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Der Taxi-Knigge – das sollten Fahrer und Gäste wissen



Taxi-Knigge: Rechte und Pflichten von Fahrer und Gast
Taxi-Knigge: Rechte und Pflichten von Fahrer und Gast

Mit einem Taxi nach Paris … diesen Song kennt jeder. Doch wie sieht es eigentlich mit Rechten und Pflichten von Taxigast und Fahrer aus – wissen da auch noch alle Bescheid? Wir klären mit einem Taxi-Knigge auf, was erlaubt ist und was nicht – was zum guten Ton gehört und wo die Grenzen erreicht sind.

Das Taxi ist für viele oft die letzte Rettung und komfortables Mittel zum Zweck. Ob nach einem feuchtfröhlichen Abend, nach einer anstrengenden Reise oder um pünktlich zu einem Geschäftstermin zu erscheinen, in diesen Situationen weicht man gerne aufs Taxi aus. Doch wie in allen anderen Beförderungsmitteln, ob Bus, Bahn oder Flugzeug, gibt es auch im Taxibereich für alle Insassen Rechte und Pflichten. Die wichtigsten Fakten haben wir in einem Taxi-Knigge zusammengefasst.

#1 Taxi-Knigge: Der Fahrgast wählt das Taxi

Das erste Missverständnis passiert häufig bereits am Taxistand. Der Fahrgast fühlt sich verpflichtet, das in der Reihe vorne stehende Taxi zu nehmen“, resümiert Frederik Wilhelmsmeyer vom Deutschen Taxi- und Mietwagenverband (BZP). Doch dem ist anders: Die Entscheidung obliegt ganz dem Fahrgast. Er wählt ein Taxi aus und bestimmt auch seinen Sitzplatz.

#2 Taxi-Knigge: Der Fahrer unterliegt einer Beförderungspflicht – mit Ausnahmen

Der Fahrer ist zunächst dazu verpflichtet, jeden Fahrgast mitzunehmen. Denn „es gibt eine sogenannte Beförderungspflicht. Die gilt auch für Kurzstrecken, aber nicht für Langstrecken. Letztere darf der Fahrer ablehnen.“ Wer also ohne Grund im sogenannten Pflichtfahrgebiet einen Fahrgast ablehnt, riskiert ein Bußgeld. Allerdings gibt es Ausnahmen. Stark alkoholisierten oder aggressiven Fahrgästen kann der Fahrer eine Mitfahrt verweigern. „Der Fahrgast erfüllt in diesen Fällen nicht die Voraussetzungen befördert zu werden, und der Fahrer darf und sollte ihn ablehnen“, macht Polizeisprecher Manfred Füllhardt in Frankfurt am Main deutlich. „Ist das Taxi nicht mit einem geeigneten Kindersitz ausgestattet, kann und darf er Kinder nicht mitnehmen“, fügt Wilhelmsmeyer dazu. Deshalb lautet der Tipp: Wer ein Taxi bestellt und einen Kindersitz benötigt, sollte das auf jeden Fall erwähnen. Denn es ist keine Verpflichtung, jedes Taxi mit einem Kindersitz auszustatten.

#3 Taxi-Knigge: Ein Sitzplatz pro Fahrgast

Sie sind zu fünft unterwegs und wollen schnell in die nächste Bar wechseln? Kein Problem, alle Mann rein ins nächste Taxi. Stopp! Die meisten Taxis haben fünf Sitzplätze. Da einer für den Fahrer reserviert ist, bleiben noch vier. Es gilt: Es dürfen nur so viele Leute ins Taxi, als das Auto Sitzplätze hat. Der Kfz-Schein gibt die genaue Anzahl wieder.

#4 Taxi-Knigge: Der kürzeste Weg ist das Ziel

Häufigster Streitpunkt: Was ist der kürzeste Weg? „Grundsätzlich muss der Fahrer den kürzesten Weg zum Ziel wählen“, sagt Wilhelmsmeyer. Wenn jedoch beispielsweise die Route mit Stau oder Bauarbeiten überlastet ist, empfiehlt sich ein anderer, vielleicht längerer Weg – in Absprache mit dem Fahrgast. Doch wie sieht der Fall aus, wenn der Fahrer eventuell mit voller Absicht einen Umweg fährt? Rechtfertigt das gleich eine Anzeige? „Aber man muss es auch irgendwie beweisen können. Das ist schwierig und setzt voraus, dass man sich auskennt“, gibt der Polizeisprecher Füllhardt zu Bedenken. Der unkompliziertere Weg sei es, sich beim Taxiunternehmen direkt zu beschweren. „Wer sich übers Ohr gehauen fühlt, sollte auf jeden Fall die Nummer des Taxis notieren.“ Diese ist sichtbar in der Frontscheibe rechts notiert.

#5 Taxi-Knigge: Auf eine Quittung bestehen

„Wichtig ist, dass man sich eine Quittung ausstellen lässt, auf der Start, Ziel, Datum und Uhrzeit der Fahrt festgehalten werden“, sagt Kirsten Schiekiera von der Stiftung Warentest. Wer schon vor Fahrtantritt wissen möchte, was die Fahrt ungefähr kosten wird, dem hilft z. B. die App Taxi-Rechner weiter. Hier kann man die Streckenlänge und die Route leicht überprüfen und im Vorfeld berechnen lassen. Was jedoch keinesfalls erlaubt ist: Verkehrsregeln zu missachten, um den Fahrpreis gering zu halten. Falls der Fahrgast diesen Vorschlag äußern sollte, muss der Fahrer selbstverständlich nicht darauf eingehen.

#6 Taxi-Knigge: Keine Sonderrechte für Taxis

„Das fängt bei der Anschnallpflicht an und geht über das Beachten der Verkehrsschilder bis hin zum Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzungen“, macht Wilhelmsmeyer deutlich. Auch wenn der Fahrgast beispielsweise dringend zum Flughafen muss, der Fahrer muss nach Vorschrift fahren. Wichtig: Ansprüche an einen verpassten Flug können nicht geltend gemacht werden. Wenn man sich aber unwohl fühlt, weil der Fahrer es mit der Verkehrsordnung nicht so ernst nimmt, so sollte man das sofort äußern. „Am besten weisen Fahrgäste den Fahrer darauf hin. Ändert er sein Verhalten nicht, sollten sie aussteigen, zahlen und die Innung über das Fehlverhalten informieren“, sagt Schiekiera von der Stiftung Warentest.

(ssc, dpa/tmn)

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