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Mit weniger zum Glück: Minimalisten wohnen entspannter



Minimalisten bevorzugen klare Linien und einfache Formen bei der Einrichtung.
Minimalisten bevorzugen klare Linien und einfache Formen bei der Einrichtung.

Minimalisten bezeichnen sich als glücklicher. Sie wohnen nur mit den nötigsten Möbeln und haben so mehr Platz für sich selbst.

Sich von Sachen zu trennen, ist nicht jedermanns Sache. So geht es schneller als gedacht, dass wir uns mit unsinnigem Krimskrams zumüllen. Bücher, die nie wieder gelesen werden; CDs, die schon lange keiner mehr hört; Dekoration, die Staub fängt. Minimalisten lehnen diese Art zu leben ab und haben so mehr Platz zum Glücklichsein.

Sebastian Michel aus Berlin ist einer davon: „Im ersten Schritt geht es mir darum, Bewusstsein zu schaffen für die Sachen, die mich interessieren, erklärt der Minimalismus-Blogger „Mr. Minimalist“. Seit vier Jahren lebt der 25-Jährige minimalistisch. Ein Krankheitsfall in der Familie bewegte ihn damals zu einer Entrümpelungssituation. Danach empfand er Erleichterung: Offenbar hängen einige Dinge wie eine Last an uns.

Minimalismus ist bewusster Konsum

Michel wohnt in einem WG-Zimmer mit nichts als einem Bett, Kleiderstange, Lampe, einem Bild und einer Box mit Kleinkram. Zum Lesen nutzt der Kommunikationsassistent seinen E-Book-Reader. „Mein Zimmer nutze ich zur Entspannung“, erklärt er. Der alternative Lebensstil hat nämlich den entscheidenden Vorteil, dass man viel bewusster lebt, da einen nicht so viel ablenkt.

Auch für Michael Klumb aus Bergisch Gladbach begann der Minimalismus in seiner völlig zugestellten Wohnung, die ihn zu erdrücken drohte. Nach dem Ausmisten blieb nur noch das Nötigste übrig, jedoch gab ihm das so viel mehr: „Mir gibt der neugewonnene Platz das Gefühl von Klarheit und Befreitheit“, beschreibt der Augenoptiker.


Minimalisten schaffen Identität durch Abgrenzung

Klumb weiß, dass sich viele Minimalisten durch hohen Leidensdruck für diesen Lebensstil entscheiden: „Zu viel Stress kann ein Auslöser für Minimalismus sein.“ Dadurch entfremden wir uns mehr und mehr von uns selbst. Die Raumsoziologin Christiane Varga vom Zukunftsinstitut in Wien bestätigt: „In unserer globalen, komplexen und digital vernetzten Welt wird es schwerer, sich auf das wesentliche zu konzentrieren.“ Materielle Dinge lenken ab von unseren eigentlichen Vorstellungen von Glück. Der Luxus der Minimalisten ist das Gegenteil von Protzigkeit.

Auch wenn Minimalisten ihren Lebensstil als Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft sehen, bedeutet das nicht, dass sie nichts mehr kaufen. Jedoch sollten Neuanschaffungen möglichst lange halten, ein schickes Design aufweisen und nützlich sein. Die Frage „Brauche ich das überhaupt?“ ist der Schlüssel. „Dinge, die man kauft, bedeuten etwas. Sie sind nicht einfach so da, nur weil man es sich leisten konnte“, erklärt Michel.


So einfach wohnen Minimalisten

Von kräftigen Farben nehmen Minimalisten Abstand. Sie lenken genauso vom Wesentlichen ab wie ein opulenter Schrank oder zu viel Dekoration. Ideal sind sogenannte Nicht-Farben wie Weiß, Grau oder Schwarz, da sie keine Wirkung erzielen. Asketische Möbel im Bauhaus-Design oder im skandinavischen Stil wirken laut der Wohnexpertin Varga eher förderlich für die Kreativität und den Weg zu sich selbst.

Werden sie glücklicher Minimalist!

Aller Anfang ist schwer. Der Blogger Michael Klumb empfiehlt, nichtgenutzte Dinge in eine Kiste zu packen und diese für eine oder mehrere Wochen aus dem Sichtfeld zu verbannen. Fehlen einem die Sachen nicht, kann man sich auch von ihnen trennen. 

(at, dpa/tmn)

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