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Zöliakie bleibt oft unentdeckt



Laut Schätzungen leidet einer von 300 Deutschen unter Zöliakie.
Laut Schätzungen leidet einer von 300 Deutschen unter Zöliakie.

Zöliakie bedarf einer lebenslangen, glutenfreien Diät. Viele Betroffene bleiben unentdeckt. Eine Nicht-Behandlung kann jedoch andere Erkrankungen nach sich ziehen. Die DGVS hat eine neue Leitlinie zur Diagnostik für Ärzte entworfen.

Bei der angeborenen Autoimmunerkrankung Zöliakie handelt es sich um eine Glutenunverträglichkeit. Schätzungsweise leiden 4 von 1000 Menschen in Deutschland darunter.

Das Klebereiweiß Gluten kommt in Samen einiger Getreidearten vor. Die Betroffenen reagieren auf glutenhaltige Lebensmittel mit einer Entzündung der Darmschleimhaut. Verdauungsstörungen wie Bauchschmerzen und Durchfall sind die Folge. Weiterhin können Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen und Migräne auftreten.

Phantomerkrankung Zöliakie

Die genauen Zahlen der Erkrankten sind unklar, da Zöliakie bei vielen Menschen unerkannt bleibt. Grund dafür ist das Ausbleiben jeglicher Symptome oder auch sehr stark ausgeprägte Anzeichen in bestimmte Richtungen, die somit nicht auf Zöliakie hinweisen. Zudem herrschen noch immer ein paar verbreitete Irrtümer über die Erkrankung, welche die Diagnose und Behandlung erschweren.

Aus diesem Grund hat die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten e.V. (DGVS) die neue S2-Leitlinie „Zöliakie“ entwickelt: „Unser Anliegen ist es, Ärzte darin zu trainieren, Zöliakie in ihren verschiedensten Erscheinungsformen zu identifizieren“, erklärt Professor Dr.med. Andreas Stallmach, DGVS-Experte und Leiter der Klinik für Innere Medizin am Universitätsklinikum Jena.

Irrtümer der Zöliakie

Weizenprodukte sind tabu.Die Fehlannahme, dass Zöliakie eine Erkrankung des Kindesalters sei, ist weit verbreitet. Tatsächlich tritt die Krankheit bei Frauen vorwiegend zwischen 40 und 45 Jahren auf. Männer sind eher im Alter von 10 bis 15 oder von 35 bis 40 betroffen. Dennoch sollte jedem Verdacht nachgegangen werden, da Zöliakie in jeder Altersklasse auftreten kann und das in sehr vielen Erscheinungsformen. Sie wird daher auch das „Chamäleon der Gastroenterologie“ genannt, so Stallmach.
 

Auch wenn die Symptome gering oder gar nicht vorhanden sind: Zöliakie ist eine lebenslange, unheilbare Krankheit und muss so behandelt werden. Dazu gehört in erster Linie eine glutenfreie Diät. Der Verzicht auf Weizen, Dinkel, Gerste und Roggen in Brot, Nudeln oder Bier ist in jedem Fall notwendig. Einige Patienten, die scheinbar unter keinen Symptomen leiden, merken erst durch das Weglassen von Gluten, dass sie Zöliakie haben, da es ihnen ohne Gluten plötzlich besser geht.

Begleiterkrankungen der Zöliakie

Tritt Zöliakie bereits in der Familie auf, gehören diese Menschen zu den Risikopatienten und sollten dringend einen Test machen, auch wenn sie keine Symptome haben. Zudem gibt es eine Reihe von anderen Erkrankungen, die mit Zöliakie im Zusammenhang stehen können. Dazu gehören Diabetes, Schilddrüsenentzündungen, Leberwerterhöhungen, rheumatische Beschwerden, Migräne, Depression, Blutarmut sowie Osteoporose. Selbst bestimmte Hautkrankheiten wie „Dermatitis herpetiformis Duhring“ sind denkbar.

Eine unbehandelte Zöliakie geht fast immer mit einem Mangel an Vitaminen, Spurenelementen sowie Blutarmut einher. Dies kann bei Kindern negative Auswirkungen auf Wachstum und Knochen haben. Bei Erwachsenen kann es zur Entwicklung weiterer Autoimmunerkrankungen kommen oder auch zu Tumoren im Dünndarm.

Beim geringsten Verdacht ist der Gang zum Arzt äußerst wichtig. Es ist denkbar, dass es sich bei entsprechenden Symptomen auch um eine ähnliche Erkrankung wie eine Weizenallergie oder Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität handelt.

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