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Wer zahlt für Schäden bei Handwerksarbeiten?



Expertengutachten sind im Falle eines Rechtsstreits von großem Vorteil.
Expertengutachten sind im Falle eines Rechtsstreits von großem Vorteil.

Wo gehobelt wird, da fallen Späne: Wer muss eigentlich für den Schaden geradestehen, wenn dem Handwerker ein Malheur passiert?

Auch Handwerkern passiert mal ein Missgeschick: Der Maler fegt versehentlich die teure Vase vom Regal, der Elektriker versengt mit seinem Lötkolben den edlen Perserteppich. Doch wer zahlt für solche Schäden? Welche Ansprüche haben die Auftraggeber?

Handwerker muss fremdes Eigentum pfleglich behandeln

Bei der Auftragsvergabe schließen Handwerker und Auftraggeber einen sogenannten Werkvertrag ab. Der verpflichtet den Handwerker, die vereinbarte Leistung zu erbringen. Dazu kommen laut Bürgerlichen Gesetzbuch noch sogenannte Nebenpflichten. Diese beinhalten laut Michaela Zientek, Juristin des Leistungsservices der DAS-Rechtschutzversicherung, unter anderem, dass der Handwerker das Eigentum des Auftraggebers pfleglich behandeln muss. Dazu gehöre etwa, dass er den hellen Teppichboden im Schlafzimmer sorgfältig abdecken müsse, bevor er dort ein Fenster austausche. Verletze ein Handwerker diese Pflichten durch eigene Schuld, mache er sich schadenersatzpflichtig. Der Kunde kann also vom beauftragten Betrieb eine Entschädigung verlangen.

Schaden schnell melden

Auch wenn der Anspruch erst nach drei Jahren verjährt, sollte der Auftraggeber den Schadenersatz möglichst rasch schriftlich beim Handwerksbetrieb einfordern, rät Michaela Zientek. Denn: „Je länger er wartet, desto schwieriger wird es womöglich, vor Gericht etwas zu beweisen“, erklärt die Juristin. Daher sollte der Kunde auch Beweise sichern – etwa Fotos machen. Vor allem bei größeren Schäden im Rahmen von Bauarbeiten könne es notwendig sein, einen Sachverständigen zu beauftragen.

Schaden oder Mangel?

Hat der Fliesenleger, Anstreicher oder Klempner allerdings bei der Arbeit schlicht gepfuscht, so handelt es sich nicht um einen Schaden, sondern: Bei einem „Fehler in der vom Handwerker verrichteten Leistung, beispielsweise Tropfen an frisch lackierten Türrahmen“, spreche man von einem Mangel, erläutert Michaela Zientek. In solchen Fällen müsse der Kunde dem Auftragnehmer zunächst ein Recht auf Nachbesserung einräumen. Um den Unterschied zu verdeutlichen: Wenn der Maler aber Flecken auf Möbeln oder dem Boden hinterlassen hat, weil er diese nicht vollständig abgedeckt hatte, liegt ein Schaden vor.


Schäden durch Angestellte oder Subunternehmer

Und was geschieht, wenn nicht der Handwerksmeister selbst, sondern einem seiner Angestellten oder einem von ihm hinzugezogenes Subunternehmen ein Missgeschick passiert? Darauf hat die Rechtsexpertin ein klare Antwort: Ein Unternehmer hafte nach §278 Bürgerliches Gesetzbuch gegenüber dem Kunden „auch für Schäden, die von seinen Mitarbeitern oder anderen von ihm beauftragten Personen bei der Ausführung des Auftrages verursacht werden“. Der betroffene Kunde kann also in jedem Fall seine Ersatzansprüche an den Betrieb richten, dem er den Auftrag erteilt wurde. 

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