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MPU-Termin: Wissenswertes zum „Idiotentest“



Vor einem MPU-Termin, sollte man sich gut über die Prüfung informieren.
Vor einem MPU-Termin, sollte man sich gut über die Prüfung informieren.

Der Führerschein wurde eingezogen. Der Termin zur Medizinisch-Psychologischen Untersuchung steht an. Wir beantworten elementare Fragen zum Thema MPU.

Das möchte eigentlich kein Autofahrer erleben: Der Führerscheinentzug und die anschließende Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU), um ihn wieder zurückzubekommen. Bei dieser MPU, scherzhaft auch Idiotentest genannt, wird geprüft, ob der Fahrer die charakterliche Reife hat, um wieder Autofahren zu dürfen. Doch unter welchen Voraussetzungen kommt es zu einer MPU und wie läuft der Test ab? Hier sind die wichtigsten Antworten rund zum Thema „Idiotentest“:

MPU-Termin: Gründe für die Prüfung

Eine MPU wird in aller Regel angeordnet, wenn einem Autofahrer mehrmals die Fahrerlaubnis entzogen wurde. Die Ausnahme: Wenn der Fahrer mit mehr als 1,6 Promille Blutalkohol am Steuer erwischt wird, kann die Untersuchung schon beim ersten Mal angefordert werden. Gleiches betrifft auch Rad- und E-Bike-Fahrer. „Aus Studien weiß man, dass nach einer Trunkenheitsfahrt ab 1,6 Promille Blutalkoholkonzentration die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Auffälligkeit deutlich erhöht ist“, sagt Hasso Suliak vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Andere Ursachen, die zu einer MPU führen können, sind Fahrten unter Einfluss von Betäubungsmitteln, erhebliche und wiederholte Verstöße, die zu Punkten in Flensburg führen oder Hinweise auf ein erhöhtes Aggressionspotenzial.

MPU-Termin: Eignungszweifel

Wird angezweifelt, dass jemand zum Autofahren geeignet ist, kann bei einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung (BfF) eine MPU angefordert werden. Wann genau es zu Eignungszweifeln kommt, bestimmt das Straßenverkehrsgesetz (StVG). „Das betrifft die Personen, die nach Erreichen von acht Punkten in Flensburg die Fahrerlaubnis entzogen bekommen haben“, erklärt Christian Janeczek, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). In der Fahrerlaubnisverordnung selbst gibt es auch Regelungen, die sich auf medizinische, alkoholbedingte und drogenbedingte Eignungszweifel beziehen.

MPU-Termin: Ablauf der Prüfung

Die eigentliche Prüfung dauert etwa zwei bis vier Stunden. „In dieser Zeit wird festgestellt, ob jemand wieder zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist oder ob Bedenken gegen seine körperliche, geistige und charakterliche Eignung bestehen“, erklärt Hasso Suliak. Zur MPU gehören ein psychologisches Gespräch und eine verkehrsmedizinische Untersuchung. Außerdem werden die Reaktions– und Konzentrationsfähigkeit sowie die Aufmerksamkeit des Fahrers per Computertest überprüft. Fällt der Prüfling durch, kann er die Untersuchung beliebig oft wiederholen.

MPU-Termin: Wer darf prüfen?

„MPU-Anbieter müssen von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) zertifiziert worden sein“, erläutert Herbert Engelmohr vom Automobilclub von Deutschland (AvD). Auf dem Internetportal der Bundesanstalt kann man nachlesen, wo es in Deutschland amtlich anerkannte MPU-Stellen gibt.

Den Termin für eine MPU muss sich der Fahrer bei einer geeigneten Begutachtungsstelle selbst holen. Wichtig: „Der Betroffene sollte strikt darauf achten, dass er das Gutachten mit dem Ergebnis selbst erhält - und nur ein Gutachten mit positivem Ergebnis an die Behörde weiterleitet“, so Engelmohr.

MPU-Termin: Die Kosten

Je nach Vergehen variieren die Kosten für eine MPU von 402,22 Euro bei Fahren unter Alkoholeinfluss bis 755,65 Euro bei Fahren unter Drogen- und Alkoholeinfluss. Da aber Zusatzkosten, zum Beispiel für Laborbefunde, anfallen können, muss man bei der Begutachtungsstelle den Zahlbetrag erfragen, rät Engelmohr. Ratsam ist es, im Vorfeld der Prüfung professionelle Vorbereitungskurse zu besuchen. Die Kosten variieren hier von Anbieter zu Anbieter. Die meisten Gruppenkurse kosten zwischen 500 und 600 Euro. Einzelberatungsangebote können bis zu 1500 Euro kosten.

(nr, dpa/tmn)

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