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Säulenobstbäume: Die Ballerinas für den Balkon



Äpfel wachsen nicht nur am klassischen Baum, sondern gibt es auch als Säulenobst-Gewächs.
Äpfel wachsen nicht nur am klassischen Baum, sondern gibt es auch als Säulenobst-Gewächs.

Säulenobstbäume sind speziell gezüchtete kleinwüchsige Obstbäume. Sie gedeihen gut in einem Kübel und benötigen dank ihrer schlanken Form nur wenig Platz. Was sie sonst noch beim Anbau beachten sollten.

Ein Obstbaum auf einem Balkon oder einer Terrasse? Ja bitte! Im Frühling setzen Säulenapfel, Säulenbirne oder Säulenkirsche mit ihrer zauberhaften Blüte ganz besondere Akzente. Und nur ein paar Monate später belohnen sie das Urban Gardening mit einer reichen Ernte an köstlichem Naschobst.

Säulenobst

Säulenobstbäume sind Obstbäumchen, die in der Regel nicht höher als 2 bis 3, maximal 4 Meter werden. Charakteristisch ist ihre schlanke, säulenartige Wuchsform. Sie bestehen aus einem aufrecht wachsenden starken Mitteltrieb und vielen kleinen Seitentrieben.

Es gibt Sorten, insbesondere einige Apfelsorten, die von Natur aus in dieser Form wachsen, und andere Obstsorten, die ihre Säulenform erst durch eine spezielle Züchtung erhalten haben. Bei diesen speziell gezüchteten Säulenobstbäumen ist ein regelmäßiger Rückschnitt erforderlich, damit sie ihren schlanken Wuchs behalten.

Dank ihres Zwergwuchses gedeihen Säulenobstarten sehr gut in Kübeln und fühlen sich somit auch auf einem Balkon oder einer Terrasse wohl. Die meisten Säulenobstarten benötigen einen festen Halt, damit sie aufrecht wachsen können. Deshalb sollte ein stabiler Pfahl – am besten aus Bambus – als Stütze in den Kübel eingesetzt werden.

Blüten und Früchte entwickeln sich bei den Säulenobstbäumen direkt am Stamm. Durch diese kompakte Wuchsform sind Säulenobstbäume während ihrer Blüte zauberhaft schön. Auch die reifen Früchte sind nicht nur optisch ein Genuss.

Säulenobst-Arten

Sogar Kiwis gibt es als Säulenobst!Fast jede Obstsorte eignet sich für den Balkon-Obstgarten. Ein zentraler Punkt, der vor dem Kauf einer bestimmten Säulenobst-Sorte beachtet werden sollte, ist die Frage, ob es sich dabei um einen Selbst- oder Fremdbefruchter handelt. Selbstbefruchter lassen sich mit dem Pollen der gleichen Blüte befruchten. Fremdbefruchter dagegen tragen nur dann Früchte, wenn Sie mit dem Pollen einer geeigneten fremden Sorte befruchtet wurden.

Für die Kaufentscheidung bedeutet das: Wer nur einen Säulenobstbaum pflanzen möchte, sollte eine selbstbefruchtende Obstsorte wählen. Bei Fremdbefruchtern müssen immer zwei Bäumchen gesetzt werden. Auskunft, welche Obstsorten sich für die Fremdbefruchtung entsprechend ergänzen, erteilt der Gärtner oder bei einer Bestellung im Internet die Produktbeschreibung. Als Regel gilt, dass die meisten Apfel, Birnen und Süßkirschsorten Fremdbefruchter sind. Pfirsiche, Quitten und Aprikosen sind dagegen Selbstbefruchter. Bei Sauerkirschen, Zwetschgen und Renekloden kommen beide Befruchtungsarten gleichermaßen vor.

Wenn möglich, sollte man gleichwohl immer zwei Säulenobstbäume einpflanzen. Denn auch die selbstbefruchtenden Sorten erzielen dann höhere Erträge. Obstsorten, die in Gartenmärkten und bei Anbietern im Internet als Säulenobst angeboten werden, sind beispielsweise:

  • Äpfel,
  • Aprikosen,
  • Birnen,
  • Holunder,
  • Kiwis,
  • Mirabellen,
  • Nektarinen,
  • Pfirsiche (platte und runde Sorten),
  • Renekloden,
  • Stachelbeeren,
  • Süß- und Sauerkirschen oder
  • Zwetschgen.

Säulenobst auf dem Balkon: Worauf man achten sollte

Kauf
Beim Kauf sollte man Sorten bevorzugen, die möglichst wenig zurückgeschnitten werden müssen.

Pflanzkübel
Die Kübel sollten ausreichend groß sein. Denn größere Gefäße haben eine bessere Standfestigkeit als kleine. Auch erspart man sich ein häufiges Umtopfen. Mindestens sollte ein Kübel 20 Liter Erde fassen. Optimal für einen Säulenobstbaum ist ein Fassungsvermögen von 40 Litern. Damit keine Staunässe entstehen kann, sollte darauf geachtet werden, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann.

Pflanzerde und Eintopfen
Säulenobstbäume lieben lockere nährstoffreiche Erde. Deshalb sollte auch auf die Qualität des Substrats geachtet werden. Die Pflanze sollte so eingesetzt werden, dass die Veredelungsstelle über der Erde liegt. Unter der Erde könnte sie faulen und dadurch die veredelte Pflanze absterben lassen. (Link: http://www.säulenobst.net/)

Umtopfen
Wenn die Pflanze in einem großen Gefäß steht, genügt es, sie alle 5 Jahre umzutopfen, um ihr frische Erde zu geben. Bis dahin sollte die Erde regelmäßig aufgefüllt werden.

Düngen
Obstbäume müssen ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden, damit sie viele und qualitativ gute Früchte bilden können. Deshalb sollten die Kübelpflanzen regelmäßig gedüngt werden. Praktisch ist ein organischer Langzeitdünger, der die Erde mit wertvollen Mikroorganismen versorgt, die für eine gute Humusbildung verantwortlich sind und die Nährstoffe bedarfsgerecht und gleichmäßig an die Erde abgeben.

Dieser Dünger kann gleich beim Einsetzen der Pflanze beziehungsweise beim Umtopfen der Erde zugesetzt werden.

Standort
Ein Säulenobstbaum sollte je nach Obstsorte sonnig bis halbschattig stehen. Ideal ist ein Standort, der windgeschützt und nicht zu sehr starkem Regen ausgesetzt ist. Sind die Blätter ständig nass, können Pilzkrankheiten entstehen. Bei windexponierten Standorten sollten Vorkehrungen getroffen werden, damit die Kübelpflanzen nicht bei Sturm umfallen können.

Bewässerung
Nach dem Einpflanzen sollten Säulenobstbäume gut eingeschlemmt werden. In der Folgezeit sollten die Pflanzen vorsichtig gegossen werden: die Erde sollte nicht zu feucht und auch nicht ständig nass sein. Es braucht auch nicht jeden Tag gegossen zu werden. Besser ist es, die Erde leicht austrocknen zu lassen, bevor man erneut gießt. Wenn möglich, sollte das Gießwasser kalkarm sein. Ideal wäre Regenwasser aus der Regentonne.

Rückschnitt

Säulenobstbäume sollten über die Jahre hinweg ihre schlanke Form behalten. Deshalb müssen sie in regelmäßigen Abständen zurückgeschnitten werden, und zwar je nach Obstsorte mehr oder weniger stark. In der Regel brauchen Obstbäumchen, die – wie die meisten Säulenapfelarten – von Natur aus säulenförmig wachsen, wenig Rückschnitt. Hier müssen nur einzelne auffällig nach außen wachsende Seitentriebe eingekürzt werden. Dies sollte frühzeitig erfolgen, damit die Pflanze nicht unnötig ihre Kraft in den Austrieb von Zweigen investiert, die später abgeschnitten werden. Speziell gezüchtete Säulenobstbäume benötigen einen weitergehenden Rückschnitt, damit sie ihre Säulenform behalten.

Bei diesen Säulenobstbäumen sollten der Leittrieb und die Seitentriebe eingekürzt werden. Nach dem Rückschnitt sollten die Seitentriebe maximal 10 Zentimeter lang sein, damit sie sich gut weiter verzweigen können. Der beste Zeitpunkt für das Schneiden ist das Frühjahr, wenn es keinen Frost mehr gibt. Ein Winterschnitt sollte nur dann vorgenommen werden, wenn eine stärkere Verzweigung der Seitenäste erwünscht ist.

Als Anhaltspunkt für einen Rückschnitt gilt, dass ein Säulenobstbaum die Form eines schlanken Weihnachtsbaums behalten sollte: die unteren Zweige müssen immer länger sein als die oberen Zweige. Denn im umgekehrten Fall würde der Baum zu stark nach oben austreiben, während die unteren Äste kahl werden würden.

Überwinterung
Säulenobstbäume sind winterfest. Gleichwohl müssen sie vor Frost geschützt werden. Ein geeigneter Platz für den Winter ist an der Hauswand, möglichst an der Südseite des Hauses. Aber auch hier ist ein zusätzlicher Winterschutz erforderlich. Die Erde sollte vor Frost geschützt werden, damit die empfindlichen Wurzeln nicht erfrieren. Damit von unten keine Kälte in den Kübel eindringen kann, stellt man ihn am besten auf eine Styroporplatte. Den Kübel selbst schützt man mit einer Noppenfolie vor der Kälte. Diese Folie wickelt man um den Kübel, je öfter desto besser isoliert sie. Die Pflanze selbst erhält einen Schutz vor dem eisigen Winterwind, indem sie locker in ein Vlies eingeschlagen wird.

Auch ein kühler, aber frostfreier Raum ist ein geeigneter Überwinterungsort. Anders als viele tropische Pflanzen benötigen Säulen-Obstbäume auch im Winter viel Licht. Deshalb sollte das Winterquartier möglichst hell sein.

Oft liegt es nicht einmal an dem kalten Wetter, dass Kübelpflanzen den Winter nicht überstehen: Sie verdursten. Deshalb ist auch im Winter ein vorsichtiges Gießen der Säulenobstbäume erforderlich. Der Winterschutz der Pflanze sollte so angebracht werden,  dass der Kübel von oben gegossen werden kann.

Die Pflanzen benötigen aber viel weniger Wasser als im Sommer. Deshalb sollten sie nur so viel Wasser erhalten, wie die Erde sofort aufnehmen kann. Bei Frost dürfen die Kübelpflanzen nicht gegossen werden, sondern erst dann, wenn es nach der Wettervorhersage ein paar Tage ohne Minusgrade geben soll.



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