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Sonne: Sichere Quelle für Strom und Wärme



Ohne grüne Energie wird die Zukunft der Menschheit dunkel.
Ohne grüne Energie wird die Zukunft der Menschheit dunkel.

Strom und Wärme zum Nulltarif: Mit Solaranlagen auf dem Dach oder an der Fassade schont man nicht nur das eigene Portemonnaie, sondern trägt auch zum Umweltschutz bei.

Umweltschutz fängt bei jedem Einzelnen an: Mit der Kraft der Sonne können Eigenheimbesitzer erneuerbare Energien für ihr Haus nutzen. Zum einen mit einer Photovoltaikanlage, welche das Heim mit Strom versorgt. Zum anderen über eine Solarthermieanlage für die Wärmeversorgung.


Wie funktionieren Solaranlagen?

Die Solarzellen von Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Der Strom versorgt den Haushalt oder kann bei Wunsch auch in das zentrale Stromnetz einfließen. Solarthermieanlagen erzeugen aus der Sonnenstrahlung Wärme und ergänzen damit die Heizung und die Warmwasserversorgung. Sie lassen sich allerdings nur mit anderen Heizsystemen kombiniert nutzen, da die Sonne in unseren Breitengraden vor allem in den Herbst- und Wintermonaten nicht genug Energie für die komplette Wärmeversorgung im Haus liefert.

Wie viel Platz brauchen die Solarzellen?

Für Anlagen zur Warmwasserbereitung genügt eine Kollektorfläche von 3 bis 7 Quadratmetern. Soll auch die Heizung unterstützt werden, sind 7 bis 15 Quadratmeter nötig. Stromanlagen mit sogenannten mono- und polykristallinen Siliziummodulen können laut Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf etwa 6 Quadratmetern ein Kilowattpeak erwirtschaften. Mit der Maßeinheit Kilowattpeak misst man die elektrische Leistung (Nennleistung) einer Photovoltaikanlage. Sie gibt laut Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) die maximale Leistung unter standardisierten Testbedingungen an und ermöglicht einen Vergleich der Module. Eine Solarzellenfläche von 30 Quadratmetern mit einer Leistung von 5 Kilowattpeak sollten es für einen Vier-Personen-Haushalt mindestens sein. Damit könne die Familie rund ein Drittel ihres Strombedarfs decken, so die Verbraucherschützer.


Lohnen sich Solaranlagen für die Stromerzeugung?

Ab circa 6.000 Euro gibt es laut BSW-Solar eine komplett installierte Anlage. Diese waren lange ein gutes Geschäft, weil ihre Besitzer den Strom zu guten Preisen ins Netz einspeisen konnten. Doch die Vergütung sank mit der Zeit stark. Im März dieses Jahres gebe es von den Netzbetreibern für die durch die Solarzellen auf dem Dach gewonnene Energie nur noch 12,3 Cent pro Kilowattstunde, Tendenz fallend, erklärt Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer von BSW-Solar. Die Sätze würden teils quartalsweise gesenkt. Zum Vergleich: Eine Kilowattstunde vom Energieversorger kostet im Schnitt knapp 30 Cent.

In der Regel „rechnen sich die Anlagen heute vor allem über den Eigenverbrauch an Strom“, weiß Alexander Knebel von der Agentur für Erneuerbare Energien. Einer Rechnung des Marktforschungsinstituts EuPD Research zufolge steigt die Rendite bei den Anlagen abhängig vom Eigenverbrauch. Wenn 15 Prozent des Solarstroms selbst genutzt werden, liegt die Rendite bei 2,9 Prozent. Bei 25 Prozent Verbrauchsquote steige die Rendite auf 4,7 Prozent. Hausbesitzer sollten daher den Eigenverbrauch ausreizen, also etwa die Waschmaschine dann anschalten, wenn die Sonne scheint. Und: Mit einem Stromspeicher lässt sich die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöhen.

Rechnet sich eine Solarthermieanlage?

Die Kosten einer Anlage zur Warmwasserbereitung liegen laut vzbv bei etwa 4.000 bis 5.000 Euro mit Flachkollektoren und bei rund 5.000 bis 6.000 Euro mit Röhrenkollektoren. Eine Anlage zur Heizungsunterstützung koste ca. 9.000 bis 12.000 Euro.

Auch die Solarthermieanlage liefert nur genug Wärme, wenn die Sonne scheint. Die Crux: „Im Frühjahr und Sommer wird die wenigste Heizenergie benötigt“, betont vzbv-Energieberater Martin Brandis. Hausbesitzer müssten deshalb die Investition in eine Solarheizung gut abwägen. Wenn der Wärmebedarf sehr hoch sei und es keine geeigneten Flächen für die Kollektoren gebe, mache sie wenig Sinn. Sei das Haus aber so gut gedämmt, dass es nur einen geringen Wärmebedarf habe, könnte sich eine Anlage schon eher lohnen.

Wie lassen sich gesetzliche Standards für Heizungsanlagen erfüllen?

Anfang 2016 trat eine neue Stufe der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft, die die Anforderungen an die Energieeffizienz der Häuser noch weiter erhöht. Nach Ansicht des Bundesverbands Solarwirtschaft lassen sich die neuen gesetzlichen Standards in der Regel durch die Kombination einer Solarthermieanlage mit einem Gas-Brennwertkessel besonders preiswert erfüllen. Am klimafreundlichsten dürfte meist die Kombination mit einer Pelletheizung sein.

Staat fördert Einbau von Solarthermieanlagen

Den Einbau einer Sonnenheizung fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit direkten Zuschüssen und die KfW-Bank mit zinsgünstigen Krediten. Seit Januar 2016 gilt: Wer seine veraltete, ineffiziente Heizung durch eine Biomasseanlage oder Wärmepumpe ersetzt oder durch Einbindung einer Solarthermieanlage seine Heizung modernisiert, kann einen Zusatzbonus von 20 Prozent der Förderung erhalten. Der staatliche Zuschuss für die solare Heizungsmodernisierung eines Eigenheims beträgt so in der Regel mindestens 3.600 Euro. Die KfW-Bank hat zudem seit 1. März die Förderung von Batteriespeichern wieder aufgenommen.

 

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