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Checkliste Unfallort: Wie verhalte ich mich richtig?



Ersthelfer am Unfallort: da muss schnell und korrekt Hilfe geleistet werden. Aber was genau darf und soll man machen?
Ersthelfer am Unfallort: da muss schnell und korrekt Hilfe geleistet werden. Aber was genau darf und soll man machen?

Ein Unfall erfordert eine schnelle Hilfestellung, denn rasches Handeln kann Leben retten. Ob das Absichern der Unfallstelle oder Erste Hilfe Maßnahmen bei verletzten – Jeder kann gefordert sein, im Notfall zum Ersthelfer zu werden.

In Deutschland passieren jedes Jahr weit über vier Millionen Unfälle. Wird man Zeuge einer ungesicherten Unfallstelle, gilt als aller erstes: Anhalten! „Dazu bin ich auch verpflichtet“, Stefan Osche vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Ich mache mich ansonsten wegen unterlassener Hilfeleistung strafbar.“

Checkliste Unfallort: Unterlassene Hilfeleistung

Sollte die Unfallstelle jedoch Ihr eigenes Leben gefährden, etwa bei einem brennenden Fahrzeug, ist man von dieser Pflicht entbunden. „Eigenschutz geht immer vor“, sagt Osche. „Man sollte sich nicht selbst in Gefahr bringen.“

 „Zumutbar ist jedoch immer, dass Rettungsdienst und Polizei informiert werden“, sagt Rechtsanwalt Jens Dötsch von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV). Wer dies nicht tut, kann letztendlich doch wegen unterlassener Hilfeleistung strafrechtlich geahndet werden. In diesem Fall drohen Geldstrafen, Punkte, Fahrverbot und schlimmstenfalls eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Checkliste Unfallort: Dreisatz

Bevor die eigentliche Erste Hilfe geleistet wird, müssen drei Vorstufen bedacht und unbedingt eingehalten werden. Der Ersthelfer sollte sich an sogenannten Dreisatz halten:

  • Unfallstelle sichern
  • Überblick verschaffen
  • Notruf absetzen

Checkliste Unfallort: Unfallstelle sichern

Die Warnweste anzuziehen und das Warndreieck aufzustellen, sind die ersten Maßnahmen zur Sicherung einer Unfallstelle. Gibt es mehrere Helfer am Unfallort, können die Aufgaben untereinander aufgeteilt werden. „Dabei den Menschen konkret sagen, was sie machen sollen. Denn viele sind in solchen Situationen unsicher“, so Osche. „Einfach gezielt andere auffordern, zu helfen. Etwa zunächst jemanden bitten, das Warndreieck aufzustellen und dann mit Handzeichen hinter der Leitplanke auf die Unfallstelle aufmerksam zu machen.“

Checkliste Unfallort: Überblick verschaffen & Notruf absetzen

Gibt es Verletzte? Wie viele? Wie schwer? In den seltensten Fällen, sind die Ersthelfer Ärzte, Sanitäter oder ähnliches. „Es ist ganz schwierig für einen Laien zu beurteilen, wann kein Rettungsdienst benötigt wird“, sagt Stefan Osche vom DRK. Im Zweifel, ist es also immer besser den Rettungsdienst zu alarmieren. In Deutschland gilt die Notrufnummer 112. Mittlerweile gibt es auch sehr hilfreiche Notruf-Apps fürs Smartphone.

Für den Notruf ist es wichtig, so viele Informationen wie möglich an die Dienststelle weiterzugeben: Wo genau ist der Unfall? Und in welcher Fahrtrichtung? Zwischen welchen Anschlussstellen? „Je genauer ich weiß, wo ich mich befinde, desto schneller kann Hilfe kommen.“, erklärt Osche. Über die Standortabfrage bei Google Maps kann sehr rasch und genau mitteilen, wo sich der Unfallort befindet.

Checkliste Unfallort: Die erste Hilfe

Ist der Unfallort gesichert, der Rettungswagen und gegebenenfalls die Polizei informiert, das getan, erfolgt die eigentliche Erste Hilfe. Viele Menschen haben Angst, bei den Hilfestellungen etwas falsch zu machen. „Der einzige Fehler, den ich machen kann, ist, nichts zu machen“, sagt Stefan Osche. „Einfach so gut wie möglich helfen.“ Sollte bei den Erste Hilfe-Maßnahmen doch etwas schiefgehen, hat das keine Konsequenzen für den Ersthelfer, denn er hat ohne Verschulden gehandelt. Um sich sicherer zu fühlen, sollten Autofahrer alle zwei bis drei Jahre den Erste Hilfe Kurs wiederholen.

Checkliste Unfallort: Unfall-Tourismus

Besteht an einer Unfallstelle kein Handlungsbedarf, weil bereits professionelle Hilfe vor Ort ist oder man nicht als Zeuge gebraucht wird, gilt es zügig vorbeizufahren. Ist noch kein Rettungsdienst da, sollte man anderen Ersthelfern zumindest Unterstützung anbieten.

Seitdem fast jeder ein Smartphone besitzt, ist die Zahl der Unfall-Gaffer immer weiter gestiegen. Ein kurzer Seitenblick ist verständlich und normal, wenn Vorbeifahrende jedoch anfangen, den Unfall zu fotografieren, zu filmen oder gar anhalten, machen sie sich strafbar. Zum einen behindern die sogenannten Unfall-Touristen oft die Arbeiten der Rettungsmannschaften, zum anderen stören sie den laufenden Verkehr. Schlimmstenfalls kann es dann zu Folgeunfällen kommen. Grundsätzlich gilt: Aufmerksam sein. Gegebenenfalls den Unfallort sichern und Erste Hilfe leisten. Und ansonsten sich respektvoll verhalten und weiterfahren.

 

(nr, dpa/tmn)

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