kein Problem dar, einen halben Liter Orangensaft (45 g Zucker) auf einmal zu trinken; 3 Orangen (42 g Zucker) hintereinander zu essen dagegen schon.

Der in den Früchten enthaltene Zucker weist zudem völlig andere Eigenschaften auf als raffinierter Einfachzucker. Fruchtzucker und Einfachzucker sind daher nicht miteinander zu vergleichen – was die Wirkung auf den menschlichen Körper anbelangt.

Zucker heißt nicht immer Zucker

Unternehmen wissen mittlerweile um den schlechten Ruf des Kristallzuckers. Deswegen versuchen Sie, das Süßungsmittel mittels verschiedener Decknamen unters gemeine Volk zu schmuggeln. Hier die beliebtesten Zucker-Synonyme:

  • Saccharose: Brauner Zucker, der aus Zuckerrübe, Zuckerpalme und Zuckerrohr gewonnen wird. Genauso ungesund, nur seltener gereinigt als der herkömmliche weiße Zucker.
  • Laktose: Anderes Wort für Milchzucker. Eine farblose Substanz mit süßem Geschmack, die aus Milch gewonnen wird.
  • Glucose: Gemeiner Traubenzucker. Auch unter dem Namen Dextrose oder Traubenzucker bekannt. Er wird durch die Spaltung von Stärke gewonnen (Stärkezucker).
  • Süßmolkenpulver: Lassen Sie sich nicht täuschen. Das Pulver ist ein Nebenprodukt der Käseherstellung und besteht zu ca. 70% aus Zucker.
  • Dicksaft: Konzentrierter Fruchtsaft, der aus Äpfeln, Birnen, Rüben, Agaven und anderen Früchten gewonnen wird. Nur geringfügig besser als einfacher Zucker, aber trotzdem in Übermaßen ungesund. Zuckeranteil: 80%.
  • Maltose: Anderes Wort für Malzzucker. Ein Abfallprodukt beim Bierbrauen.

Die fiesesten Zuckerfallen auf dem Markt

  • Löslicher Cappuccino

In Zukunft gilt: Kaffee lieber selbst machen. Eine Dose von 220 g des löslichen Kaffeepulvers enthält auf knapp 100 g Zucker (fast 50%). Damit wird ihr Morgen nicht nur schön süß, sondern auch schön ungesund.

  • Fruchtjoghurt

Was kann an einem Joghurt mit konservierten Früchten schon schlecht sein? Kaum einer sieht sich die Inhaltsstoffe genauer an. Denn manche Joghurts kommen auf stattliche 8 g Zucker pro 100 g.

  • Fertiger Rotkohl

Manchen schmeckt der eingelegte Kohl aus dem Glas ja. Was sie nicht wissen: Das große Glas mit 700 ml Inhalt enthält 77 g Zucker. Wer sich zu zweit also ein Gläschen zum Abendessen gönnt, hat bereits den von der WHO veranschlagten Richtwert deutlich überschritten.

  • Getrocknete Apfelringe

Heute gönnen wir uns mal etwas Gesundes“, spricht die Mutter und wirft eine Tüte Apfelringe in den Einkaufswagen. Dass sie damit ihren Sprösslingen nicht unbedingt einen Gefallen tut, erfährt sie vielleicht nie. Fest steht: 125 g Apfelringe enthalten fast 70 g Zucker. Eine gewaltige Zuckerbombe!

  • Rohe Fruchtriegel

Aus Bio-Läden nicht mehr wegzudenken sind rohe Superfood-Riegel. Ein hoher Omega3-Gehalt, viel Energie und natürliche Zutaten. Von der Menge an Zucker ist meist nicht die Rede! Zwischen 15 und 20 g Zucker pro Riegel sind ganz normal.

  • Fertig-Müsli

Wer sich das Müsli nicht selbst mischt, weiß oft nicht, was drinsteckt. Schnell verkommt der vermeintlich gesunde Start in den Tag zum Zuckerschock. Einige Müslimischungen protzen mit einem Zuckeranteil von 25%. Besser: Einzelne Packungen an Haferflocken, Amaranth, Hirse- oder Dinkelflocken im Laden kaufen und individuell zusammenstellen.

  • Smoothies aus dem Laden

Was für die Müslis gilt, trifft auch bei den leckeren Smoothies zu: Selber machen! In den fruchtigen Drinks, die man im Einzelhandel kaufen kann, steckt meist eine Menge Zucker. Mit 15% muss man rechnen, wenn man zum Kühlregal greift. Auf 250 ml macht das stolze 37 g Zucker. Laut WHO ein No-Go!

  • Die gute alte Milchschnitte

Wenn man der Werbung von Ferrero Glauben schenkt, sollte man seinen Kindern jeden Tag eine Milchschnitte verabreichen. Schließlich enthalten sie viel Milch und Milch ist ja gesund, nicht wahr? Was aber auf jeden Fall drin steckt: 30% der Droge Zucker! Das sind pro Stück respektable 28 g und damit mehr als die WHO empfiehlt.

  • Tiefkühl-Pizza

Was Zucker in einer italienischen Pizza zu suchen hat? Fragen Sie Wagner, Dr. Oetker und Co! Wer sich eine Pizza aus der Tiefkühltruhe gönnt, nimmt im Schnitt 20 g Zucker zu sich. Auf der Rückseite versteckt sich der Dickmacher unter den Namen Fruktose, Glukose und Saccharose.

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