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Vom Laub zum Langzeitdünger – Tipps für Ihren Kompost



Herbstlaub ist nicht nur schön, sondern auch nützlich. Gärtner schätzen die Blätter als Kompostgrundlage.
Herbstlaub ist nicht nur schön, sondern auch nützlich. Gärtner schätzen die Blätter als Kompostgrundlage.

Die herbstliche Farbpalette der Blätter ist wunderschön, doch bringt das viele Laub, gerade im Garten, auch viele Probleme. Aber wohin mit den Blättern? Hobbygärtner wissen, wie man das Laub weiter verwerten kann.

Das bunte Laub gibt dem Herbst sein charakteristisches Aussehen. Der sogenannte Indian Summer schenkt uns, kurz vor der kahlen Winterzeit, noch einmal alles, was die Farbpalette der Natur hergibt. Doch in all seiner Schönheit, birgt das Herbstlaub auch Gefahren – besonders im Garten. Wird Rasen über längere Zeit von feuchten Blättern bedeckt, fangen die Gräser an zu schimmeln. Aber wohin mit dem Laub? Wie kann es nutzbringend weiter verwendet werden?

Vom Laub zum Langzeitdünger – Natur recyceln

Hobbygärtner wissen, dass sich Blätter wunderbar kompostieren lassen. Auf dem Kompost zersetzt sich das Laub, bis daraus wertvoller Mulch und Dünger entsteht. Aus dem Abfallprodukt, dass im Herbst tonnenweise auf Recyclinghöfen landet, wird so kostenloser und organischer Langzeitdünger, der in der nächsten Pflanzzeit gut genutzt werden kann.

Laub ist, im Gegensatz zu anderen Grünabfällen, stickstoffärmer. Der Kompost, der aus diesen Blättern entsteht, demzufolge auch. Für Moorbeetpflanzen, wie Azaleen und Rhododendren oder Heidekrautgewächse, wird dieser Kompost zum idealen Langzeitdünger. Zusätzlicher Vorteil: Für das Wachstum unliebsamer Unkräuter wie z. B. Giersch oder Brennnessel ist dieser Kompost eher ein Hindernis.

Vom Laub zum Langzeitdünger – ein Platz unter Bäumen

Die Blätter vieler Bäume verrotten sehr gut, und man kann sie, ohne vorheriges Bearbeiten, auf den Komposthaufen werfen. Neben Obstbäumen sind das unter anderem Eschen, Ebereschen, Weiden, Birken, Haseln und Hainbuchen. „Schwer zersetzende Laubarten wie Eiche, Walnuss oder Platane benötigen längere Zeit zur Kompostierung“, erklärt Thorsten Laute vom Botanischen Garten in Berlin. Die Blätter dieser Baumarten sollte der Gärtner besser durch Häckseln aufbereiten, bevor sie auf dem Kompost landen.

Für einen Kompost kann man entweder einen Behälter selber bauen oder kaufen. Die einfachste und kostengünstigste Variante ist, einfach einen Haufen anzulegen. Sowohl für die Behälter als auch die Haufenvariante ist ein windgeschützter Standort im Halbschatten am besten. Ideal wäre ein Platz unter Bäumen, da diese gleichzeitig vor Regen schützen und der Gärtner sich so eine extra Abdeckung über dem Komposthaufen spart. Wichtig: Um den Regenwürmern und anderen Bodentieren den Zugang nicht zu versperren, sollte zwischen Boden und Abfällen kein Brett liegen.

Vom Laub zum Langzeitdünger – nur Blätter reichen nicht

„Ein Komposthaufen darf sich aber nicht nur aus Laub zusammensetzen, da die Blätter lediglich verfaulen - insbesondere, wenn es sehr feucht ist und sie zusammenkleben“, erklärt Verena Zöls-Schedlbauer, Gartenfachberaterin vom Zweckverband Abfallwirtschaft Donau-Wald. Bevor die große Laubabfälle-Zeit kommt, können dem Kompost bis zum Herbst auch organische Abfälle aus Garten und Küche zugefügt werden.

„Der Gärtner sollte den Schichten aus Laub einen Anteil von bis zu zehn Prozent an anderen Grünabfällen beimischen, etwa kleine oder gehäckselte Äste“, rät Andreas König vom Botanischen Garten in Frankfurt am Main. Benötigt man etwas stickstoffreicheren Kompost, sollte der Anteil der Grünabfälle sogar vier Fünftel der zu kompostierbaren Grundstoffe betragen. Mineralische Substanzen wie gebrauchte Blumenerde, Gartenerde oder Gesteinsmehl sind erforderlich.

Vom Laub zum Langzeitdünger – Achtung Krankheitskeime!

Achtung! Beim Entstehen kleinerer Komposthaufen, wie man sie gerade bei Hobbygärtnern findet, sind die Temperaturen zu niedrig, um Krankheitskeime und Unkrautsamen restlos zu zerstören. Wer diesen Kompost für Zimmerpflanzen verwenden möchte, sollte den Boden deshalb vor der Nutzung sterilisieren – eine Stunde bei 70 Grad im Backofen ist ausreichend.

Nach den großen Herbstaktionen sollte der Kompost erst mal ruhen. Nach einem Jahr lässt sich der Kompost schon zum Mulchen im Ziergarten verwenden. Gibt man dem Verrottungsprozess drei Jahre Zeit, erhält man den wertvollen Langzeitdünger.

(nr, dpa/tmn)

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