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Welt-Psoriasistag: Köbner-Phänomen betrifft ein Drittel der Patienten



In Deutschland leiden ca. 2 Millionen Menschen an Psoriasis
In Deutschland leiden ca. 2 Millionen Menschen an Psoriasis

Am 29. Oktober ist Welt-Psoriasistag. Das Köbner-Phänomen ist eine Erscheinungsform dieser Hautkrankheit, die auch als Schuppenflechte bekannt ist. Sie ist nicht heilbar, kann jedoch durch konsequente Behandlung zurückgedrängt werden.

Der Welt-Psoriasistag wurde erstmals am 2004 von der International Federation of Psoriasis Associations ausgerufen. Bei einer Psoriasis bzw. Schuppenflechte handelt es sich um eine nicht-ansteckende, entzündliche systemische Hauerkrankung. Sie kann den gesamten Körper befallen und äußert sich in stark schuppenden und juckenden Hautarealen. Weltweit leiden etwa 125 Millionen Menschen darunter.

Es ist nicht vollends geklärt, wie die Erkrankung entsteht, es wird jedoch von Vererbung und einer Autoimmunreaktion ausgegangen. Bei einer erblichen Disposition tritt Psoriasis gehäuft innerhalb einer Familie auf. Das fehlerhafte Immunsystem erkennt möglicherweise körpereigenes, gesundes Gewebe als fremd und greift es an. Psoriasis-Patienten leiden besonders häufig an dem sogenannten Köbener-Phänomen.

Das Köbner-Phänomen

Das Köbner-Phänomen wurde erstmals im Jahre 1872 von dem Dermatologen Heinrich Köbner dargestellt. Der Gründer der Universitäts-Hautklinik in Breslau beobachtete besonders bei Schneidern,Schustern und Schmieden nach Pferdebissen, Schnitten, Stichen und Co. ein Auftreten von Schuppenflechten an den mechanisch gereizten Hautstellen.

Das Köbner-Phänomen und Psoriasis

Das Phänomen ist eine Reaktion der Haut von Patienten mit Schuppenflechten. Gesunde Hautstellen werden einem Trauma ausgesetzt, woraus sich Läsionen wie Schuppenflechten entwickeln. Die Traumata können mechanischer (Kratzen, Bisse, Abschürfungen, Druck), thermischer (Verbrennungen, Verbrühungen, Sonnenbrand) oder chemischer (Allergie auf bestimmte Stoffe wie Waschmittel, Medikamente etc.) Art sein.

Solebäder helfen nachweislich.Das Köbner-Phänomen kann innerhalb weniger Minuten nach dem Reiz auftreten oder erst Monate später. Das Erscheinungsbild ist immer gleich. Daher wird die Krankheit auch „isomorpher Reizeffekt“ bzw. „isomorphische Reaktion“ genannt.

Zwar können mehrere Dermatosen, wie Ekzeme, Herpes oder Windpocken, das Köbner-Phänomen auslösen, doch gehören Psoriasis-Patienten zu den am meisten Betroffenen. Die Schübe treten vermehrt im Winter auf.

Kinder erkranken häufiger am isomorphen Reizeffekt, der die Psoriasis auf Dauer verschlimmert. Seltener tritt auch das umgekehrte Köbner-Phänomen auf, bei dem die Schuppenflechten nach einem Trauma verschwinden.

Vorbeugung des Köbner-Phänomens

Da diese Erscheinungsform der Psoriasis durch mechanische Reize ausgelöst wird, sind Vorsicht und Behutsamkeit die wichtigsten Maßnahmen. Verletzungen durch Job und Sport, Rasur, Kämmen, Sonnenbrand etc. sollten gemieden werden. Die Nägel sehr kurz halten, um nicht zu stark kratzen zu können. Letzteres geschieht oft unbewusst oder im Schlaf und verschlimmert die Symptome. Hypoallergenes Waschmittel und Hautpflegeprodukte sind äußerst wichtig, um die vorhandenen Schuppenflechten nicht zu verschlimmern. Eine gute Hautpflege verhindert das Austrocknen der Haut und somit den Zwang zu kratzen.

Psoriasis-Therapien

Eine Psoriasis, und somit auch das Köbner-Phänomen, ist nicht heilbar. Zur Minderung der Symptome stehen jedoch eine Reihe von Therapieformen zur Verfügung. Wichtig ist hierbei die konsequente Anwendung über einen langen Zeitraum. Zu den äußeren Behandlungen gehören zum Beispiel kortisonhaltige Salben, Urea-Cremes, Salizylsäure oder Sole-Bäder. Letzteres ist nicht verschreibungspflichtig und es genügt normales Meersalz im Badewasser.

Weitere Behandlungen sind die Einnahme von Medikamenten, Infusionen, UV-Bestrahlungen oder eine Fischtherapie mit Kangalfischen.

Manchmal besteht ein Zusammenhang zwischen Psoriasis und Zöliakie. In dem Fall kann eine glutenfreie Diät helfen.

Keinesfalls sollte der psychosoziale Aspekt außer Acht gelassen werden. Schuppenflechten verschlechtern sich oft durch negative psychische Einflüsse. Daher sollte Stress vermieden und ein positiver Umgang mit der Erkrankung gefördert werden.

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