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Selber machen: Bausätze fürs Carport



Erste Carportbausätze sind ab 300 Euro erhältlich
Erste Carportbausätze sind ab 300 Euro erhältlich

Ein Carport lässt sich mit einem Bausatz recht schnell selbst aufstellen. Aber: Ohne ordentliches Fundament und meist ohne Baugenehmigung geht’s nicht.

Carports sind beliebt und weitverbreitet. Klar, der Unterstand fürs Auto ist nicht nur günstiger als eine Garage, sondern lässt sich mit einem Bausatz und ein wenig Geschick recht schnell aufbauen. Allerdings sind die Planung und der Bau nicht ganz so einfach wie es scheint. Oft bedarf es etwa zuvor einer Baugenehmigung und die Pfähle benötigen ein solides Fundament. Worauf Heimwerker achten sollten.

Baugenehmigung fürs Carport?

Da es sich bei einem Carport um ein Bauwerk handelt, benötigt man vielerorts vor dem Aufstellen eine Baugenehmigung. Ob diese erforderlich ist, ist in den Bauordnungen der Gemeinden festgeschrieben und in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt.

Dafür sollte man das zuständige Bauamt konsultieren, das zum Beispiel auch festschreibt, wie groß der Abstand zum Nachbargrundstück sein muss. „Es verlangt die Vorlage einer Flurkarte, auf der Lage und Größe des Carports eingezeichnet sind“, weiß Corinna Kodim vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Zu diesem Zeitpunkt müsse der Carport schon geplant sein. Denn die Baugenehmigung gebe es nur mit aussagefähigen Unterlagen zum Standort und zur Statik des Bauwerks.

Carport-Bausätze enthalten statische Berechnungen

Für den Behördengang muss der Heimwerker nicht alles komplett selbst zusammensuchen: Im Handel könne der Heimwerker unter „diversen Bausätzen für Carports wählen“, erklärt Michael Pommer, Trainer an der DIY-Academy in Köln. Ihr Vorteil gegenüber individuell entworfenen Carports sei, dass die statischen Berechnungen für das Bauamt gleich beilägen.

Carport-Bausätze nach Dachform auswählen

Oft seien in den kommunalen Bauordnungen Dachformen und -neigungen vorgegeben. Manche Gemeinden verlangten sogar ausschließlich Carports mit Gründächern. Auch das sei bei der Auswahl des Bausatzes zu beachten, denn nicht jeder eigne sich dafür. Ein begrüntes Dach müsse „viel höhere Lasten tragen als ein herkömmliches Dach“, erläutert der Heimwerker-Experte. Darauf müsse die Statik ausgerichtet sein.

Weichholz fürs Carport besser lasieren

Modelle aus kesseldruckimprägniertem Weichholz sind zwar günstig, bedürfen aber Bearbeitung. Sie sind mit Salz beschichtet und haben deshalb eine grünliche Optik. Damit das Holz der Witterung standhält, sollte es der Bauherr nach dem Aufstellen des Carports von dieser Salzschicht befreien und lasieren, empfiehlt Michael Pommer. Teurer, aber auch von höherer Qualität sei astlocharmes Leimbinderholz, das besonders robust und wetterfest sei. Unabhängig von der Art des Holzes sei es vorteilhaft, es nach der Montage und auch später immer wieder einmal zu lasieren, damit es lange schön bleibe. Von einer Lackierung rät der Do-it-yourself-Trainer ab. Die Lasur ziehe tief ins Holz und schütze es, „Lack würde nur die Poren verkleben“.

Besser nachmessen

Zwar gebe es Standardmaße für die Bausätze, aber jeder Heimwerker sei gut beraten nachzumessen, wie lang und breit sein Auto wirklich sei. Es sollte auch „genügend Platz eingeplant werden, um bequem hineinfahren und die Türen an beiden Seiten vollständig öffnen zu können“, rät Michael Pommer.

Ordentliches Fundament beim Carport entscheidend

Die Pfosten, die das Dach des Carports tragen sollen, müsse man fest in die Erde einbringen. Die Holzbalken einfach nur in den Boden zu rammen, wäre laut dem Heimwerker-Lehrer fatal. Sie bräuchten „ein solides Fundament, damit sie trocken stehen und nicht irgendwann faulen und umfallen“.

Ein Streifen- oder Blockfundament reiche aber völlig aus. Damit die Balken sicher stehen, seien jeweils Löcher von 40 mal 40 Zentimetern in einer Tiefe von 80 Zentimetern notwendig. Diese gießt man dann mit Beton aus. U-förmige Füße, die in der Regel nicht zum Bausatz gehören, sondern extra gekauft werden müssen, verhelfen Michael Pommer zufolge den Pfählen zu mehr Standfestigkeit. Sie kommen in den frischen Beton, der dann 28 Tage aushärten muss, bis er seine Mindestfestigkeit erreicht hat. Erst danach lässt sich der Carport endgültig montieren.

(udm, dpa/tmn)

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