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Ein Kräutergarten auf dem Balkon



Balkonkräuter: Frischedepot und Augenweide zugleich.
Balkonkräuter: Frischedepot und Augenweide zugleich.

Auch ohne Garten kann man sich einen Vorrat an frischen und aromatischen Kräutern zulegen. Sie duften herrlich, sind dekorativ und lecker. So einfach geht's.

Petersilie, Schnittlauch und Rosmarin sind gesund und schmecken gut. Küchenkräuter geben jedem Essen den letzten Pfiff. Aber frisch sollten sie sein!

Zum Glück benötigen Kräuterpflanzen nicht viel Platz. Sie gedeihen einzeln in einem Blumentopf oder in Gesellschaft mit anderen Kräutern in einem Blumenkasten. Deshalb finden sie auch auf dem kleinsten Balkon ein geeignetes Plätzchen. Aber mehr noch – Kräuter verleihen ihrer Umgebung ein ganz besonderes Flair.

 

Pflanzgefäße für Kräuter

Mediterrane Gefäße
Einen Hauch von südländischer Atmosphäre verbreiten Lavendel, Rosmarin, Thymian oder Salbei, erst recht, wenn diese typischen Kräuter der Provence in Tontöpfen oder speziell verzierten Töpfen aus Terrakotta ihre Heimat finden.

Beachten sollte man, dass besonders größere Gefäße aus Terrakotta sehr schwer sind. Kübelpflanzen auf einem Balkon, die häufiger verrückt oder in ein Winterquartier transportiert werden müssen, sollten nicht zu viel wiegen sein. Als leichtere und zudem noch bruchsichere Alternative bieten sich Kunststoffgefäße in Terrakotta-Optik an.

Moderne Pflanzgefäße
Modern und formschön sind runde, konische, quadratische Gefäße aus Kunststoff, Keramik, Fiberglas oder Metall. Soll der eigene Kräutergarten besonders exklusiv sein, gibt es eine große Auswahl an Designer-Gefäßen..

Allerweltsgefäße
Jedes Gefäß eignet sich, um Kräuter anzupflanzen und hübsch zu arrangieren. Es sollte aber einen Abfluss haben, damit sich keine Staunässe bilden kann. Eine besonders originelle Idee, normale Putzeimer aus Plastik zu Pflanzkübeln umzugestalten, zeigt dieses Video:

Gefäße mit Bewässerungssystemen
Wer Kräuter anpflanzt, muss regelmäßig gießen. Praktisch sind Gefäße mit Bewässerungssystemen. Aus einem Wasserreservoir können die Pflanzen ihren Durst stillen. Dann ist es nicht mehr so schlimm, wenn man einmal das Gießen vergisst oder ein paar Tage verreist. Auch zu viel oder zu wenig Wässern gibt es dann nicht mehr: Jede Pflanze nimmt aus dem Wasserspeicher so viel Flüssigkeit auf, wie sie braucht.

Kräuter formvollendet zur Geltung bringen

Besonders hübsch machen sich verschiedene Kräuterarten in einer Kräuterspirale, auch Kräuterschnecke genannt. Jede einzelne Pflanze erhält dabei ihren Platz: unten stehen diejenigen, die es feuchter lieben, in der Mitte gedeihen Kräuter mit mittlerem Wasserbedarf. Ganz oben fühlen sich die mediterranen Kräuter wie Salbei und Rosmarin wohl. Kräuterspiralen können selbst gebaut werden. Es gibt sie aber auch fertig zu kaufen. Größere Modelle aus Stein oder Gabionen (mit Steinen gefüllte Drahtkörbe) sind ein besonderer Blickfang zum Beispiel am Rand einer Terrasse. Für den Balkon oder die kleine Terrasse findet man im Fachhandel kompakte Modelle aus Keramik.

Ein Kräutergarten auf kleinstem Raum

Nur wenig Stellfläche für Würzkräuter in Kübeln oder Kästen auf einem Balkon? Eine praktische und platzsparende Lösung ist das sogenannte Vertical Gardening. Bei dieser Form des senkrechten Gärtnerns werden die einzelnen Pflanzgefäße übereinander an einer Hauswand angebracht, wodurch sie wenig Platz wegnehmen. Man kann einen vertikalen Kräutergarten selbst bauen oder fertig kaufen. Im Gartenfachhandel oder im Internet werden verschiedene senkrechte Pflanzsysteme angeboten.

Es gibt auch senkrechte Pflanzsysteme, die nicht an der Wand montiert werden müssen, sondern frei aufgestellt werden können. So wird ein senkrechter Kräutergarten zu einem dekorativen Sichtschutz oder Raumteiler.

Darauf sollten Sie beim Anlegen eines Kräutergartens achten

Einen Kräutergarten anzulegen, ist nicht schwer. Kräuter kann man als vorgezogene Pflanzen auf dem Wochenmarkt, in Gärtnereien oder im Internet kaufen.

  • Pflanzen Sie die Topfkräuter in größere Gefäße mit frischer Kräutererde um. Einige Pflanzen, zum Beispiel Basilikum, gedeihen an ihrem neuen Standort besser, wenn sie geteilt werden: man verteilt die Pflanze mit dem Wurzelballen auf zwei bis vier Töpfe oder auf mehrere Standorte in einem Kasten.
  • Stellen Sie die gekauften Pflänzchen nicht gleich in die pralle Sonne, damit sie sich nach und nach an ihren späteren Standort gewöhnen können. Denn diese Kräuterpflanzen sind in der Regel in einem Gewächshaus aufgezogen worden und müssen sich erst akklimatisieren.
  • Viele Kräuterarten lassen sich auch gut aussäen und an einem warmen Standort auf dem Fensterbrett in der Wohnung vorziehen. Sind die Pflänzchen groß genug, werden sie vereinzelt (pikiert) und erhalten dann ihren Platz auf dem Balkon.
  • Praktisch sind sogenannte Saatscheiben oder Saatbänder, in denen die einzelnen Samen schon in dem richtigen Abstand in ein spezielles Vlies eingebettet sind. Das Vlies wird auf die Erde gelegt, dünn mit Erde bedeckt und angegossen. Ein Pikieren der jungen Pflänzchen ist nicht mehr erforderlich.
  • Kräuter fühlen sich nur in einer speziellen lockeren Kräutererde wohl, die mit Quarzsand versetzt ist.

Die meisten Kräuterpflanzen sind anspruchslos und pflegeleicht. Aber folgende grundlegende Fragen sollten Sie bei der Auswahl, bei der Pflege und beim Ernten der Kräuter beachten:

Einjährige, zweijährige oder mehrjährige Kräuterpflanzen

Rosmarin und Salbei gedeihen hervorragend auf dem BalkonEinjährige Pflanzen sterben nach der Blüte ab und müssen wieder neu ausgesät werden.

Zweijährige oder mehrjährige Kräuter überstehen (bei entsprechendem Winterschutz) die Kälte und treiben nach einem Rückschnitt im Frühjahr wieder aus.

 

 

Einjährige Kräuter sind zum Beispiel:

  • Basilikum
  • Dill
  • Kerbel
  • Koriander

Zu den zweijährigen Kräutern zählen:

  • Kümmel
  • Petersilie

Mehrjährig sind:

  • Bohnenkraut
  • Lavendel
  • Majoran
  • Rosmarin
  • Salbei.

Wie viel Sonne und wie viel Wasser benötigt die Kräuterpflanze?

Eine Kräuterpflanze fühlt sich dort wohl, wo sie ähnlich gute Bedingungen findet wie an ihrem Heimatstandort: Zum Beispiel lieben die Kräuter der Provence viel Sonne und gedeihen daher prächtig auf einem Südbalkon. Lavendel, Rosmarin, Thymian und Salbei sind an das eher trockene mediterrane Klima angepasst. Deshalb braucht man sie nicht so häufig zu gießen. Auch Basilikum - ursprünglich eine subtropische Pflanze – fühlt sich auf einem Südbalkon sehr wohl, denn es liebt Sonne und Wärme. Anders als die mediterranen Kräuter benötigt es viel Wasser, darf andererseits aber nicht zu stark gegossen werden.

Kräuter wie Bärlauch und Waldmeister, die in Wäldern heimisch sind, kommen mit weniger Licht aus und eignen sich daher sehr gut für einen Ost- oder Nordbalkon. Auch sie müssen regelmäßig gewässert werden.

Welche Kräuterpflanzen dürfen zusammen eingepflanzt werden, welche nicht?

Grundsätzlich sollten nur solche Kräuterpflanzen zusammengepflanzt werden, die gleiche Bedürfnisse an Licht und Wasser haben. Damit jede Pflanze genug Platz hat, sollten zum Beispiel in einem ein Meter langen Blumenkasten nicht mehr als vier verschiedene Kräuterpflanzen gesetzt werden.

Einige Kräuterpflanzen wie Lavendel, Minze oder Liebstöckel wuchern sehr stark. Sie würden ihren Nachbarpflanzen den Platz, das Licht und die Nahrung nehmen. Deshalb gibt man ihnen besser ein eigenes Pflanzgefäß.

Weiter sollte man beachten, dass sich einige Kräuter nicht vertragen: Basilikum zum Beispiel harmoniert nicht mit Melisse und Thymian nicht mit Majoran.

Viele Kräuterpflanzen passen dagegen gut zueinander, sie fördern sogar das gegenseitige Wachstum: Salbei und Oregano, Petersilie und Dill.

Wann und wie sollen Kräuter geerntet werden?

Frisch geerntete Kräuter sind besonders leckerGrundsätzlich sollten Kräuter kurz vor der Blüte geerntet werden. Dann haben sie das beste Aroma.

Bei manchen Kräutern, wie Basilikum, erntet man die Blätter, bei anderen ganze Zweige (zum Beispiel Rosmarin). Bei wieder anderen werden die Blüten (Lavendel) oder Samen (Kümmel) geerntet.

 

Wie gestaltet man einen Balkonkräutergarten bienenfreundlich?

Bienen haben es heutzutage immer schwerer, ausreichend Nahrung zu finden. Deshalb sollte man nicht alle Kräuter in seinem Balkongarten abernten, sondern einen Teil der Kräuterpflanzen blühen lassen. Das sieht nicht nur hübsch aus, sondern hilft auch den Bienen, die diese neue Nahrungsquelle gerne annehmen. Besonders die Kapuzinerkresse mit ihren reizvollen bunten essbaren Blüten gehört in einen bienenfreundlichen Kräutergarten.

Wie bringt man die Kräuter auf dem Balkon über den Winter?

Manche Kräuter, zum Beispiel Rosmarin, vertragen keine Kälte. Sie sollten in einem hellen, aber kühlen Raum überwintern. Die optimale Raumtemperatur beträgt ca. 10° C. In dieser Zeit sollten die Pflanzen sparsam gegossen werden.

Kräuter wie Salbei, Estragon, Lavendel sind winterhart. Wenn jedoch das Wasser in der Erde gefriert, verdursten die Pflanzen. Deshalb sollte man die Pflanzkübel und -kästen so erhöht stellen, dass das Wasser gut abfließen kann, so dass sich keine Staunässe bilden kann. Am besten stellt man die Gefäße auf Styroporplatten, die die Kälte von unten abhalten. Das Pflanzgefäß selbst wickelt man in Luftpolsterfolie, Jutesäcken, oder Kokosmatten ein. Dann ist die Erde frostgeschützt und die Kräuterpflanzen kommen gut durch den Winter. 

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