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Wurmfarm bauen: Dauerhumus für Heim und Garten



Eine selbstgebaute Wurmkiste sorgt in jeder Runde für gute Stimmung!
Eine selbstgebaute Wurmkiste sorgt in jeder Runde für gute Stimmung!

Auf den Wurm gekommen? Mit einer selbstgebauten Wurmfarm bringen Sie wieder mehr Leben in das Erdreich Ihres Gartens. Der Dünger aus dem Wurm-Komposter ist unbezahlbar!

Experten wissen: Der Regenwurm ist der wahre König des Erdreichs! Mit einer Wurmfarm machen Sie ihn auch zum Herrscher über Ihren Garten. Die glitschigen Ringelwürmer lockern den Boden auf und bereichern die Erde mit wertvollem Wurmdünger. Eine Wohltat für jeden Kleingarten und alle Zimmerpflanzen. Das beste daran: Eine Wurmfarm bauen ist kinderleicht!

Gerücht: Regenwürmer ertrinken bei Regen

Kaum berühren die ersten Regentropfen die Oberfläche des Erdreichs, kriechen die Pielwürmer aus ihren unterirdischen Verstecken. Daher wohl auch Ihr Name: Regenwürmer. Denn meist bekommt man die glitschigen Gesellen nur zu Gesicht, wenn es ordentlich schüttet.

Dass Regenwürmer ansonsten in der Erde ertrinken würden, ist übrigens ein weit verbreitetes Gerücht. Da sie keine Atmungsorgane besitzen, nehmen die Würmer Sauerstoff über die Haut auf. Diesen können Sie sogar aus dem Wasser herauslösen. Trotzdem gilt beim Wurmfarm bauen: Wasser wohl dosieren!

Fortpflanzung auf Wurm-Art

Regenwürmer sind Zwitter. Sie besitzen sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsteile, was die Vermehrung von Pielwürmern extrem vereinfacht. Ihre Geschlechtsreife erkennt man an einem dicken Ring um ihren Körper: das Geschlechtsteil. 2 Jahre dauert es, bis die Ringelwürmer damit loslegen können.

Treten zwei Würmer in Körperkontakt, pflanzen sie sich unweigerlich fort. Bei jeder Berührung tauschen sie gegenseitig Spermien aus! Anschließend legt jeder Regenwurm bis zu 300 Eier pro Jahr, aus denen viele kleine Würmchen schlüpfen. In einer kleinen Wurmkiste vermehren sich die Ringelwürmer geradezu in Windeseile!

Mehr Bodenfruchtbarkeit durch Regenwürmer

Durch sein emsiges Treiben im Erduntergrund lockert der Wurm den Boden extrem auf. Dies kommt den vielen Pflanzen in und außerhalb des Gartens zugute. Darüber hinaus wird die Bodenstruktur stabilisiert und gut durchlüftet, wodurch Bodenerosion verhindert wird. Bei starken Regenschauern kann das Wasser direkt in die Erde eindringen und wird nicht auf der Bodenoberfläche weggespült. Die Wurzeln freut’s!

Auch die Ausscheidungen der Regenwürmer tragen zur besseren Bodenfruchtbarkeit bei. Wurmhumus wird unter Gartenexperten als wahre Delikatesse gehandelt, deren Wert gar nicht hoch genug einzuschätzen ist. Ihr Kot besteht aus einer komplexen Mischung organischer und mineralischer Substanzen. Der Ton-Humus-Komplex ist bekannt als äußerst wichtiger Pflanzennährstoff. Wer sich also zuhause eine Wurmfarm anlegt, kann seine Zimmerpflanzen regelmäßig mit Dünger der Extraklasse versorgen.

Regenwürmer sind Vielfraße

Als Nahrung dient den Pielwürmern totes Material jeglicher Art, wodurch sie maßgeblich zum Abbau organischer Substanzen beitragen. Die meisten Essensreste, die beim Kochen anfallen, landen somit direkt in der Wurmkiste. Im Herbst ziehen sie im Freien gar ganze Blätter in ihre Tunnel, von denen sich die zahlreichen Bodenlebewesen ernähren. Das anfallende Laub also nicht wegwerfen, sondern schön auf den Beeten oder der Wurmkiste verteilen.

Wer davon ausgeht, dass die kleinen Würmchen so gut wie keine Nahrung vertilgen, ist auf dem Holzweg. Regenwürmer konsumieren jeden Tag ihr Eigengewicht! 1 kg Würmer "essen" also 1kg organisches Material pro Tag: Gemüse, Obst, Kräuter, Eierschalen oder Kaffeesatz. Kein Fleisch, Knochen, fettige Speisen oder Milchprodukte! Wer sich eine Wurmfarm bauen möchte, sollte bei der Dimensionierung darauf achten, dass stets genügend Nahrung für die Kriecher zur Verfügung steht.

Eine Wurmfarm bauen für den Hausgebrauch

Eine Wurmfarm kann man sich entweder in den Garten stellen oder Zuhause aufbauen. Dies hängt vom jeweiligen Bedarf ab. Eine Wurmfarm im Freien kann gerne deutlich größer dimensioniert werden als eine Wurmkiste für die eigenen vier Wände. Der prinzipielle Aufbau ist jedoch ähnlich:

Eine Wurmfarm für den Hausgebrauch kann beinahe überall untergebracht werden: In der Küche, der Speise- oder Abstellkammer, unten im Keller, in der Garage oder vielleicht sogar auf dem Kleiderschrankboden. Wichtig ist, die Wurmkiste vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. In hellen Räumen empfiehlt es sich, die selbstgebaute Wurmfarm mit Tüchern oder Karton abzudunkeln. Schließlich scheint auch im Erdreich die Sonne nicht!

Bett aus Papier und Karton essentiell

Ganz unten in die Wurmkiste kommt eine Schicht aus Zeitungspapier, zerkleinertem Karton, gehäckseltem Laub oder Holzstückchen. Das Material muss leicht sein und Feuchtigkeit aufnehmen können. Viele Wurmzüchter bedecken selbst die oberste Erdschicht mit gehäckselten Zeitungsstückchen. Ohne das Bett fühlen sich die Tiere nicht wohl.

Aufbau einer Wurmkiste im Detail


 

Wurmkiste bauen: Jedem Wurm seine Erde

Je nach Wurmart benötigt man unterschiedliche Erde. Idealerweise orientiert sich der Züchter an ihrem natürlichen Lebensraum und nimmt genau die Erde, in der sich die Würmer bereits wohlfühlen. Der Kauf von extra Wurmerde mit speziellen Zusätzen ist nicht nötig, wenn man sich gewissenhaft um die Pielwürmer kümmert. Regenwürmer findet man in so ziemlich jedem gesunden Boden.

Wichtig: Die Erde sollte immer leicht feucht sein, aber nie nass! Vor Überwässerung schützt eine Drainage auf dem Kistenboden aus Kies. Wer mit 2 übereinander gestapelten Wurmboxen arbeitet, bohrt am besten einige Löcher in den Boden, damit das überschüssige Wasser nach unten abfließen kann.

Wurmdiät: Gefahr der Über- und Unterfütterung

Sind alle Würmer sowie Erde an Bord, kommt das Futter in die Wurmkiste. Unbedingt darauf achten, nicht die ganze Erdoberfläche mit Essensresten zu bedecken. Zudem sollte das organische Material etwas eingearbeitet werden, allerdings nicht zu tief. Erhalten sie zu wenig Futter, brechen die Pielwürmer aus oder sterben. Überfüttert man sie, so kann es zu unangenehmer Geruchsbildung in der Kiste kommen. Außerdem züchtet man so nicht nur nette Würmer, sondern auch lästige Fruchtfliegen.

Wurmfarm reinigen und neu ansetzen

Nach einigen Monaten ist der Wurmkompost fertig und die Erde in der Wurmfarm bereit, in den Garten oder Blumentopf umzusiedeln. Die Wurmkiste sollte jetzt gereinigt und sofort neu angesetzt werden. Die Würmer aus der alten Kiste getrost für die neuangesetzte Wurmfarm verwenden. Nun beginnt das Spiel von neuem!

Kleiner Tipp: Tote Würmer möglichst sofort aussortieren, da ansonsten Gefahr besteht, dass auch andere Regenwürmer sterben.

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