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Kompost anlegen: Power-Erde für Ihren Garten!



Auf dem Kompost werden Küchen- und Gartenreste zu Humus umgewandelt.
Auf dem Kompost werden Küchen- und Gartenreste zu Humus umgewandelt.

Der Herbst ist die optimale Zeit, um einen Komposthaufen aufzusetzen. Es gilt dabei einige wichtige Regeln zu beachten.

Wenn im Herbst die Blätter von den Bäumen fallen, schlägt die Stunde der Kleingärtner. Es ist wieder einmal Zeit, den Kompost aufzusetzen. Das verrottete organische Material des Komposts versorgt den ausgelaugten Boden mit wertvollen Nährstoffen und verbessert die Bodenstruktur. Auf den Kauf von Kompostbeschleunigern kann dabei getrost verzichtet werden.

Das Herbstlaub für den Kompost verwenden

Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen empfiehlt allen Gärtnern, sich diesen Herbst ausnahmsweise einmal nicht über das gefallene Laub zu ärgern, sondern die Blätter als organisches Material für den Kompost zu nutzen. Die trockenen Blätter der verschiedenen Bäume eignen sich jedoch unterschiedlich gut für die Kompostierung. Das Laub von Ahorn, Linde, Esche oder Hainbuche ist hervorragendes Material für den Komposthaufen. Durch ihren geringen Anteil an Gerbsäure verrotten sie relativ schnell. Die Blätter von Buche, Pappel, Kastanie oder Eiche benötigen hingegen wesentlich mehr Zeit.

Kompostieren von Küchenabfällen und Gartenresten

Auch organische Abfälle aus der Küche und dem Garten sind für den Kompost geeignet. Dazu zählen rohe Gemüsereste, Tee- und Kaffeesatz, Obst, Eierschalen sowie Hecken- und Rasenschnitt. Das vorherige Zerkleinern der Materialien für den Kompost beschleunigt den Zersetzungsprozess um ein Vielfaches. Wichtig ist jedoch, dass nichts Schimmliges oder Verfaultes auf dem Komposthaufen landet. Fleisch, gekochtes Gemüse oder chemisch behandelte Obstschalen, Knochen sowie bereits samentragende Pflanzen landen besser nicht auf dem Kompost.

Auch Feuchtigkeit führt immer wieder zu Problemen bei der Kompostierung. Nasser Grasschnitt sollte daher gut getrocknet werden, bevor er im Herbst auf dem Komposthaufen landet. Zudem empfiehlt sich die Beimischung von trockenen Materialien wie Zweigen, kleingehäckseltem Holz und Stroh. Diese verhindern die Entstehung von Fäulnis und sorgen für eine optimale Durchlüftung des Komposts. So kommt auch kein unangenehmer Geruch im Garten auf.

Den Komposthaufen richtig platzieren

Damit der Kompost sich mit der Zeit zu wertvollem Humus verwandeln kann, benötigt er ein ausgewogenes Verhältnis von Feuchtigkeit und Temperatur. Der Komposthaufen sollte sich möglichst nicht an einem dauerhaft sonnigen Standort befinden. Die Hitze würde die Materialien zu sehr austrocknen.

Ständiger Schatten und Kälte hingegen verlangsamen den Kompostierungsprozess und begünstigen die Entstehung von Fäulnis. Ein optimaler Standort für den Komposthaufen ist folglich ein windgeschützter und halbschattiger Platz. Generell empfehlen sich zwei voneinander getrennte Kompostbehälter. Einen für das frische Material und einen weiteren, in dem der fertige Kompost in Ruhe verrotten kann.

Offenes Kompostbehältnis fördert Verrottungsprozess

Darüber hinaus sollte der Komposthaufen nach unten geöffnet sein. „Tiere wie Würmer oder Schnecken müssen ja noch einwandern können“, bemerkt Thomas Wagner vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Zudem erleichtert eine offene Konstruktion das Eindringen von Mikroorganismen, die essentiell für den Prozess der Kompostierung sind.

Auch die Luftdurchlässigkeit des Kompostbehälters ist eine wichtige Komponente. Ohne ausreichende Luftzufuhr droht der Kompost zu kippen und beginnt innerlich zu faulen. Grundsätzlich ist eine einfache Konstruktion aus Holz vollkommen ausreichend als Kompostbehältnis. So lassen sich alte Euro-Paletten im Handumdrehen zu einem Kompostsilo umfunktionieren.

Unterschied zwischen Rohkompost und Reifekompost

Der fertig aufgesetzte Kompost sollte am besten mit einer Folie oder einem Deckel geschützt werden, damit der Verrottungsvorgang stattfinden kann. Darüber hinaus schützt eine Plane den Komposthaufen vor Austrocknung oder übermäßiger Durchnässung. Nach etwa 3-4 Monaten ist der nährstoffreiche Rohkompost fertig. Dieser kann bereits zum Mulchen verwendet werden.

Da der Rohkompost noch viel grobes Material enthält, das noch nicht vollständig zersetzt wurde, eignet er sich ausschließlich zur Düngung von Sträuchern, Bäumen oder Starkzehrern wie Kürbis, Zucchini, Tomaten, Kartoffeln oder Mais. Der Rohkompost wird – im Gegensatz zum Reifekompost – nicht mit der Gartenerde vermischt, sondern einfach oberflächlich auf der obersten Erdschicht verteilt.

Nach 1-3 Jahren Verrottung erhält man den feinen und nährstoffreichen Reifekompost, auch Humus genannt. Der fruchtbare Reifekompost kann in den Gartenboden eingearbeitet werden und belebt selbst die ausgelaugtesten Böden wieder.

Ausgewogenes Verhältnis von Stickstoff (N) und Kohlenstoff (C)

Beim Aufsetzen des Komposts im Herbst sollte auf ein Kohlenstoff-Stickstoffverhältnis von ca. 25:1 achten. Dieses Verhältnis hat sich bei der Kompostierung als optimal erwiesen, um den Rotteprozess zu beschleunigen. Hier eine kleine Übersicht über das C-N-Verhältnis der einzelnen Kompostmaterialien:

Material

 

Küchenabfall

C-N-Verhältnis

 

12:1 bis 20:1

Rasenschnitt

12:1 bis 25:1

Gemüseabfall

13:1

Rindermist

20:1

Strohreicher Mist

25:1 bis 30:1

Gartenabfälle

20:1 bis 60:1

Laub

30:1 bis 60:1

Weizenstroh

100:1

Holzschnitt

100:1 bis 150:1

Sägemehl (frisch)

100:1 bis 200:1

Papier

1.000:1

Einen weiteren Komposter Ratgeber mit interessanten Tipps und Anleitungen finden Sie hier.

(ja, dpa/tmn)

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