Menstruationstasse statt Tampons und Binden



Auch die Geschichte der Menstruationstasse ist eine Geschichte voller Missverständnisse.
Auch die Geschichte der Menstruationstasse ist eine Geschichte voller Missverständnisse.

Menstruationstassen sind in Deutschland nicht sehr bekannt. Dabei sind sie praktisch und haben darüber hinaus noch mehr Vorteile.

Die Regale mit sogenannten Hygienartikeln für Frauen nehmen in den Drogerien mittlerweile sehr viel Platz ein. Binden gibt es mit und ohne Flügel, für den Tag oder die Nacht, mit und ohne Duft, dick oder dünn und in all diesen Varianten von verschiedenen Herstellern.

Ähnlich verhält es sich bei Tampons: mehrere Größen, unterschiedliche Beschaffenheiten, mit und ohne Einführhilfe. Es gibt sogar welche in probiotischer Form, die angeblich den Milchsäurehaushalt der Vaginalflora in Ordnung bringen und Infektionen vorbeugen sollen - ein Nutzen, der unter anderem von der Stiftung Warentest angezweifelt wird. Zumal bei Infektionen ohnehin auf Tampons verzichtet werden sollte.

All diese Produkte sind zur einmaligen Verwendung gedacht und gelangen anschließend in den Müll beziehungsweise ins Abwasser. Sie sind eine Belastung für die Umwelt und kosten die Verbraucherin im Laufe der Jahre sehr viel Geld. Eine günstige, umweltfreundliche und praktische Alternative ist die Menstruationstasse.

Einfach anzuwenden

Obwohl es so klingt, als sei die Menstruationstasse ein störrisches Gefäß, lässt sie sich leicht zusammendrücken, denn sie ist aus Silikon und manchmal aus Latex. 

Es gibt die Menstruationstasse in vielen Varianten, doch das Prinzip ist immer gleich: sie wird zusammengefaltet und auf ähnliche Weise wie ein Tampon in die Vagina eingeführt.

Dank eines durch Drehung erzeugten Vakuums ist sie dort sicher platziert und kann bis zu 12 Stunden im Körper bleiben, um Flüssigkeit aufzufangen. Das Vakuum kann mit einem Griff aufgehoben und die Menstruationstasse - nach kurzem Üben - problemlos wieder entfernt werden. Dann wird sie unter fließendem Wasser ausgespült und ist sofort wieder einsetzbar.

Die Menstruationskappe kann bis zum Ende der Regelblutung auf diese Weise verwendet werden. Vor Beginn der nächsten Menstruation muss man sie aber auf jeden Fall in heißem Wasser auskochen, um bakterielle Infektionen auszuschließen.

Vorteile der Menstruationskappe

  • Freiheit
    Im Gegensatz zu Tampons oder Binden muss die Menstruationstasse nicht so häufig gewechselt werden und kann bis zu 12 Stunden im Körper bleiben.
     

  • Günstig
    Die Kappe kostet um die zwanzig Euro und es gibt auch günstigere Modelle. Sie kann über viele Jahre hinweg verwendet werden, in denen keine Ausgaben mehr für Tampons oder Binden anfallen.
     

  • Besser für die Vaginalflora
    Tampons trocknen die Vagina aus und fördern Infektionen durch Bakterien und Pilze. Da die Tasse die Menstruationsflüssigkeit nur auffängt und nicht aufsaugt, ist die Vaginalflora besser geschützt.
     

  • Kennenlernen des Körpers
    Bei der Verwendung von Tampons und Binden bekommt man kein Gespür dafür, wie viel Menstruationsflüssigkeit der Körper tatsächlich wann abgibt. Meist es nämlich viel weniger als angenommen. 
     

Eine sehr detaillierte Übersicht der verschiedenen Menstruationstassen hilft dabei, sich für eine zu entscheiden. Zu den bekannteren Marken gehören sicherlich DivaCup, RubyCup, Lunette und Meluna, auf deren Webseiten viele weitere Informationen zu Beschaffenheit und Anwendung der Kappen zu finden sind.

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