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Elektroauto: 500 Kilometer Reichweite gibt's nur für Leute mit Geld



Ein einfaches Elektroauto würde für den Alltag der meisten Deutschen genügen.
Ein einfaches Elektroauto würde für den Alltag der meisten Deutschen genügen.

„Zu wenig Reichweite“ ist das Killerargument, wenn es um Elektroautos geht. Dabei fahren viele Berufstätige nicht mal 40 Kilometer am Tag. Ein Elektroauto wäre da genau das richtige – eigentlich.

Seit mehreren Jahren versucht die Autoindustrie nun schon, Elektroautos an potenzielle Fahrerinnen und Fahrer zu verkaufen, doch diese sind noch nicht überzeugt. Es hapert angeblich an der Reichweite. Sind denn jene 150 Kilometer, die ein Elektroauto im Schnitt fährt, nicht genug? Oberflächlich betrachtet ganz sicher nicht: Jeder moderne Benziner bringt es auf mindestens 400 Kilometer Reichweite.

Reichweite: Mit dem Elektroauto zwei Tage Fahren am Stück

Große Reichweiten werden von den meisten überhaupt nicht benötigt. Deutsche fahren statistisch gesehen im Durchschnitt pro Person 37 Kilometer am Tag. Die Batterieladung eines aktuellen Elektroautos würde also knapp zwei Tage genügen. Es ist vielmehr der Unsicherheitsfaktor, der mitfährt: Man stelle sich nur mal vor, dass der Wagen mitten im Verkehr stehenbleibt, weil die Batterie leer ist. Der ADAC kann in so einem Fall auch nicht schnell helfen.

Beim Thema Auto sind die Bundesbürger sehr selbstbewusst. Sie wissen, was sie an ihren benzin- oder dieselbetriebenen PKWs haben und letztlich siegen Bequemlichkeit und Sicherheit. Schon in Zeiten, als Benzin und Diesel richtig teuer waren, wagten die wenigsten den Umstieg auf alternative Brennstoffe wie LPG- und CNG-Gas. Obwohl das Tankstellen-Netz gut ausgebaut ist und Apps auf Smartphones helfen, die nächstgelegene Gastankstelle zu finden. Die Umwelt ist den Bundesbürgern zwar wichtig, doch Nachhaltigkeit muss sich in Bezug auf das eigene Auto auch rechnen.

Gesetzlich geförderte Elektroautos

Mit Hilfe von Steuererlass soll der Verkauf von Elektroautos angekurbelt werden.Jetzt hat sich die Regierung Klimaziele gesetzt, mit denen der CO2-Ausstoß drastisch reduziert werden soll. Um giftige Klimagase zu minimieren, muss langfristig dem Verbrennungsmotor abgeschworen werden. Neben Wasserstoff, der so gut wie emissionsfrei verbrennt, sind es Elektromotoren, die konventionelle Techniken ersetzen. Wie so oft braucht es eine „Karotte vor die Nase“ der Deutschen und die trägt den Namen „Elektromobilitätsgesetz der Bundesregierung“ Bis zum 31.12.15 entfällt für neu zugelassene Elektroautos die KFZ-Steuer für zehn Jahre. Damit sollte der Kauf eines Elektro-PKWs attraktiv werden.

Gerade in Großstädten wie Berlin, München oder Hamburg würden Elektroautos für mehr saubere Luft sorgen und der Stop-and-go-Verkehr wäre weniger anstrengend. Doch so interessant der Anreiz ist – ein Problem ist neben den hohen Anschaffungskosten von Elektroautos vor allem die fehlende Infrastruktur. Die Anzahl der von den Energieversorgern bereitgestellten Stromtankstellen ist indiskutabel. Strom muss für Elektroautos überall „tankbar“ sein, um eine echten Wettbewerbsvorteil gegenüber Verbrennungsmotoren zu haben. Berlin macht es vor, und zwar über das öffentliche Straßenlaternennetz. Allerdings hakt es dabei an der Stromkapazität. Denn die Batterien müssen mit hohen Strömen geladen werden, um sie über Nacht wieder aufzufüllen.

Elektroautos sind noch zu teuer

Dass Elektroautos richtig Spaß machen können, beweisen Hersteller wie BMW oder Tesla. Sie haben serienreife Modelle im Portfolio. Dabei begeistert immer wieder die sensationelle Beschleunigung. Allerdings liegen die Preise der Fahrzeuge jenseits dessen, was sich Normalbürger leisten können. Dadurch bekommt Elektromobilität einen Hauch von Elite, und das ist nicht sinnvoll, um ein Umdenken beim Autokauf zu bewirken. Nur der Massenmarkt schafft Elektroautos, die bezahlbar sind.

Vielleicht ist die gigantische Batteriefabrik in Nevada ein Anfang, die derzeit von Tesla gebaut wird. Sie soll helfen, die noch viel zu teuren Batterien durch Massenproduktion im Preis zu reduzieren. Batterien von LG und Samsung hingegen sorgen bald in einem Elektro-SUV von Audi für 500 Kilometer Reichweite.

Die Verbraucher gemeinsam vom Elektroauto überzeugen

So wie es aussieht, müssen Automobilindustrie, Stromkonzerne, Politik und Städteplaner Konzepte erarbeiten, mit denen Endverbraucher wirklich überzeugt werden können. Und solange die Treibstoffkosten so günstig bleiben, wird sich kaum jemand aufmachen und ein Elektroauto kaufen.

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