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Zahnarztphobie: So einfach überwinden Sie die Angst



Selbst gute Pflege der Zähne ersetzt den Gang zum Zahnarzt nicht. (Illustration: Lobulo)
Selbst gute Pflege der Zähne ersetzt den Gang zum Zahnarzt nicht. (Illustration: Lobulo)

Bei den wenigsten ein Grund für überschwängliche Vorfreude: Der nächste Zahnarzttermin. Für einige jedoch die Horrorvorstellung schlechthin. Kann man da was machen?

Zwischen 60% und 80% aller Deutschen verspüren ein Angstgefühl vor dem Zahnarztbesuch. Bis zu 20% gelten als hoch ängstlich und bei 5% ist es so schlimm, dass eine zahnärztliche Behandlung komplett vermieden wird. Doch es gibt Hoffnung.

Der Mund – eine der empfindlichsten Körperregionen

Die Mundregion ist besonders empfindlich für Sinnesreize. Zudem ist dieser Bereich auch eine der intimsten Zonen des menschlichen Körpers. Kaum jemand lässt sich von jemand anderem gern freiwillig in den Mund schauen oder gar fassen. So seltsam ist das Unwohlsein, das viele Patienten und Patientinnen verspüren, also nicht.

Angst vor der Zahnbehandlung – woher kommt sie?

Hans-Peter Jöhren und Jutta Margraf-Stiksrud erläutern in einer wissenschaftlichen Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Zahn, Mund- und Kieferheilkunde, dass bei der Entstehung von Zahnbehandlungsangst zumeist mehrere Faktoren zusammenkommen:
  • traumatische Erlebnisse während der Zahnbehandlung
  • die Unsicherheit und damit verbundene Erwartung von Schmerzen
  • Modell-Lernen aus Erzählungen z. B. bereits bestehende Angst in der Familie
  • der drohende Verlust der Selbstkontrolle mit dem Gefühl, ausgeliefert zu sein
  • eine grundsätzlich ängstliche Veranlagung


Eine Therapie hilft bei Zahnarztphobie!

Dr. Gudrun Sartory, Professorin für Klinische Psychologie an der Bergischen Universität Wuppertal, berichtet auf Spiegel Online von einer Studie, in der die Wirksamkeit von Therapieverfahren bei 130 Probanden mit Dentalphobie untersucht wurde. Zur Wahl standen zwei Hypnoseverfahren, Vollnarkose und eine kognitive Verhaltenstherapie. „Beide Hypnoseformen linderten zwar die Ängste, doch weniger als die Hälfte der Patienten, die sich für diese Therapie entschieden hatten, erschienen auch zum zweiten Zahnarzttermin.“ Erfolgreicher waren Patienten, die sich entweder für die Verhaltenstherapie oder die Vollnarkose entschieden hatten. Die Vollnarkose half allerdings nicht gegen die Angst, die Patienten behielten ihre Phobie. Deutlich nachhaltiger war das Resultat der Verhaltenstherapie: Schon nach zwei Sitzungen einer Verhaltens­therapie erfüllten „nur noch 35 Prozent der Probanden die Kriterien einer Zahnbehandlungsphobie“, so Sartory.

Schwedische und norwegische Psychologen wiesen im Jahr 2008 nach, dass sogar eine einzige Therapiesitzung helfen kann, den eigenen Ängsten wirkungsvoll zu begegnen. Entsprechend lautet die Empfehlung von Gudrun Sartory: „Wer die Angst vorm Bohrer besiegen möchte, sollte sich ihr also mit Hilfe eines Therapeuten stellen."

Brauche ich eine Therapie gegen die Angst?

Wer die Angst vorm Zahnarzt verlieren will, sollte sich ihr mit Hilfe eines Therapeuten stellen.Auf der Internetseite der Zahnklinik Bochum, die auch eine spezielle Angsttherapie anbietet, können Sie mit Hilfe eines „Angstfragebogens“ online testen, in welchem Umfang Sie betroffen sind. Vielleicht ist es weniger schlimm, als Sie dachten? Trotzdem ist es natürlich hilfreich, gezielt nach Zahnmedizinern an Ihrem Wohnort Ausschau zu halten, die sich auf Angstpatienten spezialisiert haben. Davon gibt es mittlerweile immer mehr.

Fragen Sie doch einmal in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, wer damit bereits Erfahrung gemacht hat!

Ganz wichtig: Reden Sie mit Ihrem Zahnarzt über Ihre Angst, am besten bereits bei der Terminvergabe, damit von vornherein mehr Zeit für die Behandlung eingeplant werden kann. Wenn der Zahnarzt sich die Zeit nimmt, Ihnen jeden Behandlungsschritt genau zu erklären und Sie bereits auf mögliche Unannehmlichkeiten vorbereitet sind, verschwindet ein Teil der Angst von ganz allein.

Mehr Ratgeber-Infos zum Thema "Zähne" finden Sie auch im neuen TB GUIDE Gesundheit & Medizin für Berlin. Kostenlos erhältlich in mehr als 300 Apotheken - oder bequem bestellen unter 0800/386 334 36.

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