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Kühlschrank-Kauf: Welche Kriterien sind wichtig?



Mit effizientem Kühlschrank zu geringeren Stromkosten und länger haltbaren Lebensmitteln
Mit effizientem Kühlschrank zu geringeren Stromkosten und länger haltbaren Lebensmitteln

Als Dauerläufer bestimmt der Kühlschrank den Stromverbrauch im Haushalt mit. Aus diesem Grund ist genaues Hinschauen bei einer Neuanschaffung sinnvoll.

Wer über einen Kühlschrank-Kauf nachdenkt, wird mit unüberschaubarer Vielfalt an Angeboten und großen Preisschwankungen konfrontiert. Sparsamer im Energieverbrauch sind die neuesten Modelle im Vergleich zu ihren Vorgängern allemal, doch welche Eigenschaften sorgen für zusätzliche Effizienz? Ist das Label A+++ wirklich sinnvoll? Sollten es mehrere Kühlzonen sein oder doch nur eine? Und wie sieht es mit einer Abtauautomatik aus? Daran können sich Verbraucher orientieren.


Wichtig beim Kühlschrank-Kauf: die Effizienzklasse

Der erste Anhaltspunkt für den Energieverbrauch eines Kühlschranks ist die sogenannte Effizienzklasse. Durch eine mit Buchstaben benannte Wertungsskala weist sie aus, wie viele Kilowattstunden das Gerät pro Jahr verbraucht. Zwar bewegt sich hier die Reichweite von der Bestnote A+++ bis zur schlechtesten Bewertung D, allerdings findet man selten Kühlschränke, die unterhalb von A liegen. Somit wird die Entscheidung meistens zwischen den Klassen A, A+, A++ und A+++ gefällt, doch auch da sind die Unterschiede gravierend. So beträgt die Einsparung bei einem Gerät mit Label A+++ rund 50 Prozent im Vergleich zu einem mit A+. Und da ein Kühlschrank-Kauf oft eine Investition für viele Jahre ist, können die eingesparten Stromkosten die Preisdifferenz zwischen einem günstigen und einem teuren Modell mit den Jahren ausgleichen.

Sind verschiedene Kälte- und Feuchtigkeitszonen notwendig?

Vor dem Kühlschrank-Kauf muss außerdem entschieden werden, ob ein Gerät mit unterschiedlichen Zonen in Frage kommt. Solche Mehrzonen-Kühlschränke haben verschiedene Fächer, für die sich die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit getrennt einstellen lassen. Claudia Oberascher von der Brancheninitiative Hausgeräte+ kennt die Vorteile der Differenzierung: So lasse sich die Lebensdauer von unterschiedlichen Lebensmitteln am besten verlängern. Ihr zufolge verbraucht ein Mehrzonen-Kühlschrank zwar mehr Strom als ein vergleichbares Modell ohne Aufteilung, wiegt das aber durch das Weniger an verdorbenen Lebensmitteln auf.

Das macht Sinn, insbesondere wenn man die Menge an weggeworfenen Produkten bedenkt. Laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft landet sogar jedes achte Lebensmittel in der Tonne: pro Jahr und Person macht das durchschnittlich 82 Kilogramm Lebensmittel. Mit insgesamt 44 Prozent betrifft es vor allem Obst und Gemüse – Produkte, die besonders schnell verderben. In den feuchten Nullgradfächern halten sie sich aber länger und werden nicht schrumpelig. Hackfleisch, Wurst und Fisch bleiben dagegen in der Nullgradzone bis zu dreimal länger frisch. Schließlich ist Verpacktes in den Trockenfächern mit 40 Prozent Luftfeuchtigkeit gut aufgehoben.

Doch die Aufteilung in verschiedene Zonen hat nicht nur Befürworter. Günter Schwinn von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg zufolge reiche ein Gerät, das auf sieben Grad gekühlt ist, vollkommen aus. Im Gegensatz zu einem Mehrzonen-Kühlschrank laufe bei ihm nicht dauerhaft der Kompressor, sondern springe nur an, wenn die eingestellte Temperatur überschritten ist. Dem kann sich auch Mandy Schoßig vom Öko-Institut nur anschließen. Sie betont, dass Kühlschranke mit Nullgradzonen aufs Jahr verteilt etwa 50 Kilowattstunden mehr als Geräte ohne die entsprechende Funktion verbrauchen. Bei einem Strompreis von 24 Cent pro Kilowattstunde ergibt das einen Unterschied von 12 Euro im Jahr. Aus diesem Grund rät sie eher zum bewussten Einkauf.

No-Frost, Low-Frost oder Stop-Frost? Das ist beim Abtauen des Kühlschranks zu beachten

Eher werden sich die Verbraucherschützer beim Thema Abtauen einig. So sehen viele von ihnen gerade die beim Konsumenten beliebte No-Frost-Funktion kritisch. Dabei wird der Kondensator regelmäßig erwärmt und das angefrorene Wasser fließt ab. Einfach für den Verbraucher, der das Gerät nur noch abwischen anstatt komplett abtauen muss. Dem Öko-Institut zufolge sorgt das aber für höheren Stromverbrauch: 10 bis 30 Prozent mehr Strom soll für die Funktion notwendig sein. Teurer wird es zudem bereits schon beim Erwerb, da No-Frost-Kühlschränke mehr kosten als Modelle ohne diese Eigenschaft, gibt Schoßig zu bedenken.

Eine Alternative hierfür liefern laut Schwinn die günstigeren Modelle Low-Frost und Stop-Frost. Während die erste Variante der Vereisung mit speziellen Oberflächen entgegenwirkt, sorgt die zweite mit Entfeuchtung der einströmenden Umgebungsluft für selteneres Abtauen. Dabei verbrauchen beide Alternativen keinen zusätzlichen Strom. Pflicht wird das regelmäßige Abtauen dagegen bei Kühlschränken, denen entsprechende Funktionen fehlen. In diesem Fall rät die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mehrmals im Jahr zu der Prozedur, und zwar wenn Eisschichten die Kühlflächen bedecken. Schließlich sorgt eine Eisschicht von einem Zentimeter für bis bis zu 15 Prozent mehr Stromverbrauch.

Voraussicht beim Kühlschrank-Kauf: Welche Eigenschaften passen zu welchen Bedürfnissen?

Ob mit Label A++ oder A+++, einer oder mehreren Zonen, Abtau-Funktion oder ohne: die wichtigsten Eigenschaften eines Kühlschranks sollten vor dem Kauf genau unter die Lupe genommen werden. Vor allem sollte man überlegen, ob das Gerät die eigenen Bedürfnisse optimal abdeckt. Soll der neue Kühlschrank nur eine Übergangslösung oder eine langfristige Investition sein? Im zweiten Fall könnte eine bessere Effizienzklasse dafür sorgen, dass die höheren Anschaffungskosten durch geringe Energiekosten mit der Zeit ausgeglichen werden. Wie gut schafft man es normalerweise das Verderben der Lebensmittel zu vermeiden? Schmeißt man regelmäßig viel weg, müsste zum einen das Einkaufsverhalten überdacht, zum anderen über den Kauf eines passenden Gerätes nachgedacht werden, das dem schnellen Verfall entgegenwirkt. Wie konsequent ist man schließlich beim regelmäßigen Abtauen des Kühlschranks? Wer das Abtauen ewig vor sich herschiebt und damit höheren Stromverbrauch hinnimmt, könnte mit einer No-Frost-Variante besser beraten sein, auch wenn diese einen tendenziell erhöhten Stromverbrauch hat. Wer diese Fragen für sich beantwortet, ist beim anstehenden Kühlschrank-Kauf gut beraten.

(kq, dpa/tmn)

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