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Vorsicht bei Wildschäden – die Teilkasko zahlt nicht immer!



Augen auf: Wildschäden passieren häufig im Herbst!
Augen auf: Wildschäden passieren häufig im Herbst!

Nur Vollkasko-Versicherte haben Glück im Unglück bei Wildschäden. Teilkasko-Versicherte dagegen müssen den Schaden, der durch einen Wildwechsel zustande gekommen ist, erst belegen. Wer bremst oder ausweicht und deswegen im Graben landet, geht möglicherweise leer aus.

So langsam bahnt sich der Herbst an: Es wird merklich früher dunkel, das Wetter schlägt um. Dass die Jahreszeit wechselt, zeigt sich leider auch in den Statistiken der Verkehrsunfälle – im Herbst häuft sich die Zahl der Wildunfälle. Die Bilanz: Jedes Jahr passieren mehr als 200.000 Wildschäden – 10 bis 20 enden dabei für den Menschen tödlich. Doch auch „nur“ ein Blechschaden kann weitreichende Folgen haben und mit viel Ärger verbunden sein. Denn die Kfz-Versicherung muss nicht zwingend für Wildschäden aufkommen. Wir klären, was Sie im Fall Wenn beachten sollten.

Bei Wildschäden: Besser „draufhalten“ als ausweichen

Wildschäden passieren oftmals durch zu schnelles Fahren oder Unaufmerksamkeit, meistens in der Dunkelheit und auf Landstraßen zwischen Wäldern. Hier gilt besondere Vorsicht, weiß Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdverbands (DJV) in Berlin. „Wenn Sie mit Tempo 60 auf einen Hirsch stoßen, dann ist das so, als würde sich so ein fünf Tonnen schwerer Elefant auf die Motorhaube setzen.“ Wer beispielsweise ein Reh am Straßenrand sieht, sollte sofort handeln: Abbremsen, Lenkrad festhalten, Abblenden und Hupen. „Ein kontrollierter Zusammenstoß ist immer besser als ein unkontrolliertes Ausweichmanöver“, gibt der Experte zu Bedenken.

Wann kommt die Teilkasko bei Wildschäden auf?

Die Teilkasko-Versicherung kommt nur bei Wildschäden auf, wenn der Fahrer belegen kann, dass es tatsächlich einen Wildwechsel gegeben hat. Oftmals sogar nur, wenn Haarwild (= Rotwild, Hasen, Füchse oder Wildschweine) den Unfall ausgelöst haben, so der GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft). Bei Unfällen, an den andere Tiere – wie Haustiere oder Wölfe – beteiligt sind, geht der Versicherte leer aus, sofern es im Vertrag nicht anders aufgeführt ist.

Bei einem Wildschaden muss der Teilkasko-Versicherte belegen, dass er das Tier angefahren hat, als es die Straßenseite wechseln wollte. Wenn der Fahrer dagegen einem toten oder verletzten Tier ausweicht und dadurch einen Unfall auslöst, bleibt er häufig auf den Kosten sitzen.

Der Fahrer muss belegen, dass er gegen das Tier gefahren ist, als es die Straßenseite wechseln wollte. Lag es bereits vorher tot oder verletzt auf der Straße, greift die Teilkasko bei einigen Versicherern nicht. Auch wer dem Tier ausweicht und dabei im Graben landet, muss den Schaden häufig selbst zahlen.

Wildschäden immer dokumentieren

Viele Versicherungen verlangen bei Wildschäden Beweise. Auf jeden Fall sollten Sie den Unfallort fotografieren und wenn möglich, Haarrückstände sichern. Zudem sollte man sich vom zuständigen Jagdpächter eine Bestätigung einholen, so der GDV. „Wichtig ist, wenn es gekracht hat, die Unfallstelle zu sichern: Warnblinkanlage an, Warndreieck in sicherer Entfernung aufstellen“, sagt der Experte vom Deutschen Jagdverbandes. Im besten Fall das tote Tier, von der Straße räumen, damit keine Folgeunfälle passieren.  

Vollkasko übernimmt Wildschäden

Wer als Vollkasko-Versicherter Wildschäden verursacht, kann diese von der Versicherung zahlen lassen – ohne die nötigen Beweisunterlagen s. o. Allerdings sollte man bedenken, dass es Auswirkungen auf den Schadenfreiheitsrabatt haben könnte – der Beitrag könnte steigen. Von daher ist es nur zu empfehlen, sich beim Versicherer genau zu erkundigen. Denn oft ist es im Nachhinein günstiger, Wildschäden aus der eigenen Tasche zu zahlen.

(ssc, dpa/tmn)

 

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