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Insekten fordern Hotel! Jetzt im Winter noch schnell nachrüsten



Ein Insektenhotel bietet mehr als nur Lebensraum für Bienen, Käfer & Co.
Ein Insektenhotel bietet mehr als nur Lebensraum für Bienen, Käfer & Co.

Ein selbstgebautes Insektenhotel verwandelt jeden Garten in einen echten Hingucker. Zudem bietet es wertvollen Lebensraum für viele Krabbler, die in einem naturnahen Garten einfach unersetzlich sind. So bauen Sie Ihr persönliches 5-Sterne-Hotel!

Ein guter Gärtner denkt nicht nur an sich, sondern auch an seine Umwelt. Vor allem in Großstädten fällt es Insekten wie Bienen, Wespen oder Käfern schwer, geeignete Nist- und Überwinterungsplätze zu finden. Dabei sind die kleinen Krabbler elementar wichtig – und das nicht nur für den Garten. Die Volksrepublik China kann ein trauriges Liedchen davon singen.

Bienensterben in China

Im Jahre 1958 beauftragte Mao Zedong die chinesische Bevölkerung, so viele Spatzen wie möglich umzubringen. Denn: Ein Spatz frisst jährlich bis zu 5 kg Getreide. Eine Million Spatzen vertilgen somit die Getreideration von über 60.000 Menschen. Weniger Spatzen, mehr Nahrung für die Menschen, so die einfache Gleichung des ehemaligen Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas.

Das Resultat: Abermillion getötete Spatzen in wenigen Tagen. Die Folge: Ein Paradies für Heuschrecken, Würmer und andere Kriecher. Mao Zedong’s unmittelbare Reaktion: Alle Insekten durch Pestizide auf den Feldern ausrotten. Damit löste er nicht nur eine verheerende Hungersnot aus, die bis zu 30 Million Chinesen das Leben kostete, sondern vernichtete auch die für die Ernte so wichtigen Bienen. Politik kann so einfach sein…

Heute werden die Blüten der Obstbäume auf den riesigen Plantagen Chinas nicht mehr von Bienen bestäubt. Vielmehr setzt man auf die Kraft von Tagelöhnern, die mit einem kleinen Pinsel bewaffnet jede einzelne Blüte von Hand befruchten müssen. Dem Westen droht mittlerweile ein ähnliches Schicksal.

Insektenhotels steigern die biologische Vielfalt

Auch in Europa hat man jetzt festgestellt: Nur eine ökologische, nachhaltige Bewirtschaftung der Felder ist auf lange Sicht erfolgreich. Insektenhotels sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Idee. Je mehr unterschiedliche Insekten in einem Garten vorhanden sind, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines ökologischen Gleichgewichts. Fressen und gefressen werden!

Der Einsatz von Pestiziden hat jedoch genau den gegenteiligen Effekt. Mit Gift zerstört man das Leben im Garten oder auf dem Feld – sowohl über als auch unter der Erde. Dies führt unweigerlich zu einem ökologischen Ungleichgewicht, dessen Konsequenzen für den Menschen meist nicht abzusehen sind. Ohne Würmer und andere Kriecher nimmt beispielsweise die Bodenqualität erheblich ab, was sich auch negativ auf die Ernte auswirkt.

Weitere Vorteile der Nistkästen

Obwohl man die hübschen Insektenhotels bereits in jedem Baumarkt kaufen kann, spricht einiges dafür, die Nistkästen selbst zu bauen. Zum einen sind selbstgebaute Insektenhotels deutlich günstiger. Zum anderen kann man so besser auf individuelle Bedürfnisse und Wünsche eingehen. Darüber hinaus vermittelt es vor allem Kindern ein tolles Gefühl, ein Insektenhotel selbst errichtet zu haben. Und dies ist schließlich mit Geld nicht zu kaufen.


Zudem beeindruckt das Insektenhotel durch seine harmonische Atmosphäre. Während sich Menschen in Hotels meist die Köpfe einschlagen, um möglichst die allerersten am Frühstücksbuffet zu sein, kann man in der Brutstätte ein ganz anderes gemeinschaftliches Sozialverhalten beobachten: ein friedliches Zusammensein auf denkbar engem Raum.

Insektenhotel selbst bauen

Beim Bau des Insektenhotels gibt es einiges zu beachten. Neben der Konstruktion selbst kommt es auch auf den richtigen Standort an, die umgebende Bepflanzung sowie passende Materialien. Hier erfahren Sie, wie’s gemacht wird:

Wer wohnt im Insektenhotel?

Na jeder, der Miete bezahlt! In der Regel sind das Hummeln, allerlei Wespen, fleißige Bienen, Flor- und Schwebfliegen, Marienkäfer, Ohrenzwicker, Schmetterlinge und viele andere. Hier erfahren Sie mehr über die willkommenen Gäste. Nachdem sie sich ein geeignetes Loch gesucht haben, nisten sich die Krabbler dort ein und verbringen dort den rauen Winter.

Konstruktion des Gestells

Es spielt keine Rolle, ob Sie das Insektenhotel rund, oval oder achteckig konstruieren, da Wildbienen größtenteils keinen großen Wert auf Ästhetik legen. Ein Holzrahmen mit einem innenliegenden Gestell ist jedoch vorteilhaft, da man so die verschiedenen Materialien problemlos hineinschichten kann. Dadurch entstehen zahlreiche Etagen mit unterschiedlichsten Fächern und Füllungen, die wirklich jedem Nützling ein Zuhause bieten.

Wichtig: Insekten mögen es ganz und gar nicht, wenn die Füllung hin- und herschaukelt. In kleinere Hohlräume deshalb Halme, Stäbe oder Tannenzapfen stecken. Anschließend mit Lehm oder Ton fixieren. Damit das Insektenhotel nicht zur Futterstelle für Vögel wird, sowohl die Vorder- als auch die Hinterseite des Häuschens mit Maschendraht verkleiden.

Standort für Insektenhotel wählen

Wichtig ist, wo Sie das Luxusapartment für die Krabbler platzieren. Rundherum sollten viele Sträucher, Bäume oder Pflanzen sein, da sich Bienen & Co in der Regel nur dort gerne aufhalten, wo es etwas zu sammeln und zu fressen gibt. Auch ein kleiner Teich oder zumindest eine Wasserstelle bietet sich an.

Außerdem mögen es Insekten in aller Regel gerne warm, trocken und windgeschützt. Richten Sie das Insektenhotel gen Süden aus, damit die Sonne tagsüber die Brutstätten ordentlich aufwärmt. Viele Gartenprofis platzieren die Insektenhotels unter einem kleinen Dach, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden.  


Geeignete Materialien

Da wir niemanden vergiften möchten, sollten alle verwendeten Materialien trocken und naturbelassen sein. Finger weg von Holz, das mit Lackfarbe oder Holzschutzmittel behandelt wurde!

Grundsätzlich bieten sich beim Bau so ziemlich alle Materialien an, in denen es sich die Insekten gemütlich machen können: Tonklötze, Hölzer, Bambus- oder Schilfstängel, Ziegelsteine, Baumscheiben oder eine magere Lehmmischung. Vorsicht: Nur Harthölzer benutzen!

Aufgepasst bei den Löchern

Damit sich die Insekten nicht verletzten, sollten die natürlichen oder gebohrten Löcher möglichst „glatt“ sein. Überstehendes und scharfes Material so gut es geht entfernen! Nach dem Bohren das Holzmehl möglichst sorgfältig ausklopfen.

Beim Platzieren der Füllung darauf achten, dass die Löcher nach unten zeigen (abschüssig). Dies verhindert das Eindringen von Wasser in die Öffnungen und macht es unmöglich, dass die Insekten in ihren Höhlen ertrinken.

Löcher können sowohl in die Stirn- als auch in die Längsseite der Hölzer gebohrt werden. Grundsätzlich empfiehlt sich eine Bohrlochtiefe zwischen 5 und 10 cm sowie eine Breite von 3 bis 5 mm.

Insektenhotel draußen stehen lassen

Viele Gärtner meinen es oft zu gut mit den quirligen Krabblern und stellen Ihr Hotel im Winter ins Haus. Das Problem: Die Insekten bemerken die höheren Temperaturen sofort und meinen, es sei bereits Frühling. Im Freien erleben sie dann meist eine böse Überraschung. Wer das verhindern möchte, überlässt die Tiere zur kalten Jahreszeit besser sich selbst.

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