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Tod aus der Flasche! Alternativen zu Glyphosat?



Gibt es eine Alternative zu Glyphosat? Der Einsatz des chemischen Unkrautvernichters ist höchst umstritten.
Gibt es eine Alternative zu Glyphosat? Der Einsatz des chemischen Unkrautvernichters ist höchst umstritten.

Terror gibt es nicht nur in Paris, sondern auch in der Landwirtschaft. Der Unkrautvernichter zerstört jegliches Leben – unter und überhalb der Erde. Doch was ist die Alternative zu Glyphosat?

Das „Pflanzenschutzmittel“ Glyphosat ist derzeit in aller Munde. Seit seiner offiziellen Zulassung in den 1970er Jahren wird der todbringende Unkrautvernichter jedes Jahr tonnenweise über die Felder und Gärten der Welt verteilt. Glyphosat ist der Hauptbestandteil zahlreicher chemischer Spritzmittel: Roundup (Monsanto), Clinic (Nufarm), Glyfos (Cheminova), VOROX Unkrautfrei Direkt (Compo) oder Touchdown (Syngenta). Der Tod aus der Flasche ist omnipräsent!

Weltweiter Einsatz von Roundup

Seit seiner Patentierung 1974 durch den Mega-Konzern Monsanto nahm das Unglück seinen freien Lauf. Das Herbizid Glyphosat war schnell in aller Munde. Sein relativ geringer Preis verführte Bauern auf der ganzen Welt dazu, Roundup großzügig zur Unkrautbekämpfung auf ihren Feldern einzusetzen. Mit oberflächlichem Erfolg: Die Chemiekeule wirkt unselektiv gegen Pflanzen, wie es so schön heißt. Anders ausgedrückt vernichtet Glyphosat jegliches Leben, mit dem der Wirkstoff in Berührung kommt. 40% der deutschen Felder werden jährlich mit dem Herbizid geimpft. Aus Poly- wird kurzerhand Monokultur. Eine Alternative zu Glyphosat ist zwingend erforderlich!

Glyphosat: Krieg auf den Feldern

Wer hätte ahnen können, dass sich der kriegsbedingte Einsatz von Chemiewaffen auf die Landwirtschaft verlagern würde? Allein in einem Jahr werden in den USA über 100.000 Tonnen Glyphosat verwendet. Dabei wird das Pflanzentötungsmittel nicht nur kurz vor der Aussaat aufgetragen, sondern auch kurz danach sowie im Anschluss an die Ernte. „Unkräuter“ werden dadurch bereits im Keim erstickt, das Feld vor unerwünschten Eindringlingen geschützt. Eine saubere Lösung?


Glyphosatresistente Pflanzen mittels Gentechnik

Um selbst während der Wachstumsphase der Pflanzen den beliebten Unkrautvernichter spritzen zu können, entwickelten Experten glyphosatresistente Gewächse. Die speziellen Züchtungen nehmen das Herbizid nicht über die grünen Pflanzenteile auf, wodurch sie von dessen fatalen Wirkung verschont bleiben. Die Folge: Glyphosat wird in noch größeren Mengen verwendet.

Superunkräuter: Die Rache der Natur

Wie bei Antibiotika und anderen Medikamenten auch führt eine kontinuierliche bzw. übertriebene Anwendung spezieller Wirkstoffe rasch zu Resistenzen. So auch bei Unkräutern. Vor allem in den USA provozierte der maßlose Umgang mit dem Unkrautvernichter Glyphosat das Entstehen herbizidresistenter Pflanzen, auch „Superunkräuter“ genannt. Heute sind bereits 32 dieser Mutanten bekannt, 14 davon sind in den Vereinigten Staaten anzutreffen. Besonders wohl fühlen sich die resistenten Kreuzungen in gentechnisch veränderten Mais-, Soja und Baumwollfeldern.

Die traurige Pointe: Anstatt weniger Glyphosat zu benutzen, diskutieren Landwirtschaftsexperten heute über neuartige, weitaus effektivere Unkrautvernichter, um den Superunkräutern den Gar auszumachen. Sogenannte „Full-dose-Herbizidmischungen“ sollen die Wende im Krieg gegen Mutter Natur einläuten.

Erhebliches Gesundheitsrisiko durch Glyphosat-Einsatz

Nun bestätigt sich, was bereits seit vielen Jahren vermutet wurde: Glyphosat ist extrem gesundheitsschädlich – nicht nur für Grünpflanzen! Die Internationale Agentur für Krebsforschung stufte den Wirkstoff im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein, wodurch Glyphosat der zweithöchsten Gefahrengruppe 2A zugeordnet wird. Die besorgniserregende Nachricht der WHO verbreitete sich daraufhin wie ein Lauffeuer.

Dabei waren die Anzeichen kaum zu übersehen: Das kleine argentinische Dorf Ituzaingó Anexo liegt in der unmittelbaren Nachbarschaft von Feldern, über die Agrarflugzeuge regelmäßig Glyphosat versprühen. Ärzte diagnostizierten in der Siedlung über 40-mal so viel Krebs bei Menschen wie im argentinischen Durchschnitt. Auch in anderen Gegenden, in denen das Herbizid großflächig eingesetzt wird, explodierte die Krebsrate. Bloßer Zufall?

Glyphosat-Einsatz: Kein Verbot trotz schrillender Alarmglocken

Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft fordert seit 2012 Landwirte in ganz Deutschland dazu auf, den Einsatz des Unkrautvernichters auf ein Mindestmaß zu reduzieren und stattdessen lieber guten Ackerbau zu betreiben. Das niederländische Parlament verbot 2014 Glyphosat für den nichtkommerziellen Gebrauch. Auch in Frankreich läuft ein ähnliches Verfahren, den gefährlichen Unkrautvernichter vom Markt zu nehmen.

2015 wurde der brisante Fall schließlich dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin übergeben. Zur Überraschung weiter Teile der Bevölkerung beurteilte das Amt den Einsatz von Glyphosat als nicht krebserregend. Auch Entwicklungsstörungen beim Menschen sind laut BfR nicht zu erwarten. Wie passt das alles zusammen?


Die Glyphosate Task Force (GTF)

Aus mehreren unabhängigen Quellen geht nun hervor, dass sich das BfR bei seiner Berichterstattung auf zahlreiche Studien der GTF verließ. Die Arbeitsgruppe wird durch diverse chemische Großunternehmen finanziert, darunter auch Monsanto und Syngenta. Das Amt bestreitet hingegen jegliche Vorwürfe, von Interessen seitens der Industrie beeinflusst worden zu sein.

Geringere Ernte ohne Unkrautvernichter?

Schätzungen gehen davon aus, dass ein Glyphosat-Verbot in Deutschland eine bis zu 10% geringere Ernte nach sich zöge. Dies ist kaum verwunderlich: Viele Landwirte haben der traditionellen, ökologischen Bewirtschaftung ihrer Felder schon seit langem den Rücken gekehrt. „Nicht rentabel“ oder „zu viel Aufwand“ sind nur zwei der zahlreichen Argumente, die die Bauern gegen eine naturnahe Bewirtschaftung der Ackerflächen anführen. Doch ist dies zwingend der Fall?

Glyphosat tötet nämlich nicht nur Unkräuter, sondern vertreibt auch wertvolle Bodenlebewesen aus der Erde, welche für die Fruchtbarkeit der Erde essentiell sind. Auch den Pflug kann sich der Landwirt – entgegen einer weitverbreiteten Meinung – trotz des Verzichts auf Glyphosat in aller Regel sparen. No-Till-Farming bzw. Direktsaat ist das Stichwort der Stunde. Die naturnahe Ackerbaumethode erfreut sich immer größerer Beliebtheit und ist eine hervorragende Alternative zu Glyphosat.

Einzige Alternative zu Glyphosat: Naturnahes Gärtnern

Nachhaltig hilft nur eins: Auf chemische Unkrautvernichter vollständig verzichten! Viele umsichtige Landwirte haben dies bereits erkannt und nutzen den gegenwärtigen Bio-Boom in weiten Teilen Europas, um sich der ökologischen Bewirtschaftung ihrer Felder zu nähern. Angesichts der fatalen Auswirkungen von Unkrautvernichtern und anderen kontranatürlichen Verfahrensweisen ist dies jedoch die einzige wirkliche Lösung.

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