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So legen Sie eine wunderschöne Blumenwiese an



Solch prächtige Blumen können auch auf der Wiese im eigenen Garten wachsen.
Solch prächtige Blumen können auch auf der Wiese im eigenen Garten wachsen.

Eine bunt blühende Blumenwiese ist ein kleines Ökosystem für sich. Viele Städte legen deshalb öffentliche Grünflächen als Blumenwiesen an. Auch der heimische Garten wird durch eine Wiese voller Wildblumen verzaubert.

Mohn, Kornblumen, Kamille und Fetthenne locken Schmetterlinge, Bienen, Hummeln, Vögel und Igel an, die sich über den reich gedeckten Tisch freuen. Eine Wildkräuterwiese ist im eigenen Garten gar nicht so schwer anzulegen, wenn man einige Grundregeln beachtet.

Was ist eine Blumenwiese?

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich von Menschenhand geschaffen ein einzigartiges Ökosystem entwickelt: die Blumenwiese - eine Pflanzengemeinschaft von Wildkräutern und Gräsern. Charakteristisch für eine Blumenwiese ist, dass sie nur auf einem wenig oder gar nicht gedüngten Boden wächst. Je magerer der Boden ist, desto mehr Pflanzenarten gedeihen in der Wiese.

Auf einer sogenannten Magerwiese, die einen kargen, nicht gedüngten und kalkhaltigen Boden bevorzugt, können bis zu 100 verschiedene Kräuter- und Blumenarten gedeihen. Typische Wildblumen, die in einer Magerwiese gedeihen, sind: Margerite, Kartäuser-Nelke, Skabiose, Wiesensalbei und Witwenblume. Dagegen wachsen bei einer Fettwiese auf einem nur mäßig gedüngten Boden nur bis zu 25 verschiedene Pflanzenarten. Insbesondere Hahnenfuß, Schafgarbe und Schaumkraut fühlen sich in einer Fettwiese wohl.


Wie man den richtigen Platz für eine Blumenwiese im eigenen Garten findet

Ob man eine Blumenwiese neu anlegt oder eine bestehende Rasenfläche in eine wild blühende Wiese umwandelt – auf jeden Fall sollte die Fläche für den Wiesentraum sorgfältig ausgewählt werden: Denn eine Wildkräuterwiese sollte möglichst nicht betreten werden, sonst knicken die zarten Pflänzchen, noch bevor sie sich weiter aussamen können. Eine Blumenwiese ist somit fehl am Platz, wo man ständig durch den Garten geht oder wo Kinder spielen. Hierfür eignet sich besser ein Trittrasen.

Eignet sich eine Blumenwiese auch für den kleinen Garten?

Eine Blumenwiese anzulegen ist ganz einfach.

Ja, auch in einem kleinen Garten kann man Wildblumen eine neue Heimat geben: Man legt einfach am Rand eines Rasens ein Stück Blumenwiese an. Oder man mäht seinen Rasen nur alle zwei bis drei Wochen und verzichtet auf den Einsatz von Düngern und Pflanzenschutzmitteln. Dann siedeln sich von selbst Gänseblümchen, Ehrenpreis, Günsel und Braunelle an, und der Rasen wird zu einer bunten Wiese: Hier kann man unbesorgt darüber laufen, und Kinder können auf so einem naturnahen Rasen nach Herzenslust spielen.

Eine weitere Möglichkeit, auf einer kleinen Gartenfläche eine trittfeste Blumenwiese anzulegen, ist, römische Kamille – die sogenannte Rasenkamille – anzupflanzen. Römische Kamille duftet herrlich und ist eine robuste Gartenpflanze, die auch gelegentliches Betreten aushält. Nur als Spielwiese eignet sich ein Kamillenrasen nicht.

Wie legt man eine Blumenwiese an?

Eine Blumenwiese kann entweder auf einer schon bestehenden Rasenfläche entstehen oder ganz neu auf der noch offenen Erde angelegt werden.

Wie man eine Rasenfläche in eine Blumenwiese umwandelt

Die einfachste Methode, eine Blumenwiese anzulegen, ist, der Natur ihren freien Lauf zu lassen: Man reduziert das Mähen auf ein bis zweimal im Jahr, stellt das Düngen ein und mulcht nicht mehr mit dem Rasenschnitt. So wird der Boden nach und nach nährstoffärmer. Langsam siedeln sich die für eine Wiese typischen Kräuter und Blumen an. Welche Kräuter sich verbreiten können, hängt auch von der Umgebung des Gartens ab.

In einem Garten, der am Ortsrand liegt, können mehr verschiedene Wildblumenarten durch Samenflug zuwandern als in einem Garten mitten in der Stadt. Auf jeden Fall dauert es bei dieser Do-it-yourself-Methode der Natur sehr lange, bis eine bunte Blumenwiese entsteht.

Schneller geht es, wenn man den bestehenden Rasen „impft“: Man schält an einigen Stellen im Rasen die Grasnarbe ab. Das freie Stück wird sorgfältig vom Unkraut befreit und für die Einsaat von Wildblumen vorbereitet. Auch kann man hier junge vorgezogene Wildkräuterpflänzchen setzen. Durch ihren Samenflug verbreiten sich die neuen Rasenbewohner nach und nach, vorausgesetzt, der übrige Rasen wird nicht weiter gedüngt oder gemulcht. Hier wird gezeigt, wie man eine Wildblumeninsel in einem Rasen anlegen kann.

Unterstützen kann man die Ansiedlung der Wildkräuter, wenn man im Herbst oder im zeitigen Frühjahr die übrige Rasenfläche vertikutiert und dann in die aufgerissene Grasnarbe die Wildblumensamen sät.

Ist das Rasenstück zuvor sehr stark gedüngt worden, empfiehlt es sich, die ganze Grasnarbe und zusätzlich zehn Zentimeter Oberschicht des Bodens zu entfernen. Dadurch erhält man einen mageren Boden, auf dem man eine Blumenwiese neu anpflanzen kann. Wer den Boden noch weiter abmagern möchte, kann unter die Erde noch Sand oder feinen Kies mischen.

Wie man eine neue Blumenwiese anpflanzt

Damit eine neue Blumenwiese entstehen kann, geht man Schritt für Schritt so vor:

  • Als Erstes sollten vorhandene Unkräuter gejätet werden. Giersch, Quecke, Weißklee und Co würden sonst die frisch gekeimten Kräuterpflänzchen überwuchern.
  • Dann wird die Erde umgegraben oder mit einer Motorhacke gelockert. Größere Erdklumpen sollten zerkleinert werden.
  • Wenn die Erde locker und feinkrümelig ist, kann mit dem Aussäen begonnen werden. Dabei wird das Saatgut gleichmäßig und weitwürfig ausgestreut. Man rechnet für einen Quadratmeter 5 bis 10 Gramm Samen.
  • Die Samen benötigen Licht zum Keimen. Deshalb sollten die ausgesäten Samen nur einige Millimeter tief mit dem Rechen in die Erde eingebracht werden.
  • Zum Schluss werden das Saatgut mit einer Rasenwalze, einem Brett oder Spaten fest angedrückt und die neu eingesäten Stellen gegossen.

Wichtig für ein gutes Keimen und Anwachsen der Wildkräuter ist, dass die Erde immer gleichmäßig feucht gehalten wird. Deshalb sollte man in den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat jeden Tag gießen.

Auch wenn der Boden vor der Aussaat sorgfältig vom Unkraut befreit wurde, wird sich wieder neues Unkraut ansiedeln. Deshalb sollte man nach etwa 10 Wochen die junge Blumenwiese mähen. Dadurch wird das Unkraut eingedämmt. Den jungen Kräuterpflänzchen schadet die Mahd aber nicht. Im Gegenteil – sie wachsen noch viel dichter.

Eine neue Blumenwiese ohne vorherige Bodenbearbeitung anlegen

Es geht auch ohne Vorbereitung des Bodens und ohne Aussäen: eine Blumenwiese kann auch entstehen, wenn man eine sogenannte Wildblumenmatte auslegt. Diese Matte besteht aus einem Baumwollvlies, in das zuvor Wildkräuter eingesät oder eingepflanzt worden sind. Durch das Vlies können die Wurzeln der Wildkräuter wachsen, die vorhandenen Unkräuter finden aber keinen Weg nach oben und sterben ab.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Anlage einer Blumenwiese?

Viele Wildkräuter benötigen zum Auskeimen kühlere Temperaturen. Deshalb sollte man eine Blumenwiese im zeitigen Frühjahr anlegen. Auch der Spätherbst ist dazu geeignet. Dann wächst die Blumenwiese im kommenden Jahr. Setzt man in der eingesäten Fläche gleichzeitig Blumenzwiebeln wie Narzissen, Schneeglöckchen oder Krokusse, blühen im Frühjahr schon die ersten Vorboten des Frühlings.

Wie pflegt man eine Blumenwiese?

Im ersten Jahr nach der Aussaat sollte die Blumenwiese zwei bis dreimal gemäht werden. Dann können sich Unkräuter nicht weiter ausbreiten, und die Wiesenblumen belohnen diesen Pflegeschnitt mit einem dichten Blütenteppich.


In den Folgejahren genügt es, die Wiese ein bis zweimal im Jahr zu mähen: entweder nur im September oder im Juni und September. Dann haben die meisten Kräuter schon ausgesamt. Das Schnittgut sollte noch zwei bis drei Tage auf der gemähten Wiese liegen bleiben, damit reife Samen noch herausfallen können. Danach aber sollte es abgeharkt und am besten kompostiert werden.

Besonders tierschonend ist eine Mahd dann, wenn man die Rasenfläche von innen nach außen mäht und ein Stück der Wiese erst ein paar Tage später schneidet. Nun können sich die tierischen Bewohner der Wiese vor dem Rasenmäher noch retten.

Welches Saatgut ist das richtige für den eigenen Garten?

Ein Herz aus Blumen frisch von der Wiese.Im Gartencenter oder in den Online-Shops gibt es viele verschiedene Wildblumensamen-Mischungen für Blumenwiesen.
Man kann die Mischung nach der Farbe der Blumen auswählen oder danach, ob die Wildkräuter besonders Bienen und Hummeln anlocken oder eher Schmetterlinge. Auf den ersten Blick klingt es sehr praktisch, eine fertige Samenmischung auszuwählen.

Jedoch sollte immer darauf geachtet werden, dass die Boden- und Lichtverhältnisse der geplanten Wiese für die betreffende Samenmischung stimmen. Denn letztendlich werden sich nur diejenigen Wildkräuter aus der Mischung durchsetzen, die die für sie geeigneten Umweltbedingungen vorfinden.

Deshalb ist es für die Wahl der Blumenwiesen-Pflanzen wichtig, vor dem Kauf des Saatguts zu untersuchen,

  • ob der Boden eher sauer oder kalkhaltig,
  • ständig feucht oder eher trocken,
  • eher sandig, lehmig oder tonhaltig ist
  • und ob die geplante Wiese in der Sonne oder im Schatten liegt.

Ein weiterer wichtiger Punkt, worauf man achten sollte, ist, dass die Samenmischungen nicht einen zu hohen Anteil von Samen einjähriger Pflanzen wie Kornblume und Mohn enthalten, wie es oft bei billigen Mischungen der Fall ist. Sonst ist die Enttäuschung groß, wenn die Wiese im nächsten Jahr nicht mehr so farbenprächtig blüht.

Wer ganz sichergehen möchte, wählt sortenreine Wildblumensamen für seine Wiese aus.

Die geeigneten Boden- und Lichtverhältnisse und ein hoher Anteil an ausgesäten mehrjährigen Wildblumenarten sorgen dafür, dass man auch langfristig viel Freude an einer bunten Blumenwiese hat, die den eigenen Garten vom Frühling bis zum Herbst in immer neuem Farbenspiel verzaubert.

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