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Die Klatschrose – Blume des Jahres 2017



Die Blume des Jahres 2017: Die Klatschrose, eine Pflanze mit hohem Wiedererkennungswert
Die Blume des Jahres 2017: Die Klatschrose, eine Pflanze mit hohem Wiedererkennungswert

Ob Klatschmohn, Mohnblume, Feuermohn oder Klatschrose – die Blume des Jahres 2017 hat viele Namen, aber nur ein unverwechselbares Aussehen: Nämlich leuchtend rote Blüten. Ob am Wegesrand oder im heimischen Garten, die Klatschrose ist ein echter Hingucker im sommerlichen Gewand.

Wer kennt sie nicht – Felder, die von einem Meer aus roten Blumen überzogen sind? Richtig, vom Klatschmohn bzw. von der Klatschrose ist die Rede. Eine Sommerblume mit einem extrem hohen Wiedererkennungswert. Zu Recht ist diese genügsame Pflanze, die unwiderruflich mit dem Sommer und warmen Temperaturen in Korrelation steht, von der Loki Schmidt Stiftung zur Blume des Jahres 2017 gewählt worden. Eigentlich als klassisches Ackerkraut bekannt, erhält die Klatschrose aber nun auch Einzug in viele Gärten und setzt dort tolle Farbakzente.

Ein Teufelskraut, die Klatschrose – die Blume des Jahres 2017 hat es in sich

Die Klatschrose macht nicht nur durch ihre leuchtende Farbe auf sich aufmerksam. Auch ihre Größe ist beachtlich. Bis zu 80 Zentimeter hoch kann die krautige Pflanze mit Blüte werden. Doch so viel Schönheit ist nicht ganz ungefährlich: Wenn der borstige, aber filigrane Stängel, der mit kleinsten Härchen ausgestattet ist, bricht, tritt eine milchige sowie klebrige Flüssigkeit aus der Bruchstelle. Diese enthält Alkaloide. „Der Milchsaft ist giftig, enthält aber kein Morphium wie der Schlafmohn“, erläutert Beate Kollatz vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. In diesem Zusammenhang überrascht dann die Tatsache, dass die jungen, gefiederten Blätter vor der Blüte als genießbar gelten. „Die Blätter können in geringen Mengen roh gegessen werden und schmecken ein wenig nach Haselnuss“, sagt die Pflanzenexpertin. „Die Blütenblätter kann man als essbare Dekoration verwenden.“ Zudem werden der Klatschrose auch heilende Wirkkräfte nachgesagt: Sie kann gegen Husten helfen und beruhigend wirken. Man sollte sie aber nur in kleinen Mengen zu sich nehmen.

Klatschrose: Eine bedrohte Pflanzenart?

Auch wenn man nicht genau weiß, woher die Klatschrose eigentlich stammt, geht man davon aus, dass die Blume des Jahres 2017 mit dem Acker- bzw. Getreidebau in unsere Gefilde kam. Doch die Blütezeit des Klatschmohns ist vorbei und er verschwindet immer mehr von der Bildfläche bzw. den Feldern. Ein Indiz dafür ist der Wandel in der Landwirtschaft. Immer mehr Herbizide kommen zum Einsatz, die die Ackerwildkräuter vernichten sollen. „Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit Tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden“, sagt Axel Jahn, Geschäftsführer der Loki Schmidt Stiftung.

Die Klatschrose selbst steht zwar noch nicht auf der roten Liste. Dennoch hat die Loki Schmidt Stiftung diese Pflanze als Blume 2017 ausgezeichnet. Sozusagen als Stellvertreter für all die Gewächse, die am besten oder ausschließlich auf Ackerflächen wachsen können.

Ein Überlebenskünstler der bescheidenen Art: Die Klatschrose

Die Blume des Jahres 2017 ist erfinderisch: Vom Acker weitestgehend vertrieben, hat sie sich neue Lebensräume gesucht. „Klatschmohn stellt nur wenige Ansprüche“, erklärt der Geschäftsführer der Stiftung. „Heute ist er zum Beispiel auch auf Brachen, Schuttplätzen und auch in Gärten anzutreffen.“ Die Klatschrose ist somit ziemlich kreativ und unerschrocken, unter einer Voraussetzung allerdings: „Der Boden muss offen sein. Auf einer Wildblumenwiese, Rasen oder einer anderen geschlossenen Pflanzendecke kann er sich nicht durchsetzen“, gibt Jahn zu Bedenken.

Die Klatschrose zu Gast in Ihrem Garten

Wer seinen Garten umgestaltet und brache Flächen schnell begrünen möchte, der hat in der Klatschrose eine dankbare Helferin gefunden. Ob als Platzhalter oder Dauergast zwischen Stauden und Blumenrabatten, die Blume des Jahres 2017 macht sich immer gut.

„In einem Naturgarten ist der Klatschmohn in Kombination mit Ringelblume, Saatwucherblume, Kornblume und der Schleifenblume gut aufgehoben“, sagt Marja Rottleb vom Naturschutzbund Deutschland (NABU). Am besten gedeiht die Klatschrose, die ein Lichtkeimer ist, an sonnigen Standorten. „Das Saatgut sollte flach ausgesät und nur leicht angedrückt werden“, erläutert die Pflanzenexpertin Kollatz. Ihre Empfehlung lautet: Ab März den Samen der Klatschrose in Etappen aussäen, damit man den ganzen Sommer über Freude an den leuchtend roten Blüten hat. Die Klatschrose blüht ab Ende Mai bis Juli.

Darüber hinaus gilt die Blume des Jahres 2017 als relativ anspruchslos, der besagte grüne Daumen ist nicht zwingend notwendig. Auch trockene Phasen übersteht sie problemlos. Düngen kann man sich sparen, denn das mag die Klatschrose an sich überhaupt nicht. „Die Pflanze wird sonst zu mastig, verliert an Standkraft und fällt um“, so die Pflanzenexpertin.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis: Die Klatschrose ist alles andere, aber keine Schnittblume für die Vase. Denn ihre hauchdünnen, duftlosen Blüten sind nur wenige Tage haltbar. Also überlassen Sie die Blume des Jahres 2017 besser der Natur und erfreuen Sie sich so an ihrer immensen Leuchtkraft!

(ssc, dpa/tmn)

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