• Überblick
    • HNO
    • Haut
    • Herz & Kreislauf
    • Muskulatur
    • Magen & Darm
    • Nervensystem
    • Diabetes
    • Rücken & Gelenke
    • Zähne
    • Atemwege
    • Allergien
    • Autoimmunerkrankungen
    • Schmerzen
    • Überblick
    • Schwangerschaft & Geburt
    • Frauengesundheit
    • Männergesundheit
    • Kindergesundheit
    • Sexualität
    • Überblick
    • Homöopathie
    • Heilpflanzen
    • Hausmittel
    • Therapien
    • Überblick
    • Pflege
    • Arzt & Medikamente
    • Erste Hilfe
    • Gesellschaftliches
    • Berufsbilder
    • Überblick
    • Psyche
    • Sport
    • Wellness
    • Ernährung
    • Sucht

Wildkräuter im Winter: Diese Heilpflanzen rebellieren gegen den Frost



Selbst im tiefsten Winter lassen sich noch essbare Wildkräuter sammeln.
Selbst im tiefsten Winter lassen sich noch essbare Wildkräuter sammeln.

Für Eichhörnchen, Vögel und Rohköstler beginnen jetzt die harten Wintermonate. Im Wald und auf den Feldern finden sich nur noch wenige essbare Wildkräuter, die dem Winter trotzen. Wir sagen Ihnen, was Sie selbst bei Frost noch essen können.

Wer im Winter noch frische Zutaten für seinen Wildkräuter-Smoothie sucht, irrt meist vergebens durch die deutschen Wälder. Doch nicht alle Wildkräuter beugen sich Mütterchen Frost. Einige sehr kälteresistente Sorten versorgen uns selbst bei eisigsten Temperaturen noch mit frischem Chlorophyll und immunisierenden Mineralstoffen. Doch wie bei allen Wildkräutern gilt auch hier: Vorsicht vor Verwechslungsgefahr! Bei Unsicherheit lieber stehen lassen als mitnehmen. Wir zeigen Ihnen, welche Wildkräuter im Winter gepflückt werden dürfen:

Geflecktes Lungenkraut im Winter sammeln

Geflecktes Lungenkraut

Das Gefleckte Lungenkraut macht seinem Namen wirklich alle Ehre. Schon von weitem erkennt man das Wildkraut an seinen herzförmigen Grundblättern mit weißen Flecken, die sich angenehm flauschig in der Hand anfühlen.

Seit dem Mittelalter wird das winterfeste Wildkraut gegen Lungenleiden verwendet. Es wirkt hustenreiz- und entzündungshemmend. Das Raublattgewächs fühlt sich vor allem in krautreichen Laub- und Buchenwäldern wohl.

Winterharte Silberblättrige Taubnessel

Silberblättrige Taubnessel

Auf nährstoffreichen Lehmböden und an halbschattigen Plätzen findet sich diese bemerkenswerte Taubnesselart. Unter Rohköstlern und Wildkräuterexperten schätzt man das winterfeste Wildkraut auf Grund seines besonderen Geschmacks, der entfernt an Champignons erinnert. Die Blätter lassen sich großzügig sowohl im Salat als auch als Zutat für einen leckeren grünen Smoothie verwenden.

Man erkennt die silberblättrige Taubnessel an der weiß-silbernen Färbung auf der Blattoberseite – auch Ornament genannt. Der Stängel des winterfesten Wildkrauts ist auffallend vierkantig.

Dauergrüne Brombeere

Brombeere

Die Brombeere ist der absolute Klassiker in jedem wilden Schrebergarten. Obwohl das Rosengewächs im Winter keine leckeren Beeren mehr spendet, lassen sich trotzdem die kräftigen dunklen Blätter der Brombeere noch essen. Sie findet sich im Unterholz fast jeden Waldes und an dessen Rändern.

Wer die Pflanze nicht kennt: Die Blätter sind 3-, 5- oder 7-fach gefiedert und haben eine etwas eiförmige Grundform mit einer sehr ausgeprägten Spitze. Der Blattrand ist gezähnt. Sowohl beim Pflücken als auch beim Verzehren der Blätter ist jedoch höchste Vorsicht geboten: Die Brombeere besitzt extrem gemeine Stacheln, um ungeladene Besucher und hungrige Gäste zu vertreiben.

Ein kleiner Tipp: Der erste Frost bricht die Zellstruktur der Blätter auf, wodurch sich das Grün besser verzehren lässt.

Wildkräuter im Winter: Nelkenwurz

Früher als Heil- und Gewürzpflanze geachtet, kennt heute kaum noch jemand dieses wertvolle Wildkraut. Dabei wächst es fast überall in großen Mengen: in lichten Wäldern, an Mauern oder pflückbereit am Wegesrand. Früher wurde die Nelkenwurz gar gezielt kultiviert und breitflächig in Gärten angebaut.

Seinen Namen hat das winterfeste Wildkraut von seiner Wurzel, die leicht nach Nelke riecht und schmeckt. Man verwendet die Pflanze bei Schmerzen im Mundbereich und bei Verdauungsstörungen.

Da die Nelkenwurz in seiner Erscheinungsform sehr unterschiedlich ist, fällt es Wildkräuter-Anfängern nicht immer leicht, diesen winterfesten Leckerbissen auf Anhieb zu erkennen. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass die Pflanze in Bodennähe eine Blattrosette bildet, aus welcher dann im Frühjahr eine Pflanze wächst. Diese kann zwischen 30 cm und einem Meter hoch werden!

Die Blätter der Nelkenwurz sind grob gesägt und gefiedert. Wenn das winterfeste Wildkraut noch jung ist, haben die Blätter eine andere Form als die ihrer älteren Artgenossen. Mit zunehmender Zeit verwandeln sich die eher runden Blätter des Gewürzkrauts in dreigliedrige, eiförmige Blätter. Zudem sind die Stängel oben hin wechselseitig mit kleineren Blättchen bestückt.

Alleskönner Gundermann

Gundermann

Der Gundermann gehört wahrlich zur Grundausstattung eines jeden Wildkräuter-Fans. Und das Beste: Der Lippenblütler wächst sogar im Winter weiter! Wie viele Wildkräuter im Winter findet man ihn in vor allem in nährstoffreichen Wäldern, Wiesen und naturbelassenen Gärten. Die wintergrüne Pflanze schlängelt sich sanft über den Boden und bildet wie die Erdbeere lange, zusammengehörige Ausläufer.

Neben seinen hervorragenden Eigenschaften als Bodendecker verwendet man den winterfesten Gundermann auch in der Hausapotheke. Er wirkt schleimlösend, entzündungshemmend und stoffwechselfördernd. Die Blätter des Gundermanns sind herz- bis nierenförmig und haben einen eingekerbten Rand mit schönen Rundungen. Reibt man sie zwischen den Fingern, entfaltet sich sofort ihr herb-würziger Duft.

Winterfestes Gänseblümchen

Gänseblümchen

Wie alle Wildkräuter im Winter bildet das Gänseblümchen zwar keine Blüten; die Blätter des Korbblütlers lassen sich allerdings trotzdem verzehren. Da es wirklich auf jedem Acker wächst, kennt das Gänseblümchen wahrscheinlich jedes Kind. Und das ist auch gut so!

Das Gänseblümchen bildet eine relativ dichte Blattrosette, aus der im Frühling die Blattstiele wachsen. Im Winter finden sich jedoch nur die spatenförmigen Blätter, deren fein-saurer Geschmack wahrhaft jeden Salat bereichern. Die Blätter sind am Ansatz eher stielartig, werden zur Mitte jedoch immer breiter. Deshalb unterscheidet man die Blätter des Gänseblümchens in Blattstiel und Blattspreite.

Ein Tee aus den Blättern des Gänseblümchens soll den Appetit anregen und den Stoffwechsel fördern. Außerdem wirkt es krampflindernd und hilft – äußerlich angewandt – bei Hautausschlägen sowie hartnäckigen Wunden.

Weitere themen

  • Körper
  • Mensch
  • Alternativmedizin
  • Versorgung
  • Leben
  • Mode
  • Schönheit
  • Genuss
  • Reisen
  • Technik
  • Bauen
  • Einrichten
  • Umzug
  • Garten
  • Mobilität
  • Recht
  • Geld
  • Behörden
  • Versicherungen
  • Steuern
  • Lebensweg
  • Freizeit
  • Arbeit
  • Bildung
  • Soziales
TOP SUCHBEGRIFFE