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Automythen – Wahrheit oder Lüge?



Strumpfhose als Keilriemen: Sind Automythen Wahheit oder Lüge?
Strumpfhose als Keilriemen: Sind Automythen Wahheit oder Lüge?

Eine Strumpfhose als Keilriemen? Automythen halten sich so hartnäckig wie Taubendreck auf der Heckscheibe. Wenn man sich die Behauptungen etwas näher anschaut, bleibt aber meist mehr Wunsch als Wahrheit übrig.

Sonderbares gibt es überall – da ist das Auto keine Ausnahme. Seit Jahrzehnten halten sich die ausgefallensten Geschichten über und um das Gefährt auf vier Rädern. „Ein Teil der Mythen stammt noch aus Großvaters Zeiten. Sie wurden von den älteren Generationen mündlich weitergegeben und werden heute zum Teil noch lebendig gehalten“, sagt Ulrich Köster vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK). Wie ist das nun mit den Automythen – Wahrheit oder Lüge? Wir haben etwas genauer hingeschaut…

Automythen – Wahrheit oder Lüge:

„Die Fahrzeugtechnik hat sich stark entwickelt, und die alten Geschichten stimmen einfach nicht mehr.“ erklärt Jürgen Bente vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Neue Legenden werden immer seltener, da der PKW schon lange nicht mehr denselben Stellenwert hat wie vor 30 Jahren. In Deutschland sind fast 46 Millionen Autos gemeldet – wenn etwas so alltäglich und nicht mehr außergewöhnlich ist, entstehen nicht besonders viele neue Geschichten darüber. Also gilt es herauszufinden, ob denn wenigstens an den alten Automythen etwas Wahres dran ist.

Automythen – Wahrheit oder Lüge: Von Kaffee und Strumpfhosen

Die Übermüdung: das Mittelchen wie zum Beispiel Kaffee und Energiedrinks Autofahrer konstant wach halten „…ist Quatsch! Koffein erhöht die Aufmerksamkeit nur für einen kurzen Zeitraum. Eine halbe Stunde nach dem Einnehmen für etwa zwei Stunden», sagt ein ADAC-Sprecher bei der Frage nach den gängigsten Automythen.

Das Warmfahren: Immer wieder heißt es, ein Motor muss mindestens zehn Kilometer warm gefahren werden. Das ist nicht ganz unkorrekt, es kommt allerdings auf die Größe des Motors und die Verbrennungsart an. Großvolumige Dieselfahrzeuge brauchen mehr Zeit als kleine Benziner. Entscheidend ist hier nicht die Temperatur des Wassers, sondern die des Öls.

Die Damenstrumpfhose: Ist der Keilriemen gerissen, muss die Gattin nur ihre Feinstrumpfhose opfern und schon kann die Fahrt weitergehen. Beim VW Käfer hat es tatsächlich noch funktioniert, im Notfall eine Strumpfhose als Keilriemen zu verwenden - nicht jedoch bei modernen Fahrzeugen. Heutige Modelle besitzen viele Zusatzaggregate und das Keilriemensystem ist viel zu weitverzweigt.

Automythen – Wahrheit oder Lüge: Von Kaugummi und Gucklöchern

Der Kaugummi: Eine weitere Legende ist, dass man einen Kühlwasserschlauch mit einem Kaugummi reparieren kann. Das stimmt nicht! Weil im Kühlkreislauf ein zu hoher Druck herrscht, kann das gar nicht funktionieren. Der Kaugummi würde schlicht abfallen.

Die Hauptuntersuchung: Der Stichtag für die Hauptuntersuchung (HU) war eigentlich vor zwei Monaten. Aber man darf den Termin ruhig zwei Monate überziehen. Falsch! Bereits nach zwei Monaten sind erste Strafen fällig. Fällt die Überziehung zum Beispiel bei einer Polizeikontrolle auf, wird ein Bußgeld fällig - ab zwei Monaten werden schon 15 Euro fällig. Die Prüforganisation selbst verlangt kein Bußgeld, allerdings ist sie verpflichtet, ab einem Verzug von zwei Monaten eine "erweiterte HU" (auch Ergänzungsuntersuchung genannt) durchzuführen, die etwa 20 Prozent teurer ist als die normale HU.

Der Auffahrunfall: Wer auffährt, hat Schuld. Wahrheit oder Lüge? Dieser Mythus stimmt nicht! Je nach Fahrverhalten, trifft den Vorausfahrenden zumindest eine Teilschuld.

Das Guckloch: Jeden Winter dasselbe Problem: Schnee bedeckt das Auto und die Scheiben darunter sind vereist. Egal – ein kleines Guckloch muss reichen. Falsch! Es müssen nicht nur alle Scheiben komplett frei sein; das ganze Auto muss auch schneefrei sein. Das gilt also auch für das Dach, die Kennzeichen, die Scheinwerfer und die Leuchten.

Automythen – Wahrheit oder Lüge: Von Supermärkten und Bergen

Der Supermarkt-Parkplatz: Eine der hartnäckigsten Automythen ist die Behauptung, dass auf Kundenparkplätzen, wie zum Beispiel bei Supermärkten, immer die StVO gilt. Das ist falsch! Das StVO-Schild hat keine rechtliche Bedeutung. Denn die Straßenverkehrsordnung bezieht sich grundsätzlich nur auf öffentliche Straßen, nicht jedoch auf private Grundstücke. Auch wenn es einigen schwerfällt - auf Parkplätzen gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Das Automatikgetriebe: Auch vor den Getrieben machen Automythen nicht halt. Immer noch heißt es, Automatikautos verbrauchen automatisch mehr. Das ist so nicht richtig! Zwar wiegen Automatikgetriebe meist mehr als manuelle Getriebe. Der Mehrverbrauch wird aber durch mehr Gänge und eine niedrige Übersetzung kompensiert. Doppelkupplungsgetriebe, die sich wie Automatikgetriebe fahren lassen, verbrauchen in der Regel weniger als manuelle Getriebe.

Das Bergabfahren: Es heißt, man könne Spritsparen, indem man bei einer Bergabfahrt einfach den Motor ausmacht. Das stimmt! Man sollte es aber trotz allem tunlichst vermeiden, denn mit abgeschaltetem Motor sind einige Zusatzaggregate, wie zum Beispiel der Bremskraftverstärker oder die Servolenkung, nicht mehr betriebsbereit.

(nr, dpa/tmn)

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