• Überblick
    • Energie
    • Handwerker
    • Hausbau
    • Renovieren
    • Umbau
    • Überblick
    • Geschenkartikel
    • Haushaltswaren
    • Möbel
    • Überblick
    • Lagerung
    • Logistik
    • Makler
    • Überblick
    • Gartenbau
    • Gartenmöbel
    • Pflanzen
    • Teich
    • Überblick
    • Auto
    • Motorrad
    • Reparatur
    • Tuning

Verschärft! Ab 2016 gelten diese Energie-Regelungen beim Hausbau!



Uff! 2016 kommen ganz schön strenge Energieeinsparverordnungen.
Uff! 2016 kommen ganz schön strenge Energieeinsparverordnungen.

Häuslebauer, aufgepasst: Im neuen Jahr verschärft sich die Energieeinsparverordnung (EnEV). Was Sie sicherstellen müssen, wenn Sie ab dem 1. Januar 2016 einen Bauantrag einreichen.

Die EnEV regelt seit 2002 die Anforderungen an die Energieeffizienz von Häusern. Zum 1. Januar 2016 werden die Vorschriften für Neubauten ein weiteres Mal verschärft. Es geht um zwei Änderungen:

  • Der Wärmeschutz der Gebäudehülle muss für alle Projekte, die ab diesem Datum beantragt werden, um 20 Prozent besser sein als bisher.
  • Der Primärenergiebedarf muss um 25 Prozent niedriger liegen.

Der Begriff Primärenergie bezeichnet dabei die Energiequelle, die für Strom oder zum Heizen verwendet wird – also etwa fossile Brennstoffe wie Öl und Gas oder regenerative Energien wie Sonne, Erdwärme und Wasser.


Neue EnEV-Anforderungen: Mit erneuerbaren Energien kein Problem

Um den Primärenergiebedarf seines Hauses zu ermitteln, multipliziert man den Verbrauch mit dem sogenannten Primärenergiefaktor. Der Primärenergiefaktor wiederum ergibt sich aus dem Verhältnis aus eingesetzter Primärenergie zur abgegebenen Endenergie. Bei fossilen Brennstoffen liegt dieser Faktor über eins, bei erneuerbaren darunter. Mit anderen Worten: „Setzt der Bauherr viel erneuerbare Energien ein, hat er überhaupt keine Probleme, die strengeren Anforderungen der EnEV zu erfüllen“, erklärt Alexander Lyssoudis von der Bayerischen Ingenieurekammer Bau.

Die zweite Stellschraube, um den Primärenergiebedarf zu senken, ist die Anlagentechnik, die der künftige Eigentümer zu Hause zum Heizen einbauen lässt. Pelletheizungen und Wärmepumpen etwa sind in der Anschaffung teurer als Brennwertkessel, im laufenden Betrieb aber deutlich sparsamer.

Heute ins Energiesparen investieren, morgen profitieren

Das lohnt sich doppelt, denn auch die Wärmedämmung – Stellschraube Nummer drei für die Erfüllung der neuen EnEV – kann dann etwas geringer ausfallen. Die Wärmedämmung umfasst die gesamte Gebäudehülle, also etwa Außen- und Kellerwände, Fenster und Haustüre.

Bei welcher Stellschraube der Bauherr ansetzt, bleibt letzten Endes ihm selbst überlassen. „Es ist immer eine Ermessensfrage, wo er seine Prioritäten setzt“, erklärt Jürgen Stock vom Bundesbauministerium. „Investiert er jetzt mehr Geld und spart später im laufenden Betrieb, oder investiert er lieber weniger beim Neubau und nimmt dafür höhere Betriebskosten in Kauf?“

KfW 70: Etablierter Standard erfüllt bereits die neue EnEV

Das energieeffiziente Haus
(Grafik: Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Umso wichtiger ist deshalb eine gute Beratung in der Planungsphase. Ohnehin müssen sich die meisten Häuslebauer, die ihren Antrag erst im neuen Jahr stellen, keine grauen Haare wegen der verschärften Verordnung wachsen lassen. Das sogenannte KfW-Effizienzhaus 70, zugleich Basis für einen Tilgungszuschuss der Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), erfüllt die Anforderungen. Es hat, wie der Name schon verrät, einen Jahresprimärenergiebedarf von 70 Prozent der gesetzlich erlaubten Höchstwerte und hat sich bereits weitgehend bei Neubauten durchgesetzt. Alexander Lyssoudis von der Bayerischen Ingenieurekammer Bau: „Wer 2016 den Effizienzhaus-Standard KfW 70 erfüllt, wie es viele Bauherren heute tun, ist auf der sicheren Seite.“

Und was bringt die Zukunft? Auch hier geben die Experten Entwarnung. Weitere Verschärfungen der Hausbauregelungen sind demnach kaum zu erwarten. Zwar sei für 2021 der europäische Standard „Niedrigstenergiehaus“ zu erwarten, aber physikalisch, so Lyssoudis, sei „alles fast ausgereizt“.


Ebenfalls zum 1. Januar: Mehr Fördergeld für energieeffizientes Sanieren

Tipp für alle, die bereits in ihren eigenen vier Wänden wohnen: Zum 1. Januar erweitert die KfW ihr Förderangebot beim energieeffizienten Sanieren. Profitieren können davon Eigentümer, die ihre Heizung austauschen oder eine Lüftungsanlage einbauen möchten. Der Bund hat hierfür Mittel in Höhe von 165 Millionen Euro bereitgestellt. Aber wohlgemerkt: Das ist ein Angebot. Von der neuen EnEV sind bestehende oder bereits im Bau befindliche Häuser nicht betroffen.

    Weitere themen

    • Körper
    • Mensch
    • Alternativmedizin
    • Versorgung
    • Leben
    • Mode
    • Schönheit
    • Genuss
    • Reisen
    • Technik
    • Bauen
    • Einrichten
    • Umzug
    • Garten
    • Mobilität
    • Recht
    • Geld
    • Behörden
    • Versicherungen
    • Steuern
    • Lebensweg
    • Freizeit
    • Arbeit
    • Bildung
    • Soziales
    TOP SUCHBEGRIFFE