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Verwirrende Energielabel für Heizungen: Das steckt wirklich dahinter!



Das neue Energielabel der EU sagt nichts über die Betriebskosten von Heizungen aus.
Das neue Energielabel der EU sagt nichts über die Betriebskosten von Heizungen aus.

Waschmaschinen, Wäschetrockner und Kühlschränke tragen es bereits: das Energielabel der Europäischen Union. Jetzt gilt diese Kennzeichnungspflicht auch für Heizgeräte. Wie Verbraucher davon profitieren können und was sie beachten sollten.

Der bunte Aufkleber mit Buchstaben und farbigen Balken prangt bereits auf vielen Elektrogeräten und lässt auf den ersten Blick erkennen, ob ein Gerät energiesparend ist oder nicht.

Ab 26. September müssen auch Heizungen und Warmwasserbereiter mit dem Etikett versehen werden – eine Auswirkung der vom Europäischen Parlament beschlossenen Ökodesign-Richtlinie. Sie legt die Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Produkten fest.

Das Energielabel ist ähnlich dem, das wir kennen: Die Farbskala gibt Auskunft über den Energieverbrauch und reicht von Grün (sparsam) bis Rot (verschwenderisch). Außerdem werden die zehn möglichen Energieeffizienzklassen angezeigt: A+++ bis G. Zusätzlich gibt die Grafik Informationen über den Geräuschpegel und die Leistung bei verschiedenen Klimaverhältnissen. Ziel der Kennzeichnung ist es, für mehr Transparenz zu sorgen und Verbrauchern die Suche nach energieeffizienten Geräten zu erleichtern. Ob sie bei einer Kaufentscheidung hilft, ist allerdings fraglich.

Technologie entscheidet über Einordnung in Energieeffizienzklasse

Mit ihren vielen Symbolen wirken die Aufkleber sehr komplex, was es erschwert, diese zu deuten.

  • Das Label differenziert nicht zwischen unterschiedlichen Gerätetypen, sondern nur zwischen verschiedenen Technologien.
  • Der A-Plus-Bereich ist Geräten vorbehalten, die durch regenerative Energiequellen betrieben werden. So fallen etwa alle Wärmepumpen, die ihre thermische Energie in der Regel aus der Umgebung gewinnen, in Klasse A+ oder A++.
  • Sämtliche Öl- und Gas-Brennwertkessel rutschen in Klasse A – ohne Plus.
  • Heiztypen, die bisher von der Kennzeichnungspflicht ausgeschlossen sind wie etwa Pelletheizungen oder Öfen – mit Ausnahme von Stromheizungen –, müssen erst in zwei bis drei Jahren etikettiert werden.

Energielabel sagt nichts über anfallende Betriebskosten aus

Da die neuen Etiketten denen auf anderen Elektrogeräten sehr ähnlich sind, kann es zu falschen Rückschlüssen kommen. Denn: Anders als bei Trockner, Kühlschrank & Co. lässt eine gute Effizienzklasse nicht unbedingt auf günstigere Betriebskosten schließen. Die sind bei Heizungen und Warmwasserbereitern abhängig von den Preisen für Öl, Gas, Holz oder Strom sowie der Dämmung des Hauses.

Fazit: Die Angaben auf den Energielabels erleichtern zwar den Vergleich verschiedener Heiztechnologien und fördern die Verwendung regenerativer Energien, dennoch sollte auf eine Fachberatung nicht verzichtet werden. Die Initiative Wärme + rät ausdrücklich dazu, vor dem Kauf einer Heizungsanlage einen Fachhandwerker zu Rate zu ziehen. Auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kommt zu der Einschätzung, dass die Energielabels nur bedingt hilfreich für Verbraucher sind. Wer sich vorab informieren möchte: Eine ausführliche Broschüre bietet der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).

Zeit für eine neue Heizung?


Viel Energie ließe sich auch durch den Austausch von alten durch neue Heizungsanlagen sparen. Aus diesem Grund hat die Bundesregierung beschlossen, am 1. Januar 2016 ein nationales Energielabel für alte Heizkessel einzuführen. Es soll Verbraucher über die Energieeffizienz der Geräte informieren und die Motivation für eine Neuanschaffung erhöhen.

Heizungsinstallateure und Schornsteinfeger sind ab kommendem Jahr berechtigt, die Etiketten auf Anlagen anzubringen, die älter als 15 Jahre sind. 2017 soll das Label verpflichtend werden. 

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