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Warum es manchmal besser ist, ein Neinsager zu sein



Wie man lernt ein Neinsager zu werden...
Wie man lernt ein Neinsager zu werden...

Wer immer nur ja sagt, vergisst sich und lässt andere die eigenen Grenzen überschreiten. Stopp! Wie man lernt ein Neinsager zu werden, lesen Sie hier.

Ja und immer wieder ja. Viele haben es einfach nicht anders gelernt: Sie können nicht nein sagen. Zum Beispiel wenn es um die Aufgabenverteilung morgens im Büro geht. Oftmals haben diejenigen, die eh schon in Arbeit versinken, neue Tätigkeiten auferlegt bekommen, während die anderen, die ein überschaubares Pensum zu erledigen haben, davon kommen. Ungerecht, zu Recht! „Ob jemand in der Lage ist, auch mal nein zu sagen, ist in der Persönlichkeitsstruktur verankert“, erklärt der Münchner Psychiater Prof. Peter Falkai aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Zum Teil sei es in der Fähigkeit, Empathie zu empfinden, begründet.

Neinsager: Lernen mit Enttäuschungen umzugehen

„Nein sagen heißt immer andere enttäuschen“, so der Experte. Demjenigen, dem es wichtig ist, wie es seinem Gegenüber geht, dem fällt es schwerer, ein Neinsager zu sein. Derjenige, der sich weniger für die Belange des anderen interessiert, dem kommt ein Nein leichter über die Lippen. Deshalb ist die Unfähigkeit, nein zu sagen – sozusagen ein Jasager zu sein, nicht zwingend eine negative Charaktereigenschaft. Ganz im Gegenteil: Die Basis einer solidarischen Gemeinschaft ist letztlich Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, eben für den anderen einzuspringen und ihm einen Gefallen tun.

Ein Neinsager zu sein, soll gelernt sein

Doch alles hat seine Grenzen. Wer immerzu ja sagt, läuft Gefahr, permanent ausgenutzt zu werden. Laut dem Münchner Professor kann man es sich an einem einfachen Sinnbild deutlich machen: Man stelle sich einen Hocker mit drei Beinen vor. Jeweils ein Bein steht für verschiedene Bereiche: Job, Familie und Freunde sowie das eigene Ich. „Ist das Ich nur noch ein Stummel, kann der Stuhl nicht stehen.“ Die daraus resultierende Frage ist, wie man diesen Bereich – das Ich – wachsen lassen kann.

Dem Psychiater zufolge kann man es jedoch lernen, ein Neinsager zu werden. Das bedarf aber Übung und sollte in kleinen Alltagssituationen ausprobiert werden. Wenn der gute Freund bittet, ob man für ihn die Gartenarbeit übernehmen kann, lautet so eine mögliche Antwort: „Eigentlich ja, aber lass mich noch mal meinen Terminkalender checken.“ Es geht darum, sich Zeit zu verschaffen, um in Ruhe zu überlegen, ob man diesen Gefallen zeitlich schafft oder generell schaffen möchte. So lassen sich viele kleine Situationen trainieren, in denen man übt, Aufgaben abzulehnen. Und man wird schnell erkennen, dass einem bei einem Nein nicht der Kopf abgerissen wird. Viele nehmen es einem noch nicht einmal krumm.

Neinsager – privat und im Job

Der nächste Schritt ist es dann, das Neinsager-Gelernte auch im Job anzuwenden. Nämlich dem Kollegen mit einem entschiedenen Nein entgegen zu treten, wenn der sich um die Mehrarbeit drücken will. Und auch der Chef kann schon einmal ein Nein vertragen, wenn ein weiteres Projekt erledigt werden soll, für das man eigentlich keine zeitlichen Kapazitäten offen hat.

(ssc, dpa/tmn)

 

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